Problembeschreibung:

Warum habt Ihr Euch für diese Herausforderung entschieden?

Wir sind überzeugt, dass in der Zusammenarbeit von Eltern, Schülern und Lehrern viel Potenzial schlummert. Lasst uns den Schatz heben!

Was ist aus Eurer Sicht das größte Problem, das es hier zu lösen gibt?

Angenommen, 10% der Eltern sind an einer Mitarbeit interessiert und 10% der Lehrer suchen Unterstützung - so ist die Chance, dass eben diese im täglichen Leben aufeinander treffen leider überschaubar. An genau diesem Punkt setzen wir an: lasst uns die die Menschen zusammenbringen, die das Angebot und die Nachfrage darstellen und den Schülern so weitere werthaltige Einblicke und Erfahrungen verschaffen!

Wer ist von dieser Problemstellung betroffen?

In Interviews zu Beginn unseres Elternschatz-Projektes wurde schnell klar, dass beidseitiger Frust den Alltag vieler Schulen beherrscht: Engagierte Eltern, die sich mit Know How, Ideen oder einfach nur Zeit und Unterstützung einbringen möchten, fühlen sich oft nicht gefragt oder konnten sogar von Zurückweisung durch Lehrer berichten. Auf der anderen Seite berichteten Lehrer, dass es ihnen an engagierten Eltern schon für die einfachsten Themen bei Arbeitseinsätzen bspw. auf einem Schulfest fehlt, ganz zu schweigen von intensiverer Mitarbeit in Arbeitsgemeinschaften (AGs) und Projekten. Schüler wiederum, die sich engagieren und Neues abseits ihres bisherigen Horizontes lernen wollen, fühlen sich oft von Lehrern und Schule in ihrem Engagement allein gelassen und können von einem erweiterten Kreis möglicher Helfer sehr profitieren.

Lösungsbeschreibung:

Was ist Euer Lösungsansatz?

Elternschatz ist eine Plattform, auf der Nachfrage und Angebot zusammengebracht werden: Auf der einen Seite - Nachfrage - können Lehrer und Schüler Projektideen oder konkrete Hilfegesuche mit kurzen Beschreibungen einstellen. Auf der anderen Seite - Angebot - werden registrierte Eltern über Anfragen informiert und können den Umfang und Art der Unterstützung direkt mit der Anfrage verknüpfen. Und noch mehr: sie können sich über ihr Profil auch mit proaktiven Angeboten und Ideen einbringen. So kann vom Backen für einen Kuchenbasar, über fachliche und ressourcengesteuerte Unterstützung von kleinen und großen Projekten (Schulgarten, CO2 neutrale Schule, Erarbeitung eines Konzepts für den Frei-Day) bis hin zur Planung von Ausflügen und Vorträgen zur Berufsorientierung alles dabei sein. Sogar eine Kooperation mit externen Firmen (z.B. durch Kontakt über die Eltern) ist denkbar!

Von welchen Annahmen geht Ihr bei Eurem Lösungsansatz aus?

Konkrete Annahmen betreffen

  • die Bereitschaft von Schulen, diese Art der Unterstützung in ihren Alltag zu integrieren
  • die Bereitschaft von Eltern, sich mit persönlichen Kontaktdaten zu registrieren
  • die Bereitschaft von Lehrern und Schülern, um Unterstützung zu bitten
  • die Bereitschaft von Eltern, ihre Unterstützung verlässlich zuzusagen
  • die Bereitschaft der Schule, die Kommunikation zu führen, die den Elternschatz zum Leben erweckt und lebendig hält
  • die digitale Affinität der Eltern, Lehrer und Schüler
  • ein geringes finanzielles Budget zur Einführung der App

Wer profitiert von dieser Lösung? Wer nutzt diese Lösung?

