happyschool - spürbar wertvoll

Unsere Vision Resilienz, Selbstwirksamkeit und eine aktiv-konstruktive Haltung sind die großen Themen unserer Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts. Nur so können wir in dieser pluralistischen, sich ständig wandelnden und digitalen Welt gute Entscheidungen treffen und selbst happy sein. In unserer Schulen wollen wir diese Zukunftskompetenzen in den Schüler*innen, ihren Eltern, den Lehrer*innen und Schulleitungen wachkitzeln. Denn nur, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir gemeinsam die Schule von morgen verändern - nachhaltig und happy! happyschool bietet eine Plattform, die die geballte Kraft aus wissenschaftlich fundierten Studien, Erfahrungsberichten aus der Praxis und Expert*innenwissen vereint und so alle Akteur*innen in Austausch treten lässt. Steig mit ein, lass dich inspirieren, entdecke neue Modelle aus interdisziplinären Bereichen und gestalte so eine Schule von morgen, bei der alle happy sind. Denn nur wer happy ist, kann erfolgreich werden!

Problembeschreibung

Warum haben wir uns für diese Herausforderung entschieden? Obwohl unser Team aus den unterschiedlichsten Bereichen kommt (Unternehmensberatung, Coaches, Trainer*innen, Lehrkräfte,...) begegnet uns die Themen Selbstwirksamkeit und Resilienz sowohl in unserem beruflichen als auch privaten Alltag ständig. Wir haben erkannt, dass eine positive Grundhaltung und psychische Widerstandskraft die Basis für nahezu alle Bereiche des Lebens ist. Wir möchten diese Zukunftskompetenz bei allen(!) Akteur*innen des schulischen Umfelds wachkitzeln, fördern und erkennen lassen, damit unsere Schül*innen die besten Grundvoraussetzungen bekommen, die sie benötigen.

Was ist aus unserer Sicht das größte Problem, das es hier zu lösen gilt? In Deutschland wird bei 62 % der Lehrkräfte ein Risiko für Burnout festgestellt (vgl. statista 2018), Themen, wie Resilienzförderung werden immer noch zu wenig in den Blick genommen; bspw. die mangelhafte Finanzierung des Ausbaus von Schulsozialarbeit bekräftigt dies (vgl. Baier/Heeg 2011), die Kooperation der Akteur*innen an den Schulen ist ausbaufähig: in der Sozialforschung wird immer noch das Leben “in unterschiedlichen Bedeutungswelten” angeprangert (vgl. Meyer/Schmidt 2000). Wer überlastet ist kann keine Kompetenzen (4Ks) ausbauen, Selbstwirksamkeit geht verloren und eine aktiv-kontruktive Haltung ist im Schullalltag kaum noch aufzubringen, geschweige denn zu vermitteln. Die Belastung von Kinder nimmt zu, 50% sind erschöpft und müde (DAK-Präventionsradar), 40% fühlen sich oft oder sehr oft gestresst, Tendenz steigend. Der Fokus in der Bildungsforschung wird zu stark auf Input-Output-Leistungen (vermittelnde Rolle und lernende Rolle) gesetzt und dabei oft vergessen, dass nur ein gemeinsames Lernen und Resilienz sowie eine positive Beziehung bei allen! Beteiligten zu Lernerfolg führt.

Wer ist von der Problemstellung betroffen? Lernerfolg von Schüler*innen hängt immer unmittelbar mit deren Lehrkräften, den Eltern, dem sozialen Umfeld und den Schulleitungen zusammen. Wenn dieser Lernerfolg erzielt werden soll, müssen alle diese Akteur*innen an sich arbeiten, denn ein lebenslanger Lernprozess ist nur dann erfolgreich, wenn Begeisterung, Motivation und die Bereitschaft an sich zu arbeiten gegeben ist. Lehrkräfte die an ihrer Belastungsgrenze arbeiten, können nicht kreativ und situativ flexibel unterrichten und eine Beziehung zu ihren Schüler*innen halten (vgl. Hattie). Kinder, die sich in der Schule nicht wohlfühlen, können ihr Gehirn nicht optimal aktivieren und ihre Potentiale nutzen. Gleiches gilt für Mitarbeitende der Schulen wie auch Eltern. Unternehmen und Hochschulen beklagen zunehmende Unselbständigkeit, mangelnde Begeisterungsfähigkeit und Interesse ihrer Bewerber*innen. Der Wohlfühlfaktor und die aktive Gestaltung von positiven Lernsituationen an Schule bestimmt die Zukunft von sehr vielen Menschen in der Gesellschaft. Ein Leben lang. Lösungsbeschreibung

Was ist unser Lösungsansatz? Wir laden Schulen ein, die happyschool an ihrer Schule umzusetzen: für das Wohlbefinden aller Menschen der Schulgemeinde, für mehr Resilienz, Selbstwirksamkeit und aktiv-konstruktiver Haltung - und letztlich mehr Lernerfolg! Denn nur wer sich wohlfühlt, arbeitet und lernt gehirnfreundlich, nur wer lachen kann, aktiviert sein volles Potential. So stärken wir alle Mitarbeitenden in Schulen, damit sie Kinder stark machen. Für eine starke Zukunft! Dafür bieten wir an: • Hintergrundwissen zu Methoden, Studien und Anwendung im Schulalltag, • Möglichkeit sich mit eigenen Projekten zu einer HAPPY SCHOOL zu entwickeln UND damit Module, die Schüler*innen stärken, Lehrkräfte und Eltern wirksam werden lässt UND ein Zertifikat, dass ein Aushängeschild für die Bemühungen um Wohlbefinden und Resilienz, Selbstwirksamkeit und aktiv-konstruktive Haltung aller! • Beginnend bei kleinen Veränderungen, die mit wenig Aufwand direkt umgesetzt werden können bis hin zum umfassenden Konzept einer neuen Schulkultur. • eine Austausch- und Vernetzungsmöglichkeit für Schulen, Berater*innen und Organisationen, die alle gemeinsam Großartiges freisetzen möchten!

Von welchen Annahmen gehen wir aus? Die Gelingensbedingungen für eine happyschool in den Fokus zu nehmen, bewirkt eine Lösungsfokussierung, eine Konzentration auf Bedingungen für das eigene Wohlbefinden und das der Schüler*innen. Dieser Fokus wirkt reflexiv, empowert und hilft bei der Erfahrung von Selbstwirksamkeit, Impulskontrolle, Motivation und eröffnet damit den Raum für eine aktiv-kontruktive Haltung im Unterricht, in der Schulentwicklung, IM LEBEN. Wer profitiert von der Lösung? Wer nutzt die Lösung? Von der happschool profitieren zunächst Lehrkräfte, weil der Arbeitsalltag so viel leichter wird, Offenheit und die Zufriedenheit steigt und damit auch die Möglichkeit den Schüler*innen zuzuhören. Das spüren als Erstes die Lernenden, die in entspannter Atmosphäre lernen können, Vertrauen in die Lehrpersonen aufbauen können und durch Partizipation ihren eigenen Lernprozess gestalten lernen, sich aktiv und konstruktiv einbringen können. Für Eltern wird die Begleitung ihrer Kinder durch mehr Begeisterung und Wohlbefinden leichter. Die Arbeit aller der Schulgemeinde an den Themen der Resilienz, Selbstwirksamkeit und einer aktiv-konstruktiven Haltung prägt nachhaltig den Lebensweg der Kinder und Jugendlichen. Die Schulgemeinde wird sich wahrnehmbar positiv verändern - und das ist spürbar, sobald man das Schulgebäude oder den digitalen Klassenraum betritt! Damit sind happyschools der neue Lieblingsort.

Welchen Einfluss hat die Lösung auf die aktuelle Situation? Mehr “happiness” für Ihre Schule bedeutet • weniger Schulabbrecher und mehr Erfolg beim Lernen, • bessere Ergebnisse, bessere Chancen in der Heterogenität, • Entlastung für überlastete Lehrkräfte und geringerer Krankenstand, • höhere Arbeitszufriedenheit und weniger Unterrichtsausfall • weniger psychische Erkrankungen und Burnout bei Lehrkräften und Kindern happyschool wirkt damit dem Lehrkräftemangel entgegen, verringert Unterrichtsausfall und beugt Überforderungssituationen vor. happyschool lässt Lehrkräfte zu Vertrauenspersonen werden und stärkt die Schüler*innen, sich selbst mehr zuzutrauen.

