Problembeschreibung: Warum habt Ihr Euch für diese Herausforderung entschieden? Kommunikation als Grundstein gut funktionierender Elternarbeit basiert auf Transparenz. Die Kommunikation ist jedoch an diverse Hürden im Alltag gekoppelt. Wo Sprache und Schrift unverständlich oder missverständlich sind, Informationen nicht den Empfänger finden, weil technische oder digitale Voraussetzungen nicht gegeben oder unzureichend vorhanden sind, bleiben Fragen und entstehen Differenzen und Barrieren. Wir wollen allen unabhängig von der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität den gleichen Zugang zu Informationen ermöglichen. Eine gute Kommunikation zwischen Eltern und Lehrkräften ist nämlich möglich.

Was ist aus Eurer Sicht das größte Problem, das es hier zu lösen gibt? In der Kommunikation zwischen Elternhaus und Schule gibt es verschiedene Hürden (Sprache, technische Ausstattung etc.). Einige digitale Tools helfen diese Hürden zu überwinden. Doch die große Anzahl dieser Tools stellt ein neues Problem dar - was hilft an unserer Schule bei unserem konkreten Problem? Wir wollen niemanden vergessen, sondern wahrhaftige Barrierefreiheit und Chancengleichheit ermöglichen.

Wer ist von dieser Problemstellung betroffen? Die meisten Eltern und Lehrer. Eine eigens entworfene und durchgeführte Umfrage (siehe Anhang) mit über 500 Teilnehmern ergab, dass nur 7,9% der Befragten sehr zufrieden mit der Lehrer - Eltern - Kommunikation sind. 47% sind unzufrieden und würden sich Verbesserungen wünschen. Offensichtlich haben die meisten das passende Tool noch nicht gefunden.

Lösungsbeschreibung: Was ist Euer Lösungsansatz? Ein kostenloses Vergleichs- und Bewertungsportal der bestehenden Offline- und Online-Anwendungen von Lehrern und Eltern für Lehrer und Eltern.

Von welchen Annahmen geht Ihr bei Eurem Lösungsansatz aus? Dass nicht alle Eltern und Lehrer die bisherigen Angebote auf dem Markt kennen und auch gar nicht die verfügbaren Ressourcen haben auszuprobieren, welche Lösung für sie und die gesamte Klasse am besten ist.

Wer profitiert von dieser Lösung? Wer nutzt diese Lösung? Alle, die auf der Suche nach einer digitalen Lösung der Eltern - Lehrer- Kommunikation sind oder Offline-Beispiele zum Adaptieren aus der direkten Kommunikation (z.B. Mentoring-Programme) suchen.

Welchen Einfluss hat Eure Lösung auf die aktuelle Situation? Unsere Lösung lenkt die Aufmerksamkeit der Eltern und Lehrkräfte auf Kommunikationslösungen, um so eine bessere Kommunikation sicherzustellen. ELeVaTool bietet eine einfache, technische Lösung mit einem großen Effekt für Eltern und Lehrkräfte.

Was ist der langfristige Wert Eurer Lösung? Nichts ist schlimmer als ein Portal, dass nicht up to date ist und keiner nutzt. Deswegen setzen wir auf kontinuierliche Aktualisierung und ein nachhaltiges Marketingkonzept, damit zum Start in das Schuljahr 2020/2021 Eltern und Lehrer einen guten für alle befriedigenden Kommunikationskanal finden.

Wie bewertet Ihr selbst die Umsetzbarkeit und Skalierbarkeit Eurer Lösung? Wir sind Überzeugungstäter! Klar wissen wir, dass wir nicht die Einzigen sind, die so eine Lösung in Betracht ziehen. Doch keine hat uns überzeugt. Denn unsere Lösung unterscheidet sich durch die Implementierung eines Redaktions- und Bewertungssystem und durch persönliche Kommunikationstipps und -tricks von anderen Nutzern, die ihre Erfahrungen teilen wollen. Daher lautet unsere Devise: sollte, hätte, könnte, würde, machen!

Vorgehen und Fortschritt: Wie ist der Lösungsansatz entstanden? Durch eigene Erfahrungen wie diese: Familien mit Migrationshintergrund und fehlenden oder nur basal angelegten Deutschkenntnissen, Eltern mit Handicaps, bildungsferne Elternhäuser, technisch nicht versierte oder schlecht ausgerüstete Mütter oder Väter - alle benötigen individuelle und differenzierte Informationswege. Dem gegenüber stehen Lehrkräfte mit der enormen Herausforderung und dem Wunsch, alle genau da abzuholen, wo sie stehen - Schüler und Eltern. Doch dies bedeutet enormen Kraft und Zeitaufwand und manchmal auch unkonventionelle und kreative Ideen und Lösungsansätze. Elterngespräche mit dem Google-Translator, Dolmetscher bei Klassenkonferenzen, Hausaufgabenhilfe übers Telefon oder Ähnliches.

Was waren die wichtigsten Meilensteine während der Hackathon Woche? Zu erkennen, wer für die Sache brennt. Als Team findet man dann schon den richtigen Weg: Brainstorming, Idee, Konzept, Umfrage, Storyboard, Film. Und das mit ganz viel Diversität und einem großen Wir-Gefühl!

Wenn Ihr auf einer bestehenden Lösung aufgebaut habt: bitte beschreibt den Status am Anfang des Hackathons, so dass wir den Fortschritt während der Woche angemessen beurteilen können. Wir haben uns erst auf dem Hackathon gefunden und die Idee während eines Brainstormings gemeinsam erarbeitet.

Prototyp: Wenn vorhanden: Wo finden wir Euren ersten Prototypen (Link)? tbc Wenn vorhanden: Wo finden wir den Code zu Eurer ersten Lösung (Link)? tbc Alternativ: Wie könnte die kleinste nutzbare Version Eurer Lösung aussehen? Eine Website mit einem Content-Management-System.

Nächste Schritte: Wie testet ihr Eure Annahmen? Unsere Umfrage (siehe Anhang) lieferte wichtigen Input. Sie ergab, dass nur 41% eine schulspezifische technische Lösungen (Schulplattform, Apps, spezielle Messenger etc.) nutzen. Davon sind nur 60% mit dieser Lösung zufrieden. Hier ist also Verbesserungspotential sichtbar.

Was ist aus Eurer Sicht der nächste Schritt in Richtung Umsetzung? Die technische Umsetzung unserer Idee. Das Design und die Programmierung des Portals. Inklusive Sicherstellung der Qualität. Die Kategorisierung und Beurteilung der Angebote sollte überwacht werden.

Was benötigt Ihr für den nächsten Schritt (Ressourcen, Know-How, Budget)? Noch eine Woche Hackathon? Vielleicht. Aber dann mit Hilfe von Designern, Programmierern und Datenbank-Experten.

Seid ihr als Projektteam selbst an der Umsetzung interessiert? Wenn ja, wer hat welche Rolle in Eurem Team? Die Idee auf ein professionelles Level zu heben ist unser Ansinnen. Mit Unterstützung als Berater und bei der Evaluation wären wir dabei!

Das Team: Veronika Haug: Agile Master mit drei Kindern und großem Gerechtigkeitswunsch oder wie meine Oma meinte “halt ne physikalische Mama”, ich träume von einer Schule, in der jedes Kind seinen individuellen Weg gehen kann und dabei die nötige Unterstützung bekommt. Mit ELeVaTool wollen wir dazu beitragen!

Beatrice Pasch: Produktmanagerin in der IT Branche, Mutter von zwei Teenagern, seit diesem Jahr Hackathon Fan: Das wirklich tolle Ideen in kurzer Zeit entstehen können, habe ich bei CAREhacktCORONA vor ein paar Wochen erstmalig erlebt und wollte daher unbedingt auch bei #wirfürschule dabei sein, um die sozial gerechte Schule von morgen mitzugestalten.

Sandra Seiffart: Zweifache Mutter mit dem schönsten Beruf der Welt - Lehrerin. Ich arbeite seit über zehn Jahren als Klassen- und Fachlehrerin in einer Förderschule mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung und probiere schon genauso lange alle Eltern und Kinder da abzuholen, wo sie stehen. Funktionierende Kooperation entsteht durch funktionierende Kommunikation - und die Hürden im Alltag sind zu meistern, noch mit viel Kreativität, kostenden Nerven, Hartnäckigkeit und Zeitaufwand - doch es würde sicherlich auch einfacher gehen.

Friederike Zempel: Hamburger Deern mit PR-Expertise. Seit - wie viele Wochen sind es jetzt schon? - mit dem Beibringen von Buchstaben und Co. beschäftigt. Sowohl beim eigenen Kind als auch bei einer Schülerin aus einer Folgeunterkunft. #wirfürschule - Teilnehmer, weil ich noch nicht ausgeschöpft bin - so wie der DigitalPakt Schule vom Bund.

Coach: Thorsten Späth: Fischkopp in Bayern - Vater von 2 Kindern (inkl. Pubertier), fast schon IT-Rentner mit 25 Jahren Digitalisierungserfahrung, daher auch begeisterter #wirfürschule - Teilnehmer, da in den Schulen zwar ad hoc nun Teams und anderes genutzt wird, insgesamt aber alles hemdsärmelig aus dem Boden gestampft wurde. Es ist noch viel Luft nach oben für eine umfassende Digitalschule.

Expertin: Claudia Nicoleta Grimm: Aus Freiburg, IT affin, Bloggerin, Studentin im Zweitstudium Kulturwissenschaften.Genau diese Energie der Gruppe war wichtig, um das unmögliche möglich zu machen, Menschen zu vernetzen, Lösungen auszuarbeiten, konkrete Ideen vorstellen.

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