  1. Engagierte Eltern, die sich gern involvieren möchten, können nach ihren Interessen und Möglichkeiten klar umrissene Unterstützung anbieten. Dies kommt zum Beispiel jenen Eltern entgegen,
  2. die sich nicht aufdrängen möchten,
  3. die ihre Fähigkeiten oder Hilfe bisher nicht als relevant eingeschätzt haben oder auch
  4. jenen, die einfach nichts von der Notwendigkeit der Unterstützung wussten.
  5. Engagierte Lehrer, die Ideen für Projekte oder Inhalte haben, die aus eigenen Mitteln kaum umsetzbar sind, können auf einen breiten Erfahrungs- und Ressourcenschatz der Eltern zugreifen. Nicht nur persönlich bekannte Eltern von Schülern der eigenen Klasse, sondern auch Eltern des erweiterten Umfelds bis hin zu Ehemaligen können themenspezifisch angefragt werden.
  6. Engagierten Schülern bietet sich die Möglichkeit, über den üblichen - bisher meist auf die Lehrerschaft begrenzten - Personenkreis hinaus Unterstützer / Motivatoren und Mentoren zu finden, die außerschulische Erfahrung, Equipment oder auch einfach Mitarbeit an Projekten oder AGs einbringen.

Diesen drei Gruppen der engagierten Eltern, Schüler und Lehrer wird eine zentrale Plattform für Angebot und Nachfrage von Unterstützung zu Gute kommen. Diese sind die hauptsächlichen Nutzer der Plattform, wobei die Plattform auch bei der konkreten Umsetzung für Transparenz sorgt. '''So können weitere Nutzer aus dem Bereich der Schule als Konsumenten gewonnen werden, die vielleicht aber keine eigenen Projekte einstellen.'''

Welchen Einfluss hat Eure Lösung auf die aktuelle Situation?

Was hat sich in den letzten Jahren getan? Die Digitalisierung des täglichen Lebens verändert die Gesellschaft, Berufsbilder, Familienleben und natürlich auch Schulen in ihrem Alltag rasant. Der Ganztagsunterricht wurde stark ausgebaut, mittlerweile sind in vielen Familien beide Elternteile berufstätig, das Vorhandensein digitaler Geräte, Kommunikation über viele Kanäle und auch Netzzugang ist in breiten Schichten selbstverständlich.

Auch die Veränderungen in jüngster Zeit sind stark spürbar:

  • Die Corona-bedingte Anforderung an Schulen und Lehrer, mit der neuen Situation zurechtzukommen, hat viel Ideenreichtum und Offenheit für spontane Lösungen und neue Lösungswege zu Tage gebracht. Eltern waren durch das Lernen zu Hause oft deutlich stärker involviert in schulische Fragen als bisher und ihr Einsatz gefordert. Bei Schulträgern und der Polititk hat sich das Bewusstsein für die Notwendigkeit neuer digitaler Lösungen verstärkt.
  • Zusätzlich zur Coronakrise ist durch die verschärfte Klimadebatte die Jugend politisch lauter und engagierter geworden, Themen wie eine CO-2 neutrale Schule werden häufig von der Schülerschaft selbst angestoßen, die Mitstreiter suchen.

Der Zeitpunkt ist optimal, in dieser Phase des sich Neuerfindens auch das Thema der Elternarbeit auf eine neue Stufe zu stellen und durch eine transparente Plattform effizient zu gestalten!

Was ist der langfristige Wert Eurer Lösung?

Unsere Vision ist eine Bereicherung des Schüler-Lebens durch Einbeziehung von Eltern, die als selbstverständlich gelebt wird. Dies schafft

  • Motivation für Lehrer und Schüler, Ideen nachzugehen und weiterzudenken
  • eine gute soziale Basis im Schulleben mit gemeinsamen "Erleben"
  • externe und frische Impulse von außen durch Integration von beruflichem Know-How oder Netzwerken
  • eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit der Umsetzung von spontanen, noch auszuformulierenden Ideen durch die frühe Möglichkeit von Rückmeldungen

