“Let´s talk about Sex(ismus)“ - Sexismus und die Folgen für Frauen, Männer und den gesellschaftlichen Zusammenhalt
Worum geht es?
Sexismus drückt sich nicht nur in der Herabsetzung und Diskriminierung von Frauen aus, sondern auch in der Geringschätzung von Themen, Bereichen und Berufen, die traditionell eher Frauen zugeschrieben werden.
Der Geschlechterhierarchie entspricht eine Wertehierarchie, in der vermeintlich „weibliche“ Qualitäten gegenüber „männlichen“ nach wie vor geringer bewertet werden oder sogar negativ konnotiert sind (Verstand versus Emotion, Geist versus Körper, Kultur versus Natur, etc.).
Damit aber schadet Sexismus Männern und Frauen gleichermaßen; geschlechterspezifische Zuschreibungen schränken individuelle Handlungsspielräume ein; etwa, wenn Männer sich nicht „zu weiblich“ zeigen dürfen. Das hat auch Folgen für die Gesellschaft insgesamt. Das Potenzial, das Frauen in traditionellen Männer- und Männer in traditionellen Frauenberufen entfalten könnten, bleibt ungenutzt; Tätigkeiten, die „weiche“ Qualitäten erfordern, wie Erziehungs- und Pflegeberufe werden schlecht bezahlt oder haben ein geringes Prestige (z.B. LehrerInnen), obwohl gerade diese Berufe systemrelevant sind und unsere Gesellschaft ohne sie nicht auskommt.
Was haben wir vor?
Mit femaleSPACES wollen wir einen Schritt weiter gehen und im Rahmen einer öffentlichkeitswirksamen Gesprächsreihe nach zwei Dingen fragen: Erstens nach den Folgen von Sexismus für Frauen, Männer und den gesellschaftlichen Zusammenhalt, und zweitens nach den positiven Auswirkungen von Best Practices, also danach, wie kleinere und größere Strukturen (Arbeitsteams, Institutionen bis hin zur Gesellschaft insgesamt) überall da profitieren, wo Sexismus überwunden ist.
Diesem Ansatz liegt die Überlegung zugrunde, dass die konkreten Folgen von Sexismus für Frauen, Männer und den gesellschaftlichen Zusammenhalt sichtbar werden müssen, um auf die Notwendigkeit – und den Benefit – von dessen Überwindung aufmerksam zu machen. Da, wo Sexismus sich auf Berufswahl und Karriereentscheidungen, die seelische Gesundheit einzelner, aber auch die Funktionalität oder Dysfunktionalität von Teams auswirkt, erzeugt er, wie andere Fehlfunktionen gesellschaftlicher Kommunikation, gesellschaftliche Nachteile in Form von Kosten, die bisher kaum sichtbar sind. Das Projekt soll einen Anstoß dazu geben, diese Kosten sichtbar zu machen und darüber hinaus untersuchen, auf welche Weise jeder einzelne sowie unsere Gesellschaft als Ganzes profitieren kann, wenn wir uns als Menschen jenseits sexistisch geprägter, rollenstereotyper Bewertungsmuster begegnen.
Auf dem Weg zu echter, gleichberechtigter Teilhabe sind öffentliche Debatten ein wichtiger Schritt. In den Veranstaltungen, die die negativen Folgen von Sexismus und die positiven Benefits von Best Practices in den Fokus rücken, entsteht eine Basis, auf der Ideen und Vorschläge entwickelt werden können, wie sich Sexismus in Teams, größeren Strukturen usw. überwinden lässt und damit WEiblichkeit mehr Raum bekommt
Was wir uns wünschen?
Zur Umsetzung suchen wir Partner, für die inhaltliche und finanzielle Unterstützung, wir suchen auch Orte, Räume für die durchführung dieser Veranstaltungen, die dieser Thematik einen guten Rahmen geben.
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