Die Schule als StartUp

Problembeschreibung:

Warum habt Ihr Euch für diese Herausforderung entschieden? Wir wollen die alte Welt der Schule mit der neuen Welt des Lebens und des Arbeitens verbinden, indem wir von StartUps lernen. Digitalisierung trifft persönliches Miteinander.

Denn die Probleme sind:

  • Schüler*innen sind mit zu engen Fächern gelangweilt und demotiviert
  • Die neue Herausforderung im Arbeitsleben heißt „miteinander“ statt „gegeneinander“
  • Junge Menschen fragen heute nach dem „Warum“ - warum stellt die Schule nicht dieselben Fragen
  • Starre Unterrichtsformen mit Frontalunterricht vermittelt Wissen nicht effizient, sondern dogmatisch
  • Die Schüler*innen von heute werden ein verteiltes und fragmentiertes Arbeiten in der Zukunft erleben – anytime & anywhere
  • Schule muss digital und analog auf die neuen Herausforderungen der Gesellschaft und Arbeitswelt reagieren – sie vielmehr prägen
  • Lehrer müssen Schüler dabei unterstützen, selbständig und problemlösungsorientiert zu arbeiten
  • Schüler*innen müssen von der Rolle des abgestumpften Konsumenten in die Rolle des kreativen Produzenten wechseln

Was ist aus Eurer Sicht das größte Problem, das es hier zu lösen gibt?

Die Welt von morgen erwartet Schüler*innen, die Probleme lösen – gemeinsam, ganzheitlich und motiviert. Wenn sie das nicht rechtzeitig lernen, sind sie nicht ausreichend auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet. Und den Lehrer*innen fehlen Methodik, Mittel und der schulische Rahmen, die Schüler*innen dort hinzuführen.

Wer ist von dieser Problemstellung betroffen? Schüler*innen, Lehrer*innen und die Schule als solche. Denn ohne die Rahmenbedingungen der Schule, das Commitment der Lehrer und die Motivation der Schüler ist diese neue Art der schulischen Ergänzung nicht zu schaffen.

Lösungsbeschreibung:

Was ist Euer Lösungsansatz?

Die Schule als StartUp

Denken wie ein StartUp. Handeln wie ein StartUp.

Schüler*innen bekommen einmal in der Woche am “Freiday” 4 Stunden, um die Schule zum StartUp zu machen. Sie bestimmen die Themen, die google-like umgesetzt werden können. Die Schüler sind im Lead und für die Ergebnisse verantwortlich. Lehrer*innen und die Schule stellen die Rahmenbedingungen und unterstützen.

Doch was an Know-how, Gründergeist, Werkzeugen und Umgebung brauchen sie - und wie gehen sie damit um?

Die Schule als StartUp gibt der Schule, den Lehrer*innen und Schüler*innen den Rahmen, das Know-how und die Werkzeuge, eine neue Form des Lehrens und Lernens sukzessive zu etablieren - für mehr Motivation, Freude und Eigenverantwortung. Gemeinsames Lernen- auch jahrgangsübergreifend - statt Auswendiglernen. Interdisziplinäre und fachübergreifende Problemlösung werden gesucht und gemeinsame Lösungen umgesetzt. Nicht nur fach- sondern auch schulübergreifend partizipieren die Schüler*innen, Lehrer*innen und Schulen von dem neuen Wissen. Es entsteht sukzessive eine Art Wissens-Sharedconomy in der Schule. Externe Coaches unterstützen, um das Modell zu etablieren. Leitfäden und Tools schaffen den Rahmen, um eigenverantwortlich und mit Freude als Schüler*innen neue Lösungen zu entwickeln. Wichtig bei unserem Konzept: Einfach anfangen. Machen. Lernen. Getreu den agilen Prinzipien eines Startups: Planen, Entwickeln, Testen und Lernen. Stetige Verbesserung. Retrospektiven helfen die Abläufe zwischen den Schüler*innen und Product Reviews, die Ergebnisse der Projekte zu verbessern.

Ein wesentliches Element spielt die App "Act like a StartUp", die die Schüler*innen in die Lage versetzt, den gesamten Prozess, den ein StartUp durchläuft, digital zu begleiten. In Form eines MVP wird die App sukzessive wachsen und an Funktionen weiter gewinnen.

Von welchen Annahmen geht Ihr bei Eurem Lösungsansatz aus? Die wichtigste Annahme ist die Grundmotivation der Schüler*innen, die nur entfesselt werden muss. Räume für Erfolge und gemeinsames Arbeiten sind vorhanden und müssen zwischen der Schule, den Schüler*innen und Lehrer*innen geschaffen werden. Wir gehen von einer bestehenden Motivation aus. Die Rahmenbedingungen aus den Curricula liegen bereits vor. Die gilt es zu nutzen:

  • Lehrer*innen wissen oft nicht, was Kolleg*innen in anderen Fächern wann unterrichten. Oft ergeben sich Überschneidungspunkte, von denen keiner etwas weiß bzw. die teilweise, in anderen Halbjahren liegen, was kontraproduktiv ist.

