Herausforderung: Ausbleiben der Versorgung von Wohnungslosen
Die aktuelle Situation aufgrund des Corona-Virus trifft uns alle, trotzdem rücken die Menschen in der Nachbarschaft näher zusammen und helfen einander. Wohnungslose werden dabei nicht priorisiert. Mit gravierenden Auswirkungen, denn schon vor der Beginn der Krise, waren diese auf Hilfe und Unterstützung der Öffentlichkeit angewiesen. Öffentliche Räume müssen schließen, Beratungsstellen sämtlicher Art sind nur noch eingeschränkt nutzbar. Angebote, die das Überleben von wohnungslosen Mitmenschen sichern. Hinzu kommt, dass Betteln auch nicht mehr möglich ist, wenn niemand mehr auf die Straße geht und Kontakt gemieden wird, um eine Ansteckung zu verhindern. Wie kann die Versorgung mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln unbürokratisch bewerkstelligt werden, ohne auf öffentliche Strukturen angewiesen zu sein?
Lösung: Wilde-Gabe-Netzwerk
Unsere Überzeugung ist: Gemeinsam sind wir Viele! Deshalb das Wilde-Gabe-Netzwerk! Wir möchten Menschen miteinander vernetzen und eine Plattform für Informationen- und Erfahrungs-Austausch alternativer Lebensmittel- und Hygiene-Versorgung für Wohnungslose in Deutschland schaffen.
Im Fokus: Gabenzäune und Gabenbeutel, eine einfache Möglichkeit für Jede*n unmittelbar zu helfen.
Wie Wir gearbeitet haben:
Organisatorisch:
- laufende Kommunikation über Slack
- regelmäßige Video-Gespräche zur Absprache, Aufgabenverteilung und Evaluation über Jitsi
- Nutzung von Meistertask zur Aufgabenverteilung
Inhaltlich:
- Brainstormen der Idee
- Hintergrundrecherche
- Wie wirkt sich die Corona-Krise auf Wohnungslose konkret aus?
- Was gibt es schon? Was fehlt?
- Wie können Wir bestehende Strukturen unterstützen?
- Wie ist der rechtliche Rahmen?
- Welche Sachen sind als Spenden sinnvoll?
- Gespräche mit Aktivist*innen
- Erstellen einer Informationssammlung
- Diskutieren der Umsetzbarkeit
- Umsetzung mit einem Wordpress
Diesen Herausforderungen haben Wir uns gestellt:
- ohne direkten Kontakt miteinander ein Projekt zu stemmen
- 5 sehr unterschiedliche Leute zu koordinieren und die Kooperationsbereitschaft beizubehalten
- uns auf eine Idee zu einigen
- Gesprächspartner*innen finden
- Unsicherheit überwinden, ob unsere Ideen praktikabel und hilfreich sind
- uns zunächst einen ganzen Tag nur der Recherche widmen, denn Niemand von uns ist bisher regelmäßig in der Hilfe für Obdachlose involviert
- viel lernen
Was wir erreicht haben:
In weniger als 48 Stunden haben wir uns umfassend informiert, Artikel gelesen, Aktive angerufen und angeschrieben, Text konzipiert und diskutiert und schließlich eine Webseite entwickelt und online gestellt. Dort informieren wir (zukünftige) Helfende, wo Ihr Engagement am Meisten bewirkt, um Wohnungslose unbürokratisch mit Ressourcen zu versorgen. Außerdem können sich über die Webseite Aktivist*innen miteinander in Verbindung setzen. Uns war es besonders wichtig, bereits bestehende Strukturen mit einzubinden und zu poolen. Die Seite beinhaltet:
- eine Erklärung zu Gabenzäunen
- Tipps und Hinweise zur Zusammenstellung von Gabenbeuteln
- Zusammenstellung rechtlicher Hinweise
- viele Inhalte kommen noch
Wir haben zudem einen zuverlässigen Hoster (Raidboxes) in Deutschland gefunden, der die Seite sicher betreibt und sind in Austausch über eventuelles Sponsoring/Rabattierte Tarife. Wir haben unter Zeitdruck ein YouTube-Video konzipiert, getextet und von einem professionellen Sprecher aufnehmen lassen. Um weitere Aufmerksamkeit zu erreichen, haben wir einen Instagram-Kanal und Hashtags konzipiert.
Wie es weitergeht:
- Ausgestaltung der Karte bestehender Gabenzäune und Hotspots
- Aktive Initiativen, Organisationen und Netzwerke zusammentragen
- Kooperationspartner*innen finden
- z.B. einen Supermarkt, der gebrandete Tüten zur Verfügung stellen
- Öffentlichkeitsarbeit
- Austausch mit anderen, ähnlichen Initiativen aus dem Hackathon
- Diskussion und Auswertung unserer Seite mit Aktivist*innen (z.B. vom Berliner Gabenzaun).
- Evaluation unserer Projektarbeit zur Verbesserung unserer Zusammenarbeit bei der weiteren Gestaltung des Projektes


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