Was ist der Wert der langfristigen Lösung? Es entstehen starke Schulen - durch starke Lehrer*innen - für starke Schüler*innen - mit starken Eltern Schule wird wieder, was sie eigentlich sein kann und soll: • ein Ort, zu dem Schüler*innen und Lehrkräfte gerne gehen; • ein Ort, an dem Lehrkräfte, die sich ihren Beruf mal als Berufung ausgesucht hatten, den Funken neu entzünden und wieder voller Begeisterung wirken • ein Ort, der letztlich junge Menschen für die Zukunft positiv prägt

Das ist Teil eines neuen Lehr-Lernverständnisses und Teil der Bewegung für die Schule der Zukunft. Damit individuelle Potentiale entdeckt und gefördert werden und junge Menschen ihre Begeisterungsfähigkeit in die großen zukünftigen Herausforderungen und die neue Arbeitswelt einbringen. Wie bewerten wir die Umsetzbarkeit und Skalierbarkeit der Lösung? Durch die hohe Flexibilität des Ansatzes der happyschool kann jede Schule ihr Zertifikat auf eigene Weise erlangen und eigene Schwerpunkte setzen, egal ob Elite- oder Brennpunktschule. Damit wird einer hohen Divergenz in der Bildungslandschaft Rechnung getragen. Die Belohnung liegt in der Anstrengung selbst: Wer happyschool wird, sorgt implizit für mehr Zufriedenheit und ein persönliches “sich wohl befinden” in der Schule. Und das ist so viel mehr, als sich wohlzufühlen! Durch die kriterien- und itemgestütze Checklisten sind Schulen in ihrem Fortschritt zur happyschool transparent skalierbar. Dieser wird in Umfragen in der Schulgemeinde auf breiter Basis evident ermittelt und holt Schulen dort ab, wo sie gerade stehen. Vernetzung mit anderen Schulen, konkrete Umsetzungsbeispiele und professionelle Begleitung helfen Schulen in selbstbestimmter Schrittgröße auf dem Weg zu mehr Resilienz, Selbstwirksamkeit und einer aktiv-konstruktiven Haltung.

Wie ist der Lösungsansatz entstanden? Beginnend nach einer Kurzvorstellung einer Teilnehmenden entstand rasch die Bildung einer sehr bunten Gruppe. Aus einem wilden kreativen Chaos, mit zahlreichen Inputs, Ideen, Diskussionen und Zoom-Calls von Personen aus den unterschiedlichsten Bereichen (Unternehmensberatung, Coaches, Lehrkräfte, Studierende, Trainer, Expertinnen) haben wir es in nur 5 Tagen geschafft diese großartige Idee zu schöpfen. Wir haben zunächst Probleme diskutiert und nach und nach Modelle aus den verschiedensten Bereichen, in denen wir arbeiten, herangezogen, um unsere Idee zu konkretisieren. Dabei gab es kein vorgefertigtes Konzept - dafür eine Fülle von motivierter Personen, die mit Herzblut die Schule von morgen verändern wollen und ihren Beitrag leisten.

Vorgehen und Fortschritt

Was waren die wichtigsten Meilensteine während der Hackathon Woche? Startschuss am Montagfrüh begann für alle die Suche nach einem Team. Auf die Vorstellung einer Teilnehmenden entspann sich aus mehreren Menschen ein Chat, der mit der Frage endete, ein Team zu gründen. Wir trafen uns via Zoom und begannen eine Fragestellung herauszuarbeiten. Mithilfe eines Conceptboards sammelten wir Gedanken, clusterten und überlegten einen Fokus (vgl. Arbeitsphase1.jpg). Am Dienstag übertrugen wir das Brainstorming auf ein neues Board, holten Expert*innen und Coaches hinzu, um das Board zu erweitern. Der Channel wuchs auf 33 Mitglieder an und das Conceptboard musst auf die Pro-Version gezogen werden, damit alle Einträge Platz haben. Am Dienstagabend waren drei Cluster entstanden und die Überlegung, ob man drei Untergruppen bilden sollte, wurde auf den Mittwochmorgen vertag (siehe Arbeitsphase2.jpg). Dann morgens die Entscheidung: wir arbeiten alle an einer Idee und Umsetzung an der Zertifizierung der HappySchool/Resiliente Schule. Die Sammlung am Donnerstagmorgen auf dem dritten Board lief etwas schleppend an und so langsam schwand die Zeit. Wir waren 8 aktive in dem großen Channel. Am Montagmorgen stand ein Call mit einer Expertin zum Thema Schulpreis/Zertifikate an. Sehr inspirierend und wir wussten, dass wir auf einem guten Weg sind. Dann war die Entscheidung schnell gefallen. Es wird eine umfassende Plattform zum Thema Resilienz und Selbstwirksamkeit an Schule geben und die Möglichkeit sich zertifizieren zu lassen. Organsiert über Slack und koordiniert von unserer Teamkapitänin nahm sich jede einfach die Themen raus, die sie gut bearbeiten konnte. So wurde plötzlich an einem Dokument zur Beantwortung der Fragen kollaborativ gearbeitet, gleichzeitig gab es nächtliche Impulse zur Aufgleisung des Videos, dass dann am Freitag nach einem längeren Zoomcall umgesetzt wurde. Die restliche Kommunikation lief über Slack und google-Dokumente, so dass alle immer zu der Zeit arbeiten konnten, die passend neben Job, Schule, Kindern war. Ein Dokument sammelte Content für den Prototypen, von dem wir am Donnerstag noch gar nicht wussten, ob wir noch dazukommen. Auch hier ergab sich ein kollaboratives Schwarmarbeiten 😊 und schwupp stand am Freitag auch noch ein Logo und ein Klick-Dummie als Prototyp. Nur ein Video-Problem tauchte um 17.30 Uhr auf und die Teamkapitänin fuchste sich mal eben schnell in movavi ein, damit das letzte der Videosequenzen noch eingebaut werden konnte, wenn auch nicht ganz aufgehübscht, aber unsere Lehrerin war nun auch zu sehen. Es waren großartige Schritte in dieser Woche, in der alle Teilnehmenden über sich hinausgewachsen sind.

Prototyp

Wenn vorhanden: wo finden wir den ersten Prototypen (Link)?

link

Wie könnte die kleinste nutzbare Version der Lösung aussehen? • Interviews/Podcasts mit Schulen, die in Bereichen schon aktiv sind und ihre Erfahrungen sammeln und eine Podcastreihe zu HappySchools machen • Plattform mit Wissensdatenbank • Siegelvergabe

Nächste Schritte

Wie testen wir unsere Annahmen? • Messung der Zufriedenheit und Umsetzung in unterschiedlichen Abständen hier wird die gesamte Schulgemeinschaft zur aktuellen Zufriedenheit befragt mit dem Fokus auf Fortschritt und Weiterentwicklung • Veränderungsprozesse nehmen zu • Schulentwicklungsprojekte (partizipative) werden von verschiedenen Seiten angestoßen, der Blick auf die Möglichkeiten gestaltend tätig zu werden nimmt zu • Positive Wahrnehmung der Eltern (Eltern nehmen Lehrkräfte als kompetent und aktiv-gestaltend wahr, fühlen sich als aktiver Teil der Schulgemeinschaft) • Aufbau eines Netzwerkes, um Synergieeffekte und gegenseitige Motivation zu schaffen

Was benötigen wir für den nächsten Schritt (Ressourcen, KnowHow, Budget)? • Erstellung und Gestaltung der Inhalte o Zertifikatsdurchgang planen und sichtbar machen o Programme, Institutionen, Organisationen, Beratungen identifizieren, die auf der Plattform gelistet werden o Tools und Methoden so aufbereiten, dass sie für Schulen passend, nachvollziehbar und anwendbar sind • Plattformaufbau, Businessplanerstellung • Arbeitsform und -fluss des Projektteams • Checklisten

Was sind die nächsten Schritte zur Umsetzung? • Businessplan erstellen • Plattform ausbauen • Schulen gewinnen • mit Schulen gemeinsam den ersten Zertifikatsdurchgang planen und durchführen • Unterstützungsnetzwerk aufbauen, auch in der technischen Umsetzung • für die Pilotphase Fördergelder einwerben und starke Partner finden • mediale Aufmerksamkeit

Sind wir als Projektteam selbst an der Umsetzung interessiert? Wenn ja, welche Rollen hat wer im Team? • Tina Simon (Netzwerk-Expertin und Organisations-Expertin) • Juliane Hiller (Lehrerin, Schul-Expertin) • Andrea Sahler (Glücks-Expertin) • Lena Baumgarten (Kids-Expertin) • Kati Ahl (Mutmacherin und Stärkenfinderin) • Anja Lücke (Resilienz-Expertin)

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