Inspiration

Flatten the Curve! Wir wollten Infektionsketten ausfindig machen, um diese möglichst schnell unterbrechen zu können. Dazu ist ein guter Überblick über das Bewegungs- und Kontaktverhalten der mind. letzten 14 Tage wichtig, um Betroffene, die mit Infizierten in Kontakt waren, frühzeitig zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.

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What it does

Gretel erhebt, sammelt und kumuliert Bewegungs- und Kontaktdaten aus verschiedenen Quellen - zum Teil automatisch, zum Teil manuell ergänzt. So wird nachvollziehbar, wer wann in welchem Kontext mit wem in Kontakt war, um Infektionsketten schnell zu identifizieren und frühzeitig zu unterbrechen. Eine digitale App wird durch analoge ID-Karten (im üblichen Scheckkartenformat) und Hardware ergänzt, die auch die Teilhabe nicht digital vernetzter Personen erlaubt. Läden und öffentlichen Einrichtungen etc. werden DIY-Kits zur Verfügung gestellt, welche das Aufstellen von Scan-Stationen erlaubt. Hier können sich Teilnehmer eine analoge ID-Karte geben lassen, die sie beim Betreten und Verlassen des Gebäudes, Verkehrsmittels etc. scannen können, um ihre Daten zur Verfügung zu stellen. Alle, die Daten bereitstellen, können zeitnah über Risiken bzgl. Infektion etc. informiert werden. Es werden unterschiedliche Status von u.a. gesund über infiziert bis geheilt ermittelt, die eine Einschätzung sowie Auskunft über die Gesamtsituation erlauben. Ein Gesundheits-Check gibt dem Nutzer praktische Maßnahmen für die nächsten Tage an die Hand, um auf die aktuelle Situation angemessen und schnell reagieