Einleitung

Bei dem #wirvsvirus Hackathon haben wir uns der Challenge "Infektionsfall-Übermittlung: Wie können Infektionsfälle rasch und effizient übermittelt werden?" gewidmet. Hierbei haben wir uns der Problematik der besseren Erschließung der Dunkelziffer an infizierten Menschen angenommen.

Die Probleme

  1. Die Hürde zum Arzt zu gehen, wenn man Symptome hat, ist hoch, da eine Diagnose von Corona weitreichende Folgen für den einzelnen Patient, aber auch sein Umfeld hat. So werden unmittelbar Quarantäne-Maßnahmen verhängt, welche drastisch erscheinen und Angst machen. Gerade Menschen, die die Infektion tragen, gefährden die Maßnahmen der Bundesregierung, die Infektionsketten zu durchbrechen und die Infektionswelle zu stoppen.

  2. Zudem kämpft die Bundesregierung immer wieder mit der Bekämpfung von Falschmeldungen (Fake news). Daher wird nach einem Weg gesucht, die Bevölkerung mit gesicherten Informationen zu informieren und dies möglichst schnell und flächendeckend. Ebenso soll eine Möglichkeit geschaffen werden, die weiteren Schritte nach einer Infektion und auch die Konsequenzen der Bevölkerung aufzuzeigen, um Kontaktstellen zu bieten und Ängste zu mindern.

  3. Bisher ist es weder möglich die Dunkelziffer an Erkrankungen zu bestimmen, noch gibt es eine Meldepflicht für gesundete Menschen. Dies hat zur Folge, dass die Infektionswerte nicht valide dargestellt werden können. Eine Selbstinformation der Bevölkerung würde dabei helfen die Krankheit und den Krankheitsverlauf besser zu verstehen, sowie das Infektionsrisiko in einzelnen Bezirken gesicherter darzustellen.

Die Lösung

Hören wir auf, nur Zuzuschauen, werden wir zu Kämpfern! fightcovid ist unser Maßnahmenpaket um zusammen gegen das Coronavirus zu kämpfen.

Der Fragebogen zur Selbstdiagnose von fightcovid wird sowohl Web-basiert als Desktop und Tablet Lösung aufrufbar sein, zudem wird eine App und ein Chatbot auf der Facebook-Seite fightcovid.me zur Verfügung gestellt. Die Fragen basieren auf der CovidApp der Berliner Charité und sollen abschließend einen Hinweis geben, ob der Nutzer zur Risikogruppe gehört oder nicht, oder im Zweifelsfall bereits starke Symptome von Corona zeigt und sich somit unmittelbar in ärztliche Behandlung begeben und den Covid19-Test beim Arzt durchführen sollte.

Der Nutzer wird an dieser Stelle mit den von ihn notwendigen Verhaltensmaßnahmen informiert. Hier werden Kontaktdaten zu offiziellen Stellen erscheinen und auch Erklärungen, wie es weitergeht. So ist der Nutzer gesichert informiert und ihm wird die Angst vor den weiteren Schritten ggf. genommen.

In der Web-App bekommt der Nutzer auch nach Abschluss des Fragebogens ein Tagebuch freigeschaltet, um täglich (auf Desktop, Tablet und Handy) eintragen zu können, welche Symptome er zeigt. Durch Ausfüllen des Tagebuches erhalten wir gesammelte Informationen über die unterschiedlichen Verläufe der Krankheit in verschiedenen Alters- und Risikogruppen. Das Tagebuch ist dabei mit Piktogrammen und selbsterklärend aufgebaut, um das Ausfüllen schnell und eindeutig zu gestalten.

Um die Nutzer zu motivieren an dem Test teilzunehmen, das Tagebuch auszufüllen und sich später als gesundet zu melden, wird der Nutzer durch Push-Notifications daran erinnert, die App wieder zu öffnen und mit ihr zu interagieren.

Die Vision

Die auf verschiedenen Wegen erhobenen Daten sollen Experten helfen, eine Clusterung der Infektionen, Infektionsherde und -ketten besser und valider zu evaluieren. In einem weiteren Ansatz können die Daten so verarbeitet werden, dass für Bezirke die Infektionsgefahr dargestellt werden kann und ggf. auch an die Bevölkerung gegeben werden kann. Es könnten per Push-Notification Hinweise auf den lokalen Standort der Nutzer ausgegeben werden. Beispielsweise:

"In diesem Bereich herrscht eine hohe Infektionsgefahr, bitte halte Abstand zu deinen Mitmenschen und verlass nur in dringenden Angelegenheiten deine Wohnung."

Dies soll dazu führen, dass die Bevölkerung über das unmittelbare und aktuelle Geschehen und die Lage bewusst ist und somit Bewusstsein für einen rücksichtsvollen Umgang mit sich und seinen Mitmenschen entwickelt.

Wir möchten diese App auch in jede Sprache skalieren, um gerade in der Corona-Krise auch Gebiete abdecken zu können, die derzeit zum Glück noch nicht in dem Maße betroffen sind, wie es in Deutschland und Europa der Fall ist. Dafür kann die App/Chatbot/Voiceskill in alle Sprachen übersetzt werden. Die Barrierefreiheit der Anwendung soll dabei helfen, dass alle Menschen auf dem Planeten – unabhängig von Sprache, Ethnie und Herkunft – die Anwendung problemlos beherrschen kann.

fightcovid ist dabei so konzipiert, dass die App für jede Epidemie, Pandemie oder Erreger individualisiert werden kann. So kann die App auch als Basis für Infektionsketten weiterer Erkrankungen, wie z.B. die Grippe, SARS oder Andere genutzt werden und bildet somit eine Basis für die Beobachtung, Analyse und Bekämpfung von Viren aller Art auf der gesamten Erde.

Fazit

Mit unserem Prototypen sind wir noch nicht am Ende unserer Ziele und Ideen angelangt. Gerne würden wir daran weiterarbeiten und die Anwendung für die Skalierung und Distribution fit machen. Hierfür stehen noch Aufgaben aus, wie die korrekte Auswertung des Fragebogens gemäß Berliner Charité Fragebogen, Verknüpfung zu einer Datenbank und Auswertung von lokalen Bezirken.

Unabhängig von unserer Arbeit kann diese Open Source Anwendung in sämtliche Sprachen übersetzt werden. Eine Ergänzung der lokalen Kontakte und Ansprechpartner der Behörden wäre notwendig, um die Skalierung zu ermöglichen.

Für die Social Media Distribution haben wir noch viele Ideen. Meldet Euch gerne, wir finden es großartig Teil dieser Bewegung, der Hackathons und der Lösung zur Bekämpfung dieser Krise zu sein.

Danke

an das gesamte Orga-Team rund um wirvsvirus und wirvsvirushackathon!

Die fightcovid Crew

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