Problembeschreibung:

• Warum habt Ihr Euch für diese Herausforderung entschieden?

Bald beginnt ein neues Schuljahr und damit kommen deutschlandweit neue Schüler*innen an die weiterführenden Schulen, werden Lehrer*innen zu neuen Klassenlehrer*innen und auch für die Eltern und Erziehungsberechtigten beginnt eine neue spannende Übergangszeit.

Diese Übergangszeit steht in diesem Jahr unter dem Einfluss des Coronavirus‘ und den damit verbundenen Einschränkungen in Schulen. Kennenlern-Nachmittage, Einschulungsfeiern und andere Veranstaltungen rund um den Schulübertritt können nicht stattfinden und auch die ersten Wochen an der neuen Schule können unter Umständen nicht wie üblich und bewährt durchgeführt werden. Schüler*innen, Klassenlehrer*innen und Eltern haben den Wunsch, sich gegenseitig kennenzulernen, wichtige Informationen zur Organisation und Orientierung auszutauschen und wünschen sich eine Atmosphäre, in der die Kinder gut an der neuen Schule ankommen und sich alle wohlfühlen können. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Situation fortwährend ändert bzw. ändern kann, so dass die Lehrer*innen keinerlei Planungssicherheit haben und alle Beteiligten stark verunsichert sind: Wie muss die erste Zeit an einer weiterführenden Schule gestaltet sein, damit alle Beteiligten gut ankommen und sich kennenlernen können? Wie kann sichergestellt werden, dass zum Zeitpunkt des Schulstarts alle wichtigen Informationen transportiert werden können, unabhängig von den dann aktuell geltenden “Corona-Bestimmungen”?

Wir haben uns für diese Herausforderung entschieden, weil die Corona-Krise zeigt, dass durch die Digitalisierung eine neue Normalität an Schulen gestaltet werden kann und muss. Wir glauben, dass diese Verbesserungen auch über die aktuelle Krise hinaus relevant sein und den Kindern einen gelungenen Start an der neuen Schule ermöglichen werden.

• Was ist aus Eurer Sicht das größte Problem, das es hier zu lösen gibt?

Die größten Probleme, die wir in diesem Zusammenhang sehen, sind das fehlende soziale Kennenlernen, die Schwierigkeit des Schaffens einer Wohlfühlatmosphäre und die teils fehlende Orientierung. Zudem könnten Abstandsbeschränkungen und eventuell geteilte Klassen das Zusammenwachsen als Klassengemeinschaft erschweren (Stichwort: Identifikation mit der gesamten Klasse). Vor allem die Kinder, die im nächsten Schuljahr auf eine neue, weiterführende Schule wechseln, sind von dieser Situation betroffen: Nicht nur die fehlende Verabschiedung von der Grundschule und ihrem gewohnten Umfeld, sondern auch die Unsicherheit bezüglich der neuen Schulregeln, der unbekannten Abläufe und neuen Klassenkameraden stellen eine potentielle Herausforderung dar. Die Kinder haben es verdient, in dieser ungewissen Zeit Vertrauen zu erfahren und einen guten Schulstart ermöglicht zu bekommen. Auf der anderen Seite sehen wir hier besonderes Potential: Die Schüler*innen haben in den vergangenen vier Jahren bereits Lese- und Medienkompetenz erworben. So kann eine Verzahnung von Präsenz- und digitalem Unterricht hier besonders förderlich sein.

• Wer ist von dieser Problemstellung betroffen?

Laut Statista werden ca. 700.000 Schüler*innen im Spätsommer bzw. Herbst dieses Jahres von der Grundschule auf eine weiterführende Schule wechseln. Diese sind von der neuen Herausforderung betroffen, ebenso wie ihre Eltern und die rund 25.000 Klassenlehrer*innen der neuen fünften Klassen. Für diese Betroffenen wollen wir mit “Kommt gut an!” einen Fahrplan entwickeln, wie das “Ankommen” in der fünften Klasse so umgesetzt werden kann, dass sich Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern dabei wohlfühlen und alle Wünsche bzgl. Informationsaustausch und sozialem Kennenlernen erfüllt werden. Gleichzeitig wollen wir auch die Krise nutzen, um auf den Chancen der Digitalisierung aufzubauen und bspw. das Kennenlernen intensiver und Eltern-Lehrer*innen-Interaktionen effizienter zu gestalten.

Lösungsbeschreibung:

• Was ist Euer Lösungsansatz?

Unser Lösungsansatz ist ein Fahrplan für die Gestaltung des „Onboardings“ der neuen Schüler*innen mit einem flexiblen – digitalen und örtlichen – Klassenraum, in dem Schüler*innen, Klassenlehrer*innen und Eltern zusammenkommen können. Studien im Kontext von Organisationen (z.B. mittelständischen Firmen, sh. Soluk, Kammerlander & Zöller, 2019) zeigen, dass eine der größten Digitalisierungshürden die oft fehlende Strategie ist. In anderen Worten werden digitale Tools häufig singulär eingesetzt, ohne die Gesamtstrategie im Blick zu haben – und verpuffen dann in ihrer Wirkung. In der Annahme, dass diese Ergebnisse sich zumindest teilweise auf die Organisation „Schule“ übertragen lassen, wollen wir einen möglichst konkreten Fahrplan in unserer Lösung offerieren, wie Lehrer*innen den Ablauf vor und während des Schulbeginns gestalten können, so dass digitale Werkzeuge sinnstiftend und nachhaltig zum Einsatz kommen.

In unserer Lösung entsteht ein sicherer und datenschutzkonformer Raum (oder ggf. auch mehrere Räume, falls technisch besser umsetzbar) für eine Klasse, in dem • sich Schüler*innen und Klassenlehrer*innen gegenseitig vorstellen können (mit Foto, Steckbrief, wenn gewünscht auch per Videobeitrag), • die Schüler*innen und Klassenlehrer*innen miteinander chatten können, • Fachlehrer*innen sich und ihr Fach durch ein Video vorstellen und Neugier wecken können, • der Stundenplan (inkl. Digital- vs. Präsenzunterricht) und ein Kalender eingesehen werden können, • bei Krankheit Hausaufgaben erfragt werden können, • eine digitale Elternsprechstunde und/oder Elternabende stattfinden, • sich Schüler*innen gegenseitig helfen können, • auch ältere Schüler*innen als Paten Mitglied sein können, • FAQs von Klassenlehrer*innen bereitgestellt werden können, • Videos vom Weg zum und Lageplan des Klassenraums hochgeladen werden können, • Information zum Umgang mit selbständigem, digitalen Lernen im Homeschooling verfügbar ist, • schulübergreifende Tipps zum Start für die Präsenzphase geteilt werden können: o Abstandsregel-kompatible Kennenlernspiele o digitale Begrüßungsgeschenke (z.B. kostenfreie Podcasts / Hörbücher zum Download) o wie bei Klassenteilung die Klassengemeinschaft gefördert werden kann o ansprechende, strukturierte Gestaltung des Klassenraums o die erste Kontaktaufnahme (Brief, Info zum digitalen Klassenraum…).

Auch in der Zeit nach den Einschränkungen durch die Pandemie kann das digitale Klassenzimmer verwendet werden, damit sich die Schüler*innen, Klassenlehrer*innen und Eltern besser kennenlernen und Informationen ausgetauscht werden können. Best Practice Ideen zum Schulstart können auch über die Pandemie-Zeit hinaus miteinander geteilt werden: Strukturhilfen für Lehrkräfte betreffend Lernen lernen, Identifikation mit der Gemeinschaft und ein offenes, lebendiges Unterstützungsnetzwerk.

• Von welchen Annahmen geht Ihr bei Eurem Lösungsansatz aus?

Unsere Grundannahme ist, dass Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern sowie Erziehungsberechtigte bestimmte Bedürfnisse haben, was den Schulbeginn an der weiterführenden Schule anbetrifft. Diese Bedürfnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: a) Bedürfnis nach sozialem Kennenlernen (Kinder-Kinder, Kinder-Lehrer*innen, Eltern-Lehrer*innen, Eltern-Eltern), b) Bedürfnis nach Orientierung und c) Bedürfnis nach Wohlfühlatmosphäre. Diese Bedürfnisse ergaben sich aus einer qualitativen Befragung von über 100 Betroffenen im Rahmen dieses Hackathons.

Eine weitere Annahme besteht darin, dass auf Grund der aktuellen Covid19-Situation auch zu Schuljahresbeginn noch gewisse Einschränkungen zum Schulbetrieb (bspw. Abstandsregeln, geteilte Klassen z.B. auf Grund zweiter Welle) existieren. Diese Annahme ist jedoch nicht zwingend; die vorgestellte Lösung bietet auch dann den Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern einen Mehrwert, sollte man zum Normalbetrieb zurückgekehrt sein. Auch in diesem Fall würde unsere vorgestellte Lösung die obig genannten Bedürfnisse effektiver und effizienter erfüllen als die derzeit häufig gelebten Lösungen.

Eine dritte Annahme besteht darin, dass die Lehrer*innen bereit sind und Kapazitäten frei haben, sich den neuen Schüler*innen in einem besonderen Ausmaß anzunehmen. Auch wird hierbei vorausgesetzt, dass die Schüler*innen grundsätzliche technische Voraussetzungen zur Partizipation (internetfähiges Device, Drucker, etc.) erfüllen. Der Grad der Erfüllung dieser Voraussetzung ist sicherlich von Schule zu Schule (bspw. Schulart, Stadtteil, etc.) unterschiedlich. Unsere Empfehlung an die Lehrer*innen ist daher, die existierenden technischen Voraussetzungen (Internetzugang, Computer/Laptop/Tablet/…, Drucker) im Elternhaus frühzeitig, d.h. am besten schon vor Schulbeginn, in Erfahrung zu bringen.

• Wer profitiert von dieser Lösung? Wer nutzt diese Lösung?

Von unserer Lösung würden, wenn flächendeckend umgesetzt, pro Schuljahr bis zu 700.000 Schüler*innen, ihre Eltern sowie Lehrer*innen profitieren.

• Welchen Einfluss hat Eure Lösung auf die aktuelle Situation?

Unsere Lösung ist auf die aktuelle Situation zugeschnitten. Sie erlaubt es den Schüler*innen trotz möglicher Klassenteilungen und Abstandsregelungen möglichst viel Normalität zu erleben und gut in der neuen Klassengemeinschaft anzukommen. Dennoch bietet die Lösung auch über die aktuelle Situation hinaus einen Wert, da die vorgeschlagenen Strategien und Maßnahmen auch in einer „Nach-Corona“-Zeit erlauben werden, dass Schüler*innen sich schnell in ihrer Klasse zurechtfinden, wohlfühlen und besser mit digitalen Tools umgehen können.

• Was ist der langfristige Wert Eurer Lösung?

Langfristig gesehen kann der Ansatz die Klassengemeinschaft stärken und Schüler*innen in ihrer Selbstständigkeit fördern, da sie gesehen und ihre Bedürfnisse wahrgenommen werden. Das digital-analog verzahnte “Onboarding”, wie in unserer Lösung vorgeschlagen, wird zudem die digitalen Kompetenzen der Fünftklässler*innen von Beginn ihrer weiterführenden Schulzeit an fördern. Es wird sie motivieren, sich auch im Schulkontext verstärkt mit digitalen Technologien auseinanderzusetzen – worauf langfristig weitere digitale Initiativen aufbauen können.

• Wie bewertet Ihr selbst die Umsetzbarkeit und Skalierbarkeit Eurer Lösung?

Aus der Befragung von Lehrer*innen ergab sich die Notwendigkeit zur “niederschwelligen Umsetzbarkeit”. Die aktuelle Covid19-Krise erfordert schnelle Anpassungen bei gleichzeitig hoher VUKA und Ressourcenknappheit. Unsere Lösung eines Fahrplans ist daher so modular aufgebaut, dass die Lehrer*innen sich auch Teilen der Lösung bedienen und diese auf ihre aktuelle Situation anwenden können. Damit kann auf die individuellen Bedürfnisse der Schule eingegangen werden. Die vorgeschlagenen Elemente beruhen auf keiner proprietären Plattform; im Gegenteil, Schulen können auf bestehende Digitallösungen (bspw. Padlet oder Netzklasse für Klassenraum, Zoom/Jitsi/GoTo/WebEx/Teams für Elternabende und Sdui für Klassenchats) zurückgreifen. So ist - zumindest im ersten Schritt - keine risikobehaftete und kostenintensive Neuentwicklung notwendig. Im Sinne eines schnellen Prototypings können die Klassen das Konzept bereits im kommenden Schuljahr 2020/2021 anwenden. Langfristig gesehen empfiehlt sich für die Skalierung natürlich die Integration der einzelnen Bauteile des Kommt-gut-an! Konzepts in eine einzige Plattform oder App. In Summe ist die Skalierbarkeit der Lösung jedoch sehr hoch, da die Schulen bestehende digitale Tools in den Onboarding-Fahrplan integrieren können (statt Lizenzen weiterer Tools zu erwerben).

Vorgehen und Fortschritt:

• Wie ist der Lösungsansatz entstanden?

Die Team-Mitglieder dieses Projekts kannten sich vor dem Hackathon nicht. Was uns jedoch alle eint, ist die Perspektive, dass für die “neuen Fünftklässler*innen” etwas getan werden muss. Diese Notwendigkeit sehen wir aus unterschiedlichen Perspektiven: Knapp die Hälfte der Projektteilnehmer*innen sind Lehrkräfte (die teils nach den Ferien eine fünfte Klasse übernehmen werden), die andere Hälfte betroffene Eltern, sowie ein betroffener Schüler (aktuell 4. Klasse). Ausgehend von dieser Problemdefinition stand am Anfang des Hackathons die Ambition, allen Beteiligten unter den Bedingungen von COVID19 ein gutes Ankommen zu ermöglichen.

• Was waren die wichtigsten Meilensteine während der Hackathon Woche?

Am Montag erfolgte die Team-Findung und die Einigung auf ein prinzipielles Vorgehen. Im Rahmen eines Design Thinking Prozesses haben wir die notwendigen Schritte geplant. Als erstes haben wir uns auf eine gemeinsame, initiale Fragestellung geeinigt: “Wie muss die erste Zeit an einer neuen Schule unter Corona-Bedingungen gestaltet sein, damit alle Beteiligten gut ankommen können?”. Im nächsten Schritt haben wir am Dienstag unsere Zielgruppen (Schüler*innen, Eltern, Lehrer*innen) definiert und Hypothesen zu den Bedürfnissen dieser gesammelt. Um diese zu überprüfen und um die Bedürfnisse unserer Zielgruppen besser kennenzulernen, haben wir dann am Dienstag und Mittwoch in Summe mehr als 100 Schüler*innen, Klassenlehrer*innen und Eltern in persönlichen Gesprächen sowie mit einem Fragebogen interviewt und offen gefragt, was für sie am ersten Schultag das Wichtigste sei, um gut in der neuen Schule bzw, der neuen Klasse anzukommen. Im Nachgang haben wir die Ergebnisse der Interviews ausgewertet: Die am häufigsten genannten Bedürfnisse waren das nach gegenseitigem Kennenlernen, aber auch nach einer Wohlfühlatmosphäre und nach Informationen zur Organisation und Orientierung. Schließlich folgte am Donnerstag eine Phase der Ideenfindung, in der wir überlegten, wie wir auf diese drei häufigsten Bedürfnisse aller Beteiligten mit Hilfe einer sinnvollen Verzahnung von digitalen Angeboten und Präsenzphasen in der Schule eingehen können. In einem nächsten Schritt wurden die Vorschläge diskutiert und anhand einer 2x2 Matrix (Aufwand vs. Originalität) kategorisiert. Aufbauend auf den verbleibenden Ideen wurde am Freitag das Video, dieses Dokument sowie ein Prototyp (Fahrplan für das Ankommen in der neuen Schule sowie Checkliste) erstellt.

• Wenn Ihr auf einer bestehenden Lösung aufgebaut habt: bitte beschreibt den Status am Anfang des Hackathons, so dass wir den Fortschritt während der Woche angemessen beurteilen können.

Es gab keine bestehende Lösung, auf der aufgebaut wurde.

Prototyp: • Wenn vorhanden: Wo finden wir Euren ersten Prototypen (Link)? • Wenn vorhanden: Wo finden wir den Code zu Eurer ersten Lösung (Link)? • Alternativ: Wie könnte die kleinste nutzbare Version Eurer Lösung aussehen?

Unter https://xn--neueklassenanweiterfhrendenschulen-utd.de/ findet sich eine Visualisierung des Prototyps. Dazu gehört a) Mögliche Oberfläche des digitalen Klassenraums (wie bspw. in Padlet umsetzbar) b) „Checkliste“ für Lehrer*innen zur Umsetzung des Onboardings

Nächste Schritte:

• Wie testet ihr Eure Annahmen?

Unsere Annahmen bzgl. der Bedürfnisse der drei adressierten Nutzergruppen (Schüler*innen, Lehrer*innen, Eltern) wurden während des Hackathons durch eine Reihe qualitativer Interviews (mit ca. 100 Betroffenen) bestätigt. Aufgrund der beschränkten Zeit fanden diese Interviews jedoch lediglich im persönlichen Umfeld der Team-Mitglieder statt und sind somit nicht repräsentativ. Daher ist als nächster Schritt eine Befragung einer dreistelligen, besser vierstellige Zahl von Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen notwendig. Wichtig ist hierbei auf Repräsentativität bezüglich Schultyp und “Lage” (Brennpunkt vs. Nicht-Brennpunkt; städtisch vs. ländlich etc.) zu achten. In dieser Befragung sollte abgefragt werden:

a. ob sich der Fokus auf die durch uns ermittelten Bedürfnisse während der Onboarding-Phase (soziales Kennenlernen, unterstützende, sichere und motivierende Wohlfühl- und Lernatmosphäre, sowie Information und Orientierung) auch in einer großen, repräsentativen Stichprobe bestätigt, b. ob die vorgeschlagenen Features des Onboarding-Prozesses diese Bedürfnisse in den verschiedenen Nutzergruppen angemessen bedienen, c. ob es sich um eine attraktive Balance aus digitalen Inhalten und Präsenzangeboten handelt, die darüber hinaus gut miteinander verzahnt sind, d. ob der Umsetzungsaufwand von den Lehrkräften als adäquat eingeschätzt wird und e. ob der technische Zugang zum digitalen Klassenzimmer innerhalb der Nutzergruppen aktuell gewährleistet ist.

Auf Basis dieser Erhebung wird der Prototyp verfeinert und anschließend Schüler*innen, Klassenlehrer*innen und Eltern zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt. Durch iterative Anpassungen an die Bedürfnisse der Nutzer soll so eine Lösung entstehen, die den Onboarding-Prozess in die neue Schule für alle Beteiligten optimal unterstützt. Anschließend sollte eine Pilotierung in einigen Schulen vorgenommen werden, um die “Feldtauglichkeit” zu überprüfen.

• Was ist aus Eurer Sicht der nächste Schritt in Richtung Umsetzung?

Da es sich im ersten Schritt um eine pragmatische Lösung ohne eigene IT-Plattform handelt (das kann sich wie obig beschrieben für das Schuljahr 2021/2022 ändern), sind zunächst nur begrenzte finanzielle Ressourcen nötig. Zur weiteren Validierung und Umsetzung des Projekts benötigen wir zunächst vor allem Expertise. Folgende Punkte sind zu klären:

a. Welche bereits vorhandenen IT-Systeme und Plattformen können unter Berücksichtigung der Nutzerfreundlichkeit für die verschiedenen Funktionalitäten (digitaler Klassenraum, Chatfunktion, digitale Unterrichtsstunden oder Elternabende etc.) empfohlen werden? b. Was ist dabei Datenschutzrechtlich zu beachten? c. Welches Budget erfordert deren Nutzung an den Schulen? d. Wie aufwändig ist die Systemadministration, die in den Schulen geleistet werden muss? e. Wie können (im ersten Schritt) alle zukünftigen Klassenlehrer*innen möglichst schnell in die Lage versetzt werden, erste digitale “Produkte” für ihr digitales Klassenzimmer zu erstellen?

• Was benötigt Ihr für den nächsten Schritt (Ressourcen, Know-How, Budget)?

Je nach Antwort auf Frage b) ergibt sich die Notwendigkeit zur Eigenentwicklung von IT-Lösungen bzw. der Weiterentwicklung bestehender Technik - ein Schritt, für den dann entsprechende finanzielle Ressourcen benötigt werden.

Ein weiterer, aufwendigerer Schritt zur Einführung der Lösung ist die Bekanntmachung von #Kommtgutan!. Hier ist zunächst eine Ansprache der Schulen und Lehrer*innen zukünftiger 5. Klassen notwendig. Weil nicht davon ausgegangen werden kann, dass alle Lehrer*innen auf Social Media aktiv sind, ist eine Ansprache (postalisch bzw. via E-Mail) über die Schulleitungen nötig. Hierfür fällt ein noch abzuschätzendes Marketing-Budget an.

• Seid ihr als Projektteam selbst an der Umsetzung interessiert? Wenn ja, wer hat welche Rolle in Eurem Team?

Ja, das Projektteam ist sehr (!) an der Umsetzung interessiert. Für die Umsetzung des Projekts werden folgende Rollen benötigt, die teilweise von bestehenden Team-Mitgliedern übernommen werden können:

a) Projektleitung und Gesamtkoordination, b) Technisch Verantwortliche*r (Aufgaben u.a. Evaluierung von bestehenden Plattformen); c) Koordinator*in Schulen (Aufgaben: Kommunikation Lehrer*innen); d) Beauftragte*r Datenschutz; e) Verantwortliche*r Budget

Die Zuteilung der genauen Rollen muss nach Abschluss des Hackathons erfolgen. Dazu ist eine Evaluierung der benötigten Kompetenzen sowie des benötigten Zeiteinsatzes erforderlich.

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