  • Es muss mehr Transparenz/Kollaboration/Austausch zwischen den Lehrer*innen herrschen

Durch den Freiday können wir auch bei bestehenden Lehrplänen unser Konzept sukzessive einsetzen, bis es Teil des Lehrplans wird.

Wer profitiert von dieser Lösung? Wer nutzt diese Lösung?

Die Schule: Sie wird zu einem Ort des Miteinanders und der Zukunft, statt zu einem teilweise ungeliebten Ort des Büffelns.

Die Lehrer*innen: auch wenn sie sich den neuen Herausforderungen dieses Lehrens stellen müssen, sind die Effekte großartig. Schüler, die gerne zur Schule kommen. Eigene Kreativität kann die Schüler*innen unterstützen, sie erfolgreich machen. Die Motivation, die Schüler*innen wirklich fit für die Zukunft zu machen, sollte ausreichend Antrieb sein. Außerdem sollten regelmäßige Schulungen für die neue Art des Unterrichts und dem Umgang mit den entsprechenden Hilfsmitteln und Medien für Lehrer Pflicht werden.

Die Schüler*innen: Endlich ein Lernen, das mehr Spaß macht. Erfolge, die wert- und nachhaltig sein können. Jeder kann seine Stärken einbringen, ganz nach Talent. Spaß und Motivation sind wichtige Treiber. Die Schüler*innen werden fit für die Zukunft und die neue Art des Arbeitens von morgen gemacht.

Welchen Einfluss hat Eure Lösung auf die aktuelle Situation? Die Schule als StartUp verbessert die Lage aller Beteiligten signifikant. Sofort. Die bestehenden Infrastrukturen, Lehrpläne und Prozesse werden nicht von 0 auf 100 disruptiv ersetzt, sondern sukzessive durch fach- und themenübergreifende StartUp-Themen sinnvoll. In der Taskforce arbeiten Schulleitung, Kollegium, Lehrer*innen und Schüler*innen gemeinsam am Modell für ihre Schule. Immer transparent. Jeder in der Schule ist informiert und kann sich einbringen. Das reduziert Aversionen und das Gefühl der "nicht-Beteiligung" So entsteht der neue Lehrplan der Zukunft. Die Schule als StartUp ist die Chance für den Lehrplan 4.0 von morgen.

Was ist der langfristige Wert Eurer Lösung?

  • langfristige Etablierung von Problemlösungskompetenzen bei den Schüler*innen, den Lehrer*innen und der gesamten Schullandschaft.
  • Partizipation und mehr Verantwortung
  • Motivation und Spaß bei allen Beteiligten
  • Wettbewerbsfähigkeit der Schüler auf dem internationalen Arbeitsmarkt von morgen

Wie bewertet Ihr selbst die Umsetzbarkeit und Skalierbarkeit Eurer Lösung?

  • Das Modell ist sofort umsetzbar. Beliebig multiplizierbar, skalierbar und erweiterbar
  • Die zusätzliche App kann auch mit wenigen Funktionen bereits als MVP eingesetzt werden und schafft einen entsprechenden Mehrwert
  • Wie ein StartUp und ein agiles Unternehmen werden Pilotschulen definiert, die gegenseitig voneinander lernen. Und dann ran! Machen. Nicht 120% denken und umsetzen, sondern besser werden, lernen - eben "Die Schule als StartUp"

Vorgehen und Fortschritt:

  • Pilotschulen in möglichst allen Bundesländern definieren
  • Interdisziplinäre Teams aufsetzen, die die Methoden, Tools, das Know-how und den Spirit erstellen bzw transportieren können.

Wie ist der Lösungsansatz entstanden?

  • Wir haben viele StartUpper im Team. Sogar eine Schülerin mit StartUp-Erfahrung. Dazu Lehrer, weitere Pädagogen und Eltern.
  • Die Basis-Idee wurde vom Team-Captain geboren und dann im Team ausgerichtet, konkretisiert und perfekt umgesetzt, die KPI und der Aufbau besprochen.
  • Es folgte die Ausarbeitung der Themen in kleinen Gruppen, die kollaborativ zusammengeführt wurden
  • Als das Konzept stand, haben wir einen Pre-Test durchgeführt - einmal mit Schüler*innen, dann mit Lehrer*innen und Schulleiter*innen die nicht a Konzept beteiligt waren. So haben wir schon in einer frühen Phase Feedback eingeholt.
  • die Themen wurden weiter ausgearbeitet und anhand des Feedbacks angepasst

Was waren die wichtigsten Meilensteine während der Hackathon Woche?