Elternschatz ist eine wichtige neue Kommunikationsplattform an teilnehmenden Schulen, der Schwung in die Umsetzung von neuen Ansätzen fördert. Mittelfristig jedoch kommt ein inhaltlicher Mehrwert in den Fokus: eine Bestpractice-Datenbank, Erfahrungsberichte und die Möglichkeit, die passenden Kontaktpersonen direkt auf ihre Erfahrungen hin anzusprechen verändern Rahmenbedingungen für Projekte und Ideen nachhaltig. Elternschatz schafft eine neue Dimension der natürlichen Verknüpfung der Lebenswelten von Schülern in der Schule, zu Hause und im späteren Berufsleben. So können auch Schulen mit vielleicht schwierigeren Rahmenbedingungen vereinfacht aktuelle Themen angehen.

Wie bewertet Ihr selbst die Umsetzbarkeit und Skalierbarkeit Eurer Lösung?

Die technische Umsetzung besticht durch ihre Einfachheit: viele Inhalte der Elternschatz-App werden durch die Akteure selbst eingebracht. Nach der Registrierung der Beteiligten lebt die Plattform durch die dort eingestellten Projekte und Ideen, die das Schulleben hervorbringt. Hier besteht die Möglichkeit die Website/App schulübergreifend, überregional oder sogar landesweit zu nutzen. Die technische Skalierbarkeit ist wiederum sehr flexibel, da die Menge der erzeugten Daten bzgl. Platz- oder Performanceanforderungen überschaubar ist. Zukünftig können weitere Features wie eine Ideendatenbank der Eltern, Projektvorlagen, Links zu verschiedenen Coaching-Angeboten (z.B. Präsentationstechniken für Eltern bei der Vorstellung ihrer Berufe), ein Projektmanagementframework, Veranstaltungskalender und eine Wissensdatenbank integriert werden. Die Vernetzung mit anderen Projektteams dieses Hackathons und ein Benchmarking wird weiteren fruchtbaren Input liefern.

Die größere Herausforderung ist die Notwendigkeit einer initialen und später andauernden Kommunikation, um die Projektliste und somit den Elternschatz zum Leben zu erwecken. Das bedeutet einmal das Bekanntmachen der App für die Schulen, die Kommunikation an den Schulen selbst zur Bekanntmachung bei Eltern, Lehrern, Schülern und Vorreitern, die sie nutzen.

Zunächst wird Elternschatz eher als Kommunikationsplattform wahrgenommen werden, mit der sich füllenden Datenbank von Erfahrungen und Best Practice Beispielen werden immer mehr Schulen angesprochen.

Vorgehen und Fortschritt:

Wie ist der Lösungsansatz entstanden?

Wir haben initial Interviews mit Lehrern, Eltern und Schülern durchgeführt. Bei Eltern und Lehrern hat sich schnell der beidseitig vorhandene Frust ("Würde mich gern engagieren" versus "Keiner engagiert sich") herauskristallisiert, während in Schülerinterviews insbesondere höherer Jahrgangsstufen erschreckend oft geantwortet wurde, dass sie sich nicht an Elternengagement erinnern können, sich dieses aber gewünscht hätten. Daraus entwickelte sich die Idee, genau diese Lücke zu schließen und engagierte Personen auf Schul- und Elternseite zusammenzubringen. Dieses soll dann auch für Schüler inspirierend sein, Unterstützung anzufragen.

Was waren die wichtigsten Meilensteine während der Hackathon Woche?

  1. Nach der relativ zügigen Teambildung bis zum Montagmittag von 10 völlig vorher miteinander unbekannten Personen war der erste Punkt ein Meeting mit einem Coach für Design-Thinking-Methoden. Basierend auf diesem Meeting wurden 3 Interview-Templates für Eltern, Lehrer und Schüler erstellt und über verschiedene Kanäle (privates Umfeld, Teilnehmer des Hackathons) verteilt.

