Hintergrund

Entscheider:innen in lokalen Kommunen müssen derzeit schwierige Maßnahmen ergreifen und weitgreifende Entscheidungen treffen. Von Ausgangssperren über Ladenschließungen bishin zu Personalverlegung, aktuelle und einfach verständlich Daten müssen die Grundlage für Beschlüsse solcher Tragweite sein. Jedoch wird oft mit analogen Mittel oder Medienbrüchen gearbeitet:

  • Fax
  • Telefonanfrage
  • Excel Tabelle

Wir digitalisieren diesen Prozess:

  • Eine einfach verständliche App wird auf kommunaler Ebene von Mitarbeitern in der kritischen Infrastruktur verwendet, um lageaktuelle Daten einzupflegen.

  • Der Krisenstab, Ober-Bürgermeister:innen, und Landräte:innen laden ein digitales Dashboard in dem die Lage jeder kritischen Einrichtung auf einen Blick ersichtlich ist.

Nicht jede Einrichtung des Landkreises kämpft direkt gegen das Virus. Sie kämpfen darum, ihre normalen Aufgaben der Daseinsvorsorge noch bestmöglich erfüllen zu können. Deshalb sind Kennziffern nötig, die klar erkennbar machen ob es zu kritischen Beeinträchtigungen kommt. Die können auch im Ausfall von Löschfahrzeugen, Heizungsanlagen, Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, etc. liegen.

Wie haben wir das geschafft

Es gibt schon viele schicke Dashboards und gute digitale Datenquellen im Netz. Auf kommunaler Ebene haben die aber kaum Mehrwert. Um wirklich zu verstehen, was auf lokaler Ebene wichtig ist, haben wir uns zuerst mit Stadträten:innen, Bürgermeistern:innen, und Fachkräften bei Feuerwehr und Versorgern verknüpft.

Über Slack, Email und Videokonferenzen haben wir mit unseren zukünftigen Nutzern darüber gesprochen, wie die Situation in der Praxis ist, welche Entscheidungen getroffen werden, und welche Daten dafür relevant sind.

Im Team haben wir dann zusammen die verschiedenen User Stories erläutert, KPIs identifiziert, und uns über den Erfassungs- und Darstellungsprozess Gedanken gemacht. Ein detailliertes Google Doc war die Basis für unsere Arbeit und wir haben uns mehrmals täglich in Zoom zum Gespräch getroffen. Designs und Mockups wurden erarbeitet. Ein interaktiver Prototyp auf der Basis von Microsoft Power Apps ist verfügbar.

Worauf sind wir stolz

Wir kannten uns nicht. Und trotzdem konnten wir unsere unterschiedlichen Fähigkeiten zu einem Ziel vereinen, unseren Beitrag im Kampf gegen das Virus zu leisten.

  • Wir konnten in kurzer Zeit durch 2 Interviews und eine Umfrage mit 28 Teilnehmern den Bedarf verifizieren. Wir haben zudem gute Hinweise erhalten, wie die Lösung aussehen sollte.

  • Als bunt gemischtes Team haben wir schnell erkannt, was die Stärken der Einzelnen sind. Und habe sie gezielt einsetzen können. Vom Kontakt zu Bürgermeistern über die IT Entwicklung bis zum Design.

Wie soll es weitergehen

Wir werden unsere App fertigstellen, so dass sie universell für viele verschiedene kritische Einrichtungen genutzt werden kann und leicht Anpassungen möglich sind. Außerdem werden wir die Plattform zum Datenmanagement aufbauen, in der die kritischen KPIs (KKPIs) gesammelt, kumuliert und analysiert werden können.

Diese dient dann als immer möglichst aktuelles Futter für Entscheider-Dashboards, an den wir auch arbeiten werden – insbesondere mit dem Fokus auf individuelle Konfigurierbarkeit. Unser Ziel ist es, ein Gesamtsystem zu schaffen, dass nicht nur in der aktuellen Corona Krise zum Einsatz kommen soll, sondern das vielmehr eine flexible Unterstützung zur (Fast-)Echtzeit-Lagebeurteilung und Entscheidungsunterstützung in beliebigen künftigen kommunalen Szenarien ist.

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