  • Gemeinsames Verständnis der Idee und des Ziels an Tag zwei
  • Start der Detail-Arbeit an Tag 2
  • Test Schulleitung, Lehrerschaft und SuS an Tag 3
  • Einarbeitung Feedback und weitere Vertiefung Konzept sowie Ergänzung der App, Design und Logo an Tag 4
  • Konzeptfinalisierung, Film Finalisierung, Check am Tag 5

Wenn Ihr auf einer bestehenden Lösung aufgebaut habt: bitte beschreibt den Status am Anfang des Hackathons, so dass wir den Fortschritt während der Woche angemessen beurteilen können.

  • Wir schauen, was ein gutes StartUp ausmacht und versuchen daraus zu lernen
  • Gestartet sind wir bei null
  • Eine Idee, die dann - genau wie es ein StartUp machen würde, ausgearbeitet, getestet und umgesetzt wird

Woran haben wir uns orientiert:

Was macht ein gutes StartUp aus:

  • Unbedingtes Vertrauen im Gründerteam und Selbstvertrauen
  • Perfekt Pitchen (Vorstellen und Verkaufen der Idee)
  • Mit felsenfester Flexibilität die richtigen Entscheidungen treffen
  • Gemeinsam agieren
  • Flexibel bleiben und sich weiter entwickeln
  • Ein Ziel vor Augen haben
  • Regeln der Zusammenarbeit

Prototyp: No Prototype but a Concept - siehe PDF Link: http://dotkomm-files.s3-eu-west-1.amazonaws.com/Ingo/Die-Schule-als-StartUp_App-Konzept_Factsheet.pdf

Wenn vorhanden: Wo finden wir Euren ersten Prototypen (Link)?

Übergreifendes Konzept zu "Die Schule als StartUp": http://dotkomm-files.s3-eu-west-1.amazonaws.com/Ingo/Die-Schule-als-StartUp_Final.pdf

Factsheet der App http://dotkomm-files.s3-eu-west-1.amazonaws.com/Ingo/Die-Schule-als-StartUp_App-Konzept_Factsheet.pdf

Wenn vorhanden: Wo finden wir den Code zu Eurer ersten Lösung (Link)? Alternativ: Wie könnte die kleinste nutzbare Version Eurer Lösung aussehen?

  • Wir haben bereits ein umfangreichs Konzept erarbeitet, um das Thema extrem schnell marktfähig zu machen.
  • es ist die Basis für die Weiterentwicklung und Verprobung an einer Live-Schule

Nächste Schritte:

Wie testet ihr Eure Annahmen?

  • Pilotieren. Feedbacken. Lernen. Verbessern - alles in allem: ein agiler Kreislauf.
  • Test mit Lehrer*innen in offener Diskussion
  • Test mit Schulleiter*innen und offener Diskussion
  • Konkrete Fragestellung an Lehrer*innen
  • Digi-lab mit Schüler*innen: Fragestellungen, Brainstorming und Bewertung
  • Konkrete Einbeziehung weiterer Teilnehmer des Hackathons für Feedback

Was ist aus Eurer Sicht der nächste Schritt in Richtung Umsetzung?

  • Konzept erweitern - aber klar halten
  • Ergebnistypen produzieren, wie die Methoden, Guidelines und Checklisten
  • Externe Coaches finden
  • Pilotschulen finden und an den Start bringen!

Was benötigt Ihr für den nächsten Schritt (Ressourcen, Know-How, Budget)?

  • Know-how StartUps
  • Know-how pädagogische Einführung der Schule und der Lehrer*innen
  • Know-how Lehrerbildung und Findung der passenden Kandidaten
  • Offene Schulen - damit meinen wir nicht die Öffnungszeiten
  • Budget Konzept: 100.000 EUR für alle Konzepte und Medien

Seid ihr als Projektteam selbst an der Umsetzung interessiert? Wenn ja, wer hat welche Rolle in Eurem Team?

  • Ja, definitiv.
  • Ingo: Basis-Idee, Team Captain, Creative Director, Product Owner
  • Jolina: Schülerin: Testimonial und Konzept aus Schüler*innenSicht
  • Franziska, Gesa, Julia, Steffen: Blickwinkel Lehrer*innen
  • Ines, Felicia : Rahmenbedingungen für die Schulen
  • Kevin: Tools
  • Yvonne: Orga/Zeitmanagement
  • Hannah: Logo Design

plus viele helfende Hände und Köpfe:

http://dotkomm-files.s3-eu-west-1.amazonaws.com/Ingo/Die-Schule-als-StartUp_Final.pdf

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