  2. Am Dienstag wurden die ersten Ergebnisse der Umfragen zusammengetragen, Kundenprofile für Eltern, Lehrer und Schüler erstellt und daraus die Value Maps angelegt. Zur Verdeutlichung der Idee wurden zusätzlich verschiedene User stories generiert, die als Basis für den späteren Wireframe Prototypen dienten.

  3. Es erfolgte ein Brainstorming zum Logo der Website und zu Gestaltungsmöglichkeiten des Pitch-Videos. Außerdem folgte die Erstellung des ersten Wireframe-Prototypen mit Hilfe der Marvelapp. Auch die Website wurde erstellt und es wurde begonnen diese mit Inhalt (Blogeinträge, Vorstellung der Idee) zu füllen.

  4. Beim abschließenden Sprint wurde in effektiver Aufgabenteilung das finale Design der Website, die Erstellung von Bewerbungstext und -video, die Erstellung der Webinhalte und der Prototyp der "Elternschatz"-App über das MarvelApp-Tool parallel durchgeführt.

Es wurde auf keiner bestehenden Lösung aufgebaut.

Prototyp:

Wenn vorhanden: Wo finden wir Euren ersten Prototypen (Link)?

www.elternschatz.de

ist unsere Website. Dort befinden sich Infos, Erfahrungsberichte, die Downloadmöglichkeit der App (aktuell als Marvel-Prototyp) und vieles mehr. Schau einfach rein!

**Wenn vorhanden: Wo finden wir den Code zu Eurer ersten Lösung (Link)? Alternativ: Wie könnte die kleinste nutzbare Version Eurer Lösung aussehen? Der Link zu der Prototypversion der App ist https://marvelapp.com/11jgefg4/screen/70172522.

Nächste Schritte:

Wie testet ihr Eure Annahmen? Wir prüfen mit Pilotschulen (z.B. Frei-Day Schulen) verschiedener Schulformen und verschiedenen lokalen Gegebenheiten die Akzeptanz, die notwendige Kommunikationsstrategie zur Belebung, als auch die Benutzerfreundlichkeit der Applikation mit ausgewählten Nutzern.

Was ist aus Eurer Sicht der nächste Schritt in Richtung Umsetzung?

  • Programmierung und Testen der App
  • Pilotschulen finden
  • Website weiterentwickeln
  • Werbung für Elternschatz über verschiedene Medien (Social Media, Vorträge vor Bundes- und Landeselternvertretungen, persönliche Gespräche mit Schulträger, Schulleitung und Lehrern)

Was benötigt Ihr für den nächsten Schritt (Ressourcen, Know-How, Budget)?

  • personelle Ressourcen: App-Entwickler, Marketingexperte, Experte für Schulorganisation
  • finanzielle Ressourcen: für professionelle Erstellung der App, Corporate Design (ggf. eingetragene Marke & Produktmuster), Marketing/Werbung

Seid ihr als Projektteam selbst an der Umsetzung interessiert? Wenn ja, wer hat welche Rolle in Eurem Team? Unbedingt ist das komplette Team an der Umsetzung interessiert! Schließlich möchten wir, dass auch unsere Kinder/Schüler bereits in naher Zukunft davon profitieren können!
Antonia => Websitegestaltung, Ideengeberin
Beate => Fragebögenerstellung und - Auswertung, App-Konzept, Ideengeberin
Heiko => Youtube-Channel, Ideengeber
Lara => fachlicher Input als Sozial- und Erlebnispädagogin
Linda => Blogbeiträge, Ideengeberin
Martina => Corporate Design, Gestaltung, Ideengeberin
Marc => fachliche Unterstützung, Meinung und Ideen als Lehrer, Lehrernetzwerk
Nicole => Gruppenmanagement, Ideengeberin
Rita => Blogbeiträge, Ideengeberin
Tobias => Initiator, Ideengeber, Kontakt zu "Schule im Aufbruch" und "Frei Day", Networking

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