Inspiration

Die Inspiration für unsere Idee kam durch den Austausch mit Freunden aus dem medizinischen Sektor. Diese berichteten von erheblichen Schwierigkeiten in der Beschaffung von Schutzmaterial (insb. Desinfektionsmittel für Flächen und Hände sowie Handschuhe und Atemmasken mit FFP2 und FFP3 Schutzklasse) und zunehmenden Engpässen.

Fehlt Schutzmaterial in Arztpraxen, so können bereits Corona-Verdachtsfälle oder Kontaktpersonen nicht behandelt werden. Sie werden abgewiesen. Schlimmstenfalls muss eine Praxis sogar schließen, wenn kein Schutzmaterial da ist. Ohne geeignetes Schutzmaterial könnten Corona-Infizierte auch im Notfall in Kliniken nicht adäquat behandelt werden.

Die Produktion von Schutzausrüstung wird von den Herstellern seit einigen Wochen hochgefahren, ist aber zurzeit an ihrer Kapazitätsgrenze. Einige Unternehmen steigen gerade in die Produktion ein, müssen allerdings zunächst ihre Produktionslinien und -prozesse anpassen (Desinfektionsmittel von, Atemmasken von Trigema und ZF etc.). Und auch aus dem Ausland ist nur bedingt Unterstützung zu erwarten, weil dort ebenfalls Engpässe bestehen. Es wird also eine Weile dauern, bis die Nachfrage gedeckt werden kann.

Diese Zeit haben wir jedoch nicht!

Für die kurzfristige oder punktuelle Beschaffung von Schutzmaterial gibt es aktuell noch eine andere Quelle: Wirtschaftsunternehmen, die aufgrund von vermehrtem Homeoffice, Produktionsdrosselung und Standortschließungen akut keinen Bedarf an Schutzausrüstung haben.
• Pharmaunternehmen • Kosmetikhersteller • Gastronomie • Frisörbetriebe • Tätowierer • Produzierendes Gewerbe • Maler und Lackierer uva.

So kamen wir auf die Idee Wirtschaftsunternehmen und medizinische Einrichtungen über eine zentrale Plattform miteinander zu verbinden: Healthshare.io

What it does

Healthshare.io ist eine webbasierte Plattform, welche medizinische Einrichtungen, Wirtschaftsunternehmen und das Gesundheitswesen in Bezug auf die Beschaffung von Schutzausrüstung miteinander verbindet. Die Funktionalität ist daher in 3 Ebenen unterteilt:

Ebene 1 - Wirtschaftsunternehmen spenden verfügbares Schutzmaterial an medizinische Einrichtungen.

Exemplarischer Prozess aus Sicht eines spendenden Unternehmens: • Unternehmen geht auf Homepage und sieht bereits über Map den Bedarf in seiner Region • Nutzer (Unternehmen) meldet sich an • Nutzer bekommt Map mit nachfragenden Einrichtungen angezeigt und klickt auf eine konkrete Einrichtung • Nutzer bekommt konkreten Bedarf der Einrichtung angezeigt • Nutzer gibt in Formular Menge und Art der Spende an • Spende wird erfasst • Kontakt zwischen Spender und Bedarfsträger wird hergestellt.

Darüberhinaus soll in Version 2 die Möglichkeit bestehen, vom Bund oder Land für die Spende entschädigt zu werden und diesen Prozess über die Plattform abzubilden.

Zudem ist zwar an und für sich schon schön, Gutes zu tun, aber aus unternehmerischer Sicht ist es auch wichtig ist, darüber zu sprechen. Wir wollen daher mit der Plattform auch die Imagebildung von spendenden Unternehmen unterstützen. So hebt eine Bestenleiste jene Unternehmen hervor, welche – in ihrer jeweiligen Größenordnung oder Branche – bisher am meisten gespendet haben.

Ebene 2 - Medizinische Einrichtungen tauschen Schutzmaterial bei Engpässen untereinander aus.

Nach einer ersten Spendenwelle werden Wirtschaftsunternehmen voraussichtlich nur noch punktuell unterstützen können. Daher soll es auch die Möglichkeit geben, dass medizinische Einrichtungen untereinander Schutzmaterial austauschen. Diese Nutzergruppe kann also sowohl Spender*in als auch Empfänger*in sein.

Ebene 3 - Kassenärztliche Vereinigungen, Krankenhausgesellschaften und das Gesundheitsministerium erhalten eine transparente Übersicht zu den Bedarfsentwicklungen und können darauf basierend die Beschaffung planen.

Da mit einer langanhaltenden Dauerbelastung der medizinischen Einrichtungen durch das Corona-Virus und auch dessen Folgeeffekte zu rechnen ist, soll die Plattform über eine entsprechende Analytics-Funktion für Transparenz zu den Bedarfsentwicklungen in Bezug auf Schutzausrüstungen an zentraler Stelle sorgen. Basierend auf den Kennzahlen können Produktion und Beschaffung dann deutlich effektiver gesteuert werden.

How we built it

*HTML, CSS, JS, Bootstrap *Python *Flask *MySQL *GCP Google Maps Platform (Google Maps Platform) *Microsoft Azure

What's next for Healthshare.io

Go To Market Unsere Lösung hat, wenn sie richtig platziert wird, eine sehr hohe Reichweite und Wirksamkeit. Und über die 3 Ebenen der Funktionalität kann sie nicht nur kurzfristig, sondern auch nachhaltig zur Verbesserung der Versorgungssituation beitragen.

Neben technischen Erweiterungen und Veränderungen des Prototypens sind im Sinne der Go-To-Market-Strategie folgende Schritte erforderlich:

• Juristische und steuerliche Fragen klären
o Dürfen medizinische Einrichtungen Schutzmaterial tauschen? o Was gilt es für spendende Unternehmen zu beachten?

• Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitswesen o Kassenärztlichen Vereinigungen der Länder o Bundesgesundheitsministerium o Klinikverbände

• Kontakt zu Wirtschaftsunternehmen o Über IHKs und Arbeitgeberverbände o Radio, Presse, Onlinemedien o Über soziale Medien wie Xing, LinkedIn, Facebook

Auch sollten die von anderen Teams entwickelten Lösungen betrachtet werden, um schnell und unkompliziert ein geeignetes Tool an den Markt zu bringen. Nur so kann die akute Problemstellung kurzfristig gelöst werden.

Technologie Unser Prototyp wurde auf einer einfachen Testumgebung entwickelt. Wir haben uns auf die wesentlichen Funktionen und Prozessschritte fokussiert und einige Funktionen zunächst hard gecodet. Für den tatsächlichen Einsatz sind nach unserer Einschätzung folgende Schritte notwendig:

• Skalierbarkeit erhöhen durch performantere Umgebung o Funktionalität und Einsetzbarkeit der Datenbank erhöhen o Deployment auf Cloud-Infrastruktur o Trennung Web- und Applicationserver

• Sichere Authentifizierung DB/Backend

• Erweiterung von Funktionen und Implementierung dynamischer Funktionen o Login Workflow o Leaderboard Feature o Spenden-Matching Feature o Dynamisches Filtern o Zahlung vs. Spende (Finanzierung durch den Bund in Anspruch nehmen)

• Analytics implementieren (z.B. Anzahl registrierte Unternehmen, Spenden, Bedarf)

• Entwicklung von Standard-Schnittstellen

• Einbindung weiterer Nutzergruppe

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