Herausforderung 100132: Wie können wir die Flut an Verpackungsmüll (v.a. Plastik) durch attraktive Lösungen eindämmen?
Herausforderung 100099: Wie können wir die Menge an Verpackungsmüll aus Privathaushalten reduzieren, der täglich verbrannt oder in andere Teile der Welt verschickt wird? Sei es durch mehr Vermeidung, mehr Mülltrennung, besser recyclierbare Verpackungen, neue Verwertungstechnologien, etc.
Herausforderung 100265: Wie können wir den riesigen Berg an Müll durch die Café to go Becher, der täglich anfällt, reduzieren?
Herausforderung 100540: Wie können wir in einer Welt ohne Müll leben? Wie können wir Cradle to Cradle zu einem Standard in der Produktentwicklung machen?
Herausforderung 100352: Wie können wir die Integration und das „Ankommen“ digitalisieren, vereinfachen und gemeinsam als Gesellschaft stützen?
// Inspiration
Loriot hat mal gesagt: Der Dumme sucht den Schuldigen, der Kluge sucht nach Lösungen.
Unsere Inspiration war unsere Straße: Kinder spielen neben Müllhaufen, mitten in Berlin, das muss doch nicht sein! Also haben wir gedacht: Machen statt meckern! Nicht digital, sondern Handschuhe an und los!
Seit Januar 2021 räumen wir als Nachbarschaftsinitiative gemeinsam die Straßen auf. Es kommen immer mehr Menschen dazu - junge Leute, Eltern, Kinder, Senioren, geistig Behinderte, Flüchtlinge und jeder sagt das Gleiche: Gemeinsam macht es gleich viel mehr Spaß. "Wir kommen nach Hause mit einem guten Gefühl etwas sinnvolles getan zu haben". MACHEN STATT MECKERN ist Therapie und gleichzeitig verdanken wir diesem Leitspruch viele gute Ideen, Inspirationen und Vernetzungen, die sich auf der Couch vielleicht nicht ergeben hätten.
// Ziel
Ziel ist es die Straßen von Abfall zu befreien und gleichzeitig über das gegenwärtige Müllproblem aufzuklären. Durch die regelmäßige Präsenz wird die Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt, der Diskurs angeregt und es entwickelt sich eine Gemeinschaft, die Spaß am sozialen Engagement vermittelt.
// Wie haben wir uns vernetzt?
Auf der Plattform Nebenan.de haben wir uns vernetzt und schon beim ersten Treffen war klar: Wir wollen weiter machen!
// Herausforderungen
Hier gibt es viele Herausforderungen, ABER von Anfang an unserer Initiative merken wir, dass wir sehr viel Unterstützung von allen Seiten bekommen: BürgerInnen, Stadtteilkoordination, Stiftungen, die Medien, alle unterstützen Menschen, die Initiative zeigen und ins Machen kommen anstatt zu meckern. Selbst die alteingesessene Stadtreinigung hat nach ein paar Terminen und Zeitungsartikeln ihre Unterstützung angeboten. Schulen, die ich anschreibe sind dankbar und freuen sich über Impulse von Außen.... Ich wollte nochmal festhalten, dass bei allen Herausforderungen doch schon sehr viel wirklich super läuft!
Aufräumen alleine löst allerdings nicht das Grundproblem, deshalb wollen wir flächendeckend aufklären und früh anfangen: In ALLEN Kitas und Schulen sollte es gemeinsame Aufräumaktionen und Aufklärung zum Thema Müll geben.
// Worauf wir stolz sind
Mittlerweile ist unsere Straße eine der saubersten im ganzen Viertel, wir haben einen Kontakt zu der Stadtreinigung aufgebaut, bekommen Unterstützung von der Stadtteilkoordination und haben schon viel im kleinen bewirkt: Nachbarn bedanken sich, Kinder haben Spaß am sozialen Engagement, die Vögel zwitschern vor Freude....
Das ARD kam vorbei um ein Video über unsere Aktion zu machen: https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/mittagsmagazin/videos/endlich-schluss-mitplastikmuell- ard-mittagsmagazin-video-100.html Weddingweiser Artikel:
- https://weddingweiser.de/der-wedding-raeumt-auf/
- https://weddingweiser.de/ich-habe-den-wedding-noch-nie-so-sauber-gesehen/ BZ Artikel: https://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/putzen-vor-der-haustuer-in-wedding-aber-die-bsr-kehrt-nicht-mit
// Was wir gelernt haben
Es kommen immer mehr Nachbarn dazu und so sind viele Ideen entstanden. Unter anderem wollen wir das Bewusstsein für das Thema schon bei den ganz jungen stärken und planen gemeinsame Aufräumaktionen an Schulen und Kitas, außerdem wollen wir ein Aufklärungsvideo mit Jugendlichen drehen, um grundsätzlich über Müll aufzuklären. Müll ist ein Thema, das uns alle angeht und wir wollen es gerne weg von dem "als Strafe musst du den Hof aufräumen" hin zu "soziales Engagement macht gemeinsam noch mehr Spaß und wir können was bewegen, wenn wir zusammenarbeiten" bekommen.
// Was kommt als nächstes für #DERWEDDINGRÄUMTAUF
Bottom-Up Prinzip: lokales Engagement, im Kleinen erprobt und dann ganz groß.
Wir haben 5 Anträge an öffentliche Institutionen gestellt: mit Kindern die Spielplätze aufräumen (Kinderzangen), Aufklärungsvideo mit Jugendlichen, WeCARE Pakete für Nachbarn, die sich engagieren wollen mit eigenen Zangen und Handschuhen und Müllsäcken ausstatten, Zangen für unsere Aktionen und Workshops und gemeinsame Aufräumaktionen zu den Berliner Freiwilligentage 2021 „Gemeinsame Sache“ vom 10.- 19. September 2021 sind geplant.
Gerne würden wir mit Schulen zusammenarbeiten und flächendeckend über das Thema aufklären! Wir planen gerade ein Aufklärungsvideo, kümmern uns um Zangen, Handschuhe und Müllbeutel und dann gehts um gemeinsame Aufräumaktionen mit Experten, denn nix geht über LEARNING BY DOING!!!
Für alle, die das Thema interessiert:
Am 12 April startet eine kostenlose Schulung zur Abfall Botschafterin und Klimaberaterin über BUND-Berlin https://tschuess-plastik.berlin/werde-aktiv-als-abfallbotschafter-in/ Wir sind auch dabei.
Für alle die in Berlin sind: Wir treffen uns jede Woche am Donnerstag um 17 Uhr in der Böttgerstr 17 vor der Wilden 17 , verteilen Zangen und Müllbeutel und ziehen dann mit respektvollem Abstand gemeinsam los und machen den Kiez schön!





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