Softwarekatalog zur Auswahl geeigneter Schulsoftware

Unsere These:
Es gibt bereits für alles eine Lösung - nichts muss neu erfunden werden!

Problembeschreibung:

Warum habt Ihr Euch für diese Herausforderung entschieden?

Wer schon einmal vor der Aufgabe stand aus mehreren Produkten das für einen selbst passende Produkt herauszufinden kennt das Problem: Informationen sind zwar über alles auffindbar, allerdings ist der Aufwand diese in vergleichbarer Form zusammenzufassen sehr hoch.

Genau vor dieser Aufgabe der Informationsbeschaffung stehen aktuell alle Beteiligten im Bereich der digitalen Unterrichtsversorgung. Bei der Auswahl von Anwendungen stellen sie sich immer wieder die Frage Welche Lösung ist für meinen Anwendungsfall die Beste?

Was ist aus Eurer Sicht das größte Problem, das es hier zu lösen gibt?

Das größte Problem ist die tatsache, dass rein textual vorleigende Informationen nicht schnell und automatisiert ausgewertet werden können.

Wer ist von dieser Problemstellung betroffen?

Vor dem Problem der Auswahl geeigneter Anwendungen stehen täglich eine Vielzahl von Entscheidern. Da keine auswertbaren Daten vorliegen begeben sich die Personen selbst auf die Suche und stellen sich immer die gleichen Fragen wie beispielsweise:

  • Welche Tools gibt es?
  • Was kosten sie?
  • Darf ich diese nutzen?
  • Wie sieht die Anwendung aus?
  • Was ist mit dem Datenschutz

Lösungsbeschreibung:

Was ist Euer Lösungsansatz?

Unsere Idee ist das Erstellen einer frei verfügbaren Datenbank die Schulträger, Schulen, Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern optimal bei Auswahl geeigneter Produkte für die digitale Lernumgebung unterstützt. Die Standardfragen, die für eine erste Auswahl notwendigerweise beantwortet werden müssen, haben wir schon beantwortet und stellen diese Ergebnisse dort zur Verfügung.

Von welchen Annahmen geht Ihr bei Eurem Lösungsansatz aus?

Wir gehen davon aus, dass es eine solche Datenbank bis heute noch nicht am Markt gibt.

Wer profitiert von dieser Lösung? Wer nutzt diese Lösung?

Unsere Datenbank hilft allen am Lernen beteiligten. Neben den Schulträgern, die sich vielleicht für ein übergreifendes LMS entscheiden wollen, sprechen wir auch Lehrer*innen oder auch Eltern an um für ihre Anforderungen die passende Lösung zu finden.

Welchen Einfluss hat Eure Lösung auf die aktuelle Situation?

Wir glauben, dass gerade in der aktuellen Situation viele Verantwortliche vor der Aufgabe stehen eine passende Lösung für ein akutes Problem zu finden. Hierfür begeben sie sich im Internet auf die Suche nach möglichen Lösungen.

Mit unserer Datenbank beschleunigen wir den Entscheidungsprozess zum Einsatz von digitalen Medien an Schulen und direkt im Unterricht. Wir erleichtern die Auswahl einer geeigneten Lösung für ein aktuell bestehendes Problem.

Was ist der langfristige Wert Eurer Lösung?

Langfristig ermöglicht die Lösung einen guten Überblick über verfügbare Anwendungen zu behalten und z.B. bei zukünftigen Änderungen der Anforderungen schnell eine neue passende Anwendung zu finden. Auch die Unterstützung der Datenbankinhalte durch Anwenderberichte ist denkbar oder ein Verzeichnis von Nutzer*innen um den Austausch von Anwendungen mit nur geringen Supportmöglichkeiten zu verbessern.

Wie bewertet Ihr selbst die Umsetzbarkeit und Skalierbarkeit Eurer Lösung?

Die technische Umsetzung einer solchen Datenbank ist einfach zu bewerkstelligen auch die begleitende Webseite stellt keine hohen konzeptionellen Anforderungen.

Ein größeres Problem stellt die Informationsbeschaffung dar. Es muss ermittelt werden welche Anwendungen es gibt und diese müssen dann bewertet/klassifiziert werden. Dies ist auch kein einmaliger Vorgang, sondern muss laufend durch eine Redaktion betreut werden. Die Klassifizierung kann auch nicht in die Hände einer Community gegeben werden, hier besteht laufend die Gefahr, dass einzelne Mitglieder "ihre" Lieblings-Anwendungen entsprechend hervorheben.

