Problembeschreibung:

  • Warum habt Ihr Euch für diese Herausforderung entschieden? „Ändern wir nicht, wie wir unterrichten, dann haben wir in 30 Jahren große Probleme. Die Art, wie wir lehren, die Dinge, die wir unseren Kindern beibringen, sie stammen aus den letzten 200 Jahren. Sie basieren auf Wissen. […] Lehrer müssen aufhören, lediglich Wissen zu vermitteln.“ Jack Ma (Mitbegründer von Alibaba) Nach unserer Überzeugung erfordert Lernen:  Austausch und Kontakt  Kommunikation und Kollaboration  Beziehung  Struktur und Zieltransparenz  Selbststeuerung und Selbstwirksamkeit  Feedback  digitale Mündigkeit  Mobilität und Ortsunabhängigkeit  Vernetzung

Für uns stellte sich die Frage, wie wir diese grundlegenden Voraussetzungen für gelingende Lernprozesse im hybriden Unterricht verwirklichen können. Wir verbuchen bereits seit geraumer Zeit im Präsenzunterricht große Erfolge mit unserem Konzept zum individuellen und kompetenzorientierten Lernen. Durch die Corona-Krise wurde der Einsatz von digitalen Medien forciert. Es gelang uns schnell, einen Messenger zu implementieren und digitale Lernangebote auf Padlets zu installieren. Außerdem haben alle Lehrkräfte und das gesamte pädagogische Fachpersonal durch interne und externe Fortbildungen ihre Medienkompetenz weiter steigern können. Darüber hinaus fanden digitale Elternschulungen statt, damit die Schülerinnen und Schüler auch vom Elternhaus im Distanzlernen unterstützt werden und Feedback erhalten können. Da digitale Medien, insbesondere iPads, bereits vor Beginn der Corona-Krise fester Bestandteil unseres Präsenzunterrichts waren, konnten wir innerhalb kürzester Zeit einen täglichen Sendeplan von 9.00 bis 15.30 Uhr mit diversen Lernangeboten, wie Lernbegleitung zum Wochenplan, Kunst-, DaZ-, Sport-, Musik- und Englischangebote sowie Mathematik- und Schreibkonferenzen anbieten. Die Kinder haben die vielfältigen digitalen Lernangebote gut angenommen und uns ihre Lernergebnisse per Messenger zukommen lassen oder auf die Padlets hochgeladen, sodass wir ihnen Rückmeldungen zu ihrem Lernfortschritt geben konnten. Dennoch stellt uns diese Form des digitalen Lernens nicht vollständig zufrieden. Grundlage unseres Präsenzunterrichts sind die von der KMK vorgegebenen Kompetenzen für die einzelnen Fächer. Ausgehend davon haben wir bereits schuleigene Kompetenzraster mit dazugehörigen Indikatoren entwickelt. Aufgrund einer fehlenden digitalen Plattform, die kompetenzorientiertes Lernen ermöglicht, mussten wir unsere Lernangebote jedoch themenbezogen konzipieren.

-Was ist aus Eurer Sicht das größte Problem, das es hier zu lösen gibt? Bis heute haben wir keine aktuelle Plattform gefunden, die es uns ermöglicht, unser kompetenzorientiertes, individuelles und projektorientiertes Lernen im Präsenzunterricht mit dem digitalen Lernen zu verzahnen. Uns fehlen die digitalen Tools, um unsere Kompetenzraster und die dazugehörigen Indikatoren digital zu präsentieren und den Schülerinnen und Schülern jederzeit zugänglich zu machen. Exzellentes Lernen in Präsenz- und Distanz kann nur gelingen, wenn alle Facetten der Schulentwicklung, also sowohl Personal-, als auch Unterrichts- und Organisationsentwicklung miteinander optimal verzahnt sind. Jedes Denken und Handeln muss sich konsequent am schulischen Leitbild und an den Leitsätzen ausrichten und an den vereinbarten Leitzielen messen lassen. Wir leben den kompetenzorientierten Ansatz.

-Wer ist von dieser Problemstellung betroffen? Da wir davon überzeugt sind, dass die Schule der Zukunft im Sinne einer hybriden Schule dauerhaft durch eine Verzahnung von Präsenzunterricht und Distanzlernen gekennzeichnet sein wird und darüber hinaus alle staatlichen Schulen in Deutschland dem kompetenzorientierten Lernen verpflichtet sind, betrifft diese Problemstellung alle Schulen, da es zurzeit ausschließlich Lernplattformen gibt, die das klassische themenorientierte Lernen unterstützen.

Lösungsbeschreibung:

  • Was ist Euer Lösungsansatz? Wir benötigen:
  • professionelle Unterstützung, z.B. durch ein Start-Up, zur Generierung einer digitalen Lernplattform, die kompetenzorientiertes Lernen unterstützt.
  • Anschluss an ein Netzwerk zum Austausch

  • Von welchen Annahmen geht Ihr bei Eurem Lösungsansatz aus? Wir gehen davon aus, dass unser Lösungsansatz umsetzbar ist, da es im europäischen Ausland, insbesondere in den skandinavischen Ländern, bereits vergleichbare Plattformen gibt.

  • Wer profitiert von dieser Lösung? Wer nutzt diese Lösung? Von dieser Lösung können alle Schulen, die das kompetenzorientierte, individuelle und projektorientierte Lernen an einer hybriden Schule in den Mittelpunkt stellen, profitieren.

  • Welchen Einfluss hat Eure Lösung auf die aktuelle Situation? Durch unsere Lösung soll die aktuelle Situation in Bezug auf das Lernen nicht als eine Ausnahmesituation, sondern als eine Chance für dauerhaftes hybrides Lernen, das den Kompetenzzuwachs der Schülerinnen und Schüler in den Fokus stellt, wahrgenommen werden.

  • Was ist der langfristige Wert Eurer Lösung? Der langfristige Wert unserer Lösung besteht darin, den Weg für eine zukunftsfähige hybride Schule zu ebnen, die das kompetenzorientierte, individuelle und projektorientierte Lernen in den Fokus stellt und von der auch andere Schulen profitieren können. Darüber hinaus ermöglicht die Lösung eine Annäherung deutscher Schulen an internationale Bildungsstandards, insbesondere in den skandinavischen Ländern, die bereits das kompetenzorientierte Lernen digital umsetzen.

  • Wie bewertet Ihr selbst die Umsetzbarkeit und Skalierbarkeit Eurer Lösung? Wir sind davon überzeugt, dass sich eine digitale Lernplattform, die kompetenzorientiertes Lernen unterstützt, mit dem notwendigen Know-how und finanziellen Support realisieren lässt. Sobald unsere Lernwege, Kompetenzraster, Selbstchecks und Portfolios digital entwickelt sind, können wir diese Lernplattform nutzen und mit anderen Schulen teilen.

Vorgehen und Fortschritt:

  • Wie ist der Lösungsansatz entstanden? Unser Lösungsansatz ist in einem Beratungsgespräch mit unserem Experten Elmar Husmann (ELIG.org) entstanden.

  • Was waren die wichtigsten Meilensteine während der Hackathon Woche?

  • Erfahrungsaustausch mit Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, pädagogischem Personal und Eltern über Qualität des digitalen Lernangebotes während der aktuellen Krisensituation

  • Sammeln von Verbesserungsvorschlägen

  • Brainstorming zum Thema ‚Hybride Schule‘ im Rahmen einer

  • Zukunftswerkstatt: Wie stelle ich mir die Schule der Zukunft vor?

  • Zeichnen eines „Zielbildes“

  • Weitere Konkretisierung des Projektes nach Zoom-Call mit Elmar Husmann (ELIG.org)

  • Wenn Ihr auf einer bestehenden Lösung aufgebaut habt: bitte beschreibt den Status am Anfang des Hackathons, so dass wir den Fortschritt während der Woche angemessen beurteilen können. (s.o.)

Prototyp: Wenn vorhanden: Wo finden wir Euren ersten Prototypen (www.padlet.com/kollegiumdichterviertel/leitbild)

  • Kompetenzraster in analoger Form (Leitbild - QA-Unterlagen - Leistungskonzept Deutsch (Anhang)
  • Leistungsbogen (Leistungskonzept)

Alternativ: Wie könnte die kleinste nutzbare Version Eurer Lösung aussehen?

Nächste Schritte: Wie testet ihr Eure Annahmen?

  • Im Unterricht mit den Schülerinnen und Schülern
  • Feedback durch Lehrkräfte, SuS, Eltern, pädagogisches Personal

Was ist aus Eurer Sicht der nächste Schritt in Richtung Umsetzung?

  • Kontaktaufnahme zu Programmentwicklern bzw. IT-Fachleuten
  • Aufbau eines Netzwerkes

Was benötigt Ihr für den nächsten Schritt (Ressourcen, Know-How, Budget)?

  • Know-how von Fachleuten
  • finanzielle Unterstützung, evt. von einer Stiftung
  • Vernetzung mit Schulen, die ähnlich denken und arbeiten und Interesse daran haben, diese
    Lernplattform auszuprobieren, zu evaluieren und mit anderen Schulen zu teilen.

Seid ihr als Projektteam selbst an der Umsetzung interessiert? Wenn ja, wer hat welche Rolle in Eurem Team? Uns fehlen sowohl das technische Know-how als auch die finanziellen Mittel, um selbstständig eine digitale Lernplattform zu entwickeln. Wir haben konkrete Ideen und Vorstellungen für die Umsetzung. Wir träumen davon, eine Lernplattform nach unseren Vorstellungen im hybriden Unterricht erproben und umsetzen zu dürfen. Die Schulleitung steuert die Entwicklung im Sinne des schulischen Leitbildes und im Hinblick auf die Aspekte von Schulentwicklung, die Lehrkräfte erproben die Entwicklung. Eltern und Kinder wirken als critical friends und unterstützen durch Feedback die Weiterentwicklung.

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