Vorgehen und Fortschritt:

Wie ist der Lösungsansatz entstanden?

Wir gingen mit der konkreten Idee für eine Datenbank in den Wettbewerb und lernten unsere Mitstreiter erst dort kennen. Leider haben wir bei weitem nicht erreicht, was wir uns vorgenommen haben, aber die Arbeitsergebnisse möchten wir hier dennoch dokumentieren.

Was waren die wichtigsten Meilensteine während der Hackathon Woche?

Die Bildung eines festen Teams gestaltete sich schwierig, da der Hackathon im Laufe einer regulären Arbeitswoche stattfand waren Teammeetings nicht einfach zu organisieren. Mittels gemeinsamer Dokumentenablage gelang es aber zumindest die wesentlichen Arbeitsschritte des Teams zu dokumentieren.

Wenn Ihr auf einer bestehenden Lösung aufgebaut habt: bitte beschreibt den Status am Anfang des Hackathons, so dass wir den Fortschritt während der Woche angemessen beurteilen können.

Es gab keine bestehende Lösung auf der wir aufgebaut haben.

Prototyp:

Wenn vorhanden: Wo finden wir Euren ersten Prototypen (Link)?

Leider haben wir es nicht mehr zur Gestaltung eines Prototypen geschafft.

Wenn vorhanden: Wo finden wir den Code zu Eurer ersten Lösung (Link)?

Leider haben wir es nicht mehr zur Gestaltung eines Prototypen geschafft.

Alternativ: Wie könnte die kleinste nutzbare Version Eurer Lösung aussehen?

Die kleinste Nutzbare Lösung eine entsprechend gefüllte Datenbank deren Ergebnisse über eine Webseite einsehbar und filterbar sind.

Nächste Schritte:

Wie testet ihr Eure Annahmen?

Die Erfahrungen wurden nicht getestet, jedoch haben wir selbst im Alltag eine solche Datenbank vermisst und bisher nicht gefunden.

Was ist aus Eurer Sicht der nächste Schritt in Richtung Umsetzung?

Als nächste Schritte wäre zu klären in welche genaue struktur Anwendungen erfasst werden sollen (Kriterienkatalog) Danach folgt die testweise Füllung mit Daten und ein erster Prototyp

Was benötigt Ihr für den nächsten Schritt (Ressourcen, Know-How, Budget)?

Von unserer Seite wird das Projekt nicht weiter verfolgt. Wir stehen aber für evtl. andere Umsetzer gern zur verfügung.

Seid ihr als Projektteam selbst an der Umsetzung interessiert? Wenn ja, wer hat welche Rolle in Eurem Team?

Von unserer Seite wird das Projekt nicht weiter verfolgt. Wir stehen aber für evtl. andere Umsetzer gern zur verfügung.


Erkenntnisse

Wir haben aus unseren Gesprächen und Chatverläufen einige für die Entwicklung einer solchen Datenbank wesentlichen Schritte erarbeitet. Diese Erkenntnisse sind im nachfolgenden dokumentiert.

Erkenntnis 1

Die folgenden Eckpunkte für einen Softwarekatalog sind wichtig:

  • kostenlos verfügbar
  • redaktionell betreut
  • unabhängig von Herstellern
  • umfassender Überblick
  • feste Kategorien für die Programme (z.B. LMS, Aufgabenerstellung, ...)
  • feste Kategorien für die Bewertung (z.B. Skalierbarkeit, Lizenzform, Datenschutz, Support, Dokumentation)
  • neben der eigentlichen Bewertung erscheinen uns auch redaktionelle Beiträge sinnvoll (Screenshots, Referenzen, ...)
  • vielleicht mit einem Assistenten der die Auswahl vereinfacht

Als weniger wichtig sahen wir folgende Punkte an:

  • mobile App --> eine Entscheidung für eine bestimmte App trifft man vermutlich nicht am Smartphone
  • Bewertung im klassischen Sinne --> wir wollen keine "Stiftung Warentest" für Anwendungen schaffen

Erkenntnis 2

Es ist ein Unterschied, ob ein Blogger auf seiner Webseite lange Linklisten mit persönlichen Einschätzungen zu Software pflegt oder ob es eine objektive und einheitliche Betrachtung gibt.

Diese Linklisten findet man häufig im Internet und während der Projektphase wurden uns auch diverse zugesandt:

Bewertung: Das Problem solcher Listen ist, dass sie immer aus Sicht des Erstellers geschrieben wurden und sich die notwendigen Informationen aus einem Text nur schwer heraussammeln lassen.

Erkenntnis 3

Das Thema war schon öfter Bestandteil von unterschiedlichen Hackathons.

Uns wurden umfangreiche Tabellen mit schon einsortierten Anwendungen zugesandt, beispielsweise:

und es erreichten uns auch Hinweise auf andere Teams die ähnliche Ideen während dieses Hackathons bearbeiten:

Slackchannel #digitale-metaplatform
Slackchannel #digitales_lernen_in_inklusiven_settings
Slackchannel #digitalisierungimschulalltag

Bewertung: Wenn dieses Thema bereits öfters angegangen wurde, was hat die anderen Teams davon abgehalten einen Katalog umzusetzen? Waren/Sind andere Teams mit einem starken finanziellen Fokus an das Thema herangegangen? Aus unserer Sicht lassen sich die Punkte unabhängiger Katalog und kostendeckendes Projekt nur schwer vereinbaren. Man wird vermutlich einen Sponsor suchen müssen, der kein Interesse an der Vermarktung seines Produktes hat oder diese Interessen deutlich nach hinten stellt.

Erkenntnis 4

Aber es wurden uns auch Webseiten, die unsere Idee schon umgesetzt haben, zugesandt z.B.:

Bewertung: Aus unserer Sicht verfolgen diese Seiten haben einen anderen Anspruch. Wir planen eine möglichst umfassende Darstellung aller Anwendungen und möchten keine Empfehlung für oder gegen ein Tool geben - diese Entscheidung sehen wir stets in den Händen des Anwenders. Unser Ziel ist es das mühsame Zusammensuchen von Standardinfos (Kosten, Platform, DSGVO, ...) zu vereinfachen und diese Recherchearbeit der Schulgemeinschaft zur Verfügung zu stellen.

Erkenntnis 5

Die optische Darstellung der Auswahl soll so gestaltet werden, das z.B. bei den Betriebssystemen die bekannten Symbole wieder zu finden sind bzw. bei der Aufführung von Bundesländern die Wappen genutzt werden sollen. Dies würde die sonst entstehenden Textwüsten aufwerten und macht an vielen Stellen auch das Wiederfinden eines Eintrages einfacher.

Bewertung: Selbstverständlich soll auch der leidvolle Teil eines Softwareauswahlprozesses möglichst gut unterstützt werden und bekanntlich isst das Auge ja mit. Ein modernes und frisches Webdesign ist dafür erforderlich.

Erkenntnis 6

In der Ergebnisliste stehen alle nach den Vorauswahlkriterien ermittelten Anwendungen gleichranging nebeneinander. Die Sortierung erfolgt entweder nach dem Alphabet oder zufällig, was auch Anwendungen deren Name mit einem "P" oder "X" beginnt eine Chance gibt weiter betrachtet zu werden. Jedes Ergebnis der Übersichtsliste kann per Klick detailliert betrachtet werden und es gibt die Möglichkeit die Informationen zu einer Anwendung in Form eines Steckbriefs auf einer A4 Seite auszudrucken.

Bewertung: Um den Nutzern wirklich eine Entlastung zu bieten ist der objektive Umgang mit den hinterlegten Daten wichtig. Zu keinem Zeitpunkt soll der Eindruck entstehen, dass die Auswahl eines Tools durch Dritte beeinflusst wird. Wenn dies nicht gelingt wird die Datenbank aller Vorraussicht nach wenig Akzeptanz erreichen.

Erkenntnis 7

Auch erste Überlegungen für einen Namen wurden angestellt:

  • Tool for Schul
  • Schultoolfinder
  • Passt-zu-Schule
  • Schultools(-finder)


Neben diesen grundsätzlichen Erkenntnissen was ein Softwarekatalog bereitstellen sollte gab es auch Ideen zum Datenmodell. Diese Überlegungen sind hier aufgeführt.

Datenmodell

Notwendige Daten

Für die Verwaltung der Einträge im Softwareverzeichnis sind unterschiedliche Informationen notwendig. Zum einen müssen die eigentlichen Einträge abgespeichert werden, zum anderen müssen die Einträge über eine Suchmaske oder Assistenten wieder aus der Gesamtheit herausgefiltert werden. Hierfür sind entsprechende Tabellen und Filterkriterien notwendig.

Kriterien für die Vorauswahl

Mit den folgenden Kriterien wird eine Vorauswahl möglicher Anwendungen getroffen. Es geht nicht um eine Bewertung, sondern darum, dass beispielsweise ein Schüler eher kein Interesse an einem Verwaltungstool für Unterrichtsmaterialien hat.

Ich bin
  • Schulträger
  • Schule
  • Lehrer*in
  • Schüler*in
  • Elternteil
  • unbestimmt
Schulart
  • Grundschule
  • weiterführende Schule
  • Berufsschule
  • Förderschule
  • unspezifiziert
Klassenstufe
  • 0 / 1 / 2
  • 3 / 4
  • 5 / 6
  • 7 - 10
  • 11 - 12
  • Jahrgangsübergreifend
Fächerzuordnung
  • Allgemein Fächerübergreifend
  • Allgemein Naturwissenschaften
  • Allgemein Sprachen
  • Berufsvorbereitung
  • Biologie
  • Chemie
  • Deutsch
  • Englisch
  • Erdkunde
  • Ethik
  • Französisch
  • Gemeinschaftskunde
  • Geschichte
  • Gesellschaftslehre
  • Informatik
  • Kunst
  • Latein
  • Mathe
  • Musik
  • Physik
  • Politik
  • Philosophie
  • Religionslehre
  • Sachunterricht
  • Sozialwissenschaften
  • Spanisch
  • Technik
  • Wirtschaft
Anwendungsfall
  • Arbeitsorganisation
  • Erstellen von Aufgaben
  • Lern Management System (LMS)
  • Selbstlernen
  • Unterrichtsvorbereitung
  • Weitergabe von Informationen
Bundesland
  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Kriterien für die Anwendungsbeschreibung

Im Folgenden findet sich eine Übersicht der Punkte die für jede Anwendung ermittelt werden sollen.

Die Punkte gliedern sich in drei Bereiche:

  • Allgemeine Informationen Hier findet sich die Rumpfbeschreibung der Anwendung wieder, die meisten uns bekannten Linksammlungen bilden diese Anforderung bereits ab.
  • Selektionspunkte Die hier aufgenommenen Informationen beeinflussen das Ergebnis der Vorauswahl
  • weitere Kriterien Der Kriterienkatalog nach denen Anwendungen auswertbar erfasst werden Hier werden in der Regel nur einfache Abstufungen erforderlich sein, Sinn ist es mit einem Blick die wesentlichen Merkmale zu erfassen. Der Softwarekatalog kann stets nur die spätere eingehende Bewertung durch den Nutzer vereinfachen und die immer wiederkehrenden Bewertungskriterien schnell erfassbar darstellen.
Allgemeine Informationen
  • Name des Tool
  • Screenshots
  • Kontaktmöglichkeit zum Hersteller
  • Link zur Webseite-Stand der Information
  • Geprüfte Versionsnummer
  • Kurzbeschreibung, wichtigste Punkte
  • Referenzen
  • Videolinks für einen ersten Einblick
Selektionspunkte
  • Geeignet für (1:N --> Ich bin)
  • Klassenstufe (1:N --> Klassenstufe)
  • Fächer (1:N --> Fächerzuordnung)
  • Anwendungstyp (1:N --> Anwendungsfall)
  • Bundesländer die diese Anwendung in einer Freigabeliste führen (1:N --> Bundesland)
weitere Kriterien
  • Anwendungsart (Webseite, Desktop Anwendung, iOS-App, Android-App, ...)
  • Gamification Ansätze vorhanden (ja, nein)
  • Installations-Knowhow (keine Installation, Basic Skills erforderlich, Admin erforderlich)
  • Installations-Art (1:N --> eigener Server, Linux, Windows, Cloud, Service, ...)
  • Lizenzform (1:N --> OpenSource, kommerziell, anderes)
  • Testzugang frei verfügbar (ja, nein)
  • DSGVO konform (1:N --> unzureichende Datenlage, mit Einschränkungen nutzbar, alles ok, Freigabe durch Datenschutzbeauftragten eines Bundeslandes, ...)
  • Dokumentation (1:N --> deutsch, englisch, keine öffentliche Dokumentation, ...)
  • Supportmodelle (1:N --> Forum/Community, kommerzieller Support buchbar, ...)
  • Preismodell (1:N --> lizenzfrei, Lizenz pro Schüler, Lizenz pro Klasse, Lizenz pro Lehrer, ...)

Built With

  • hand
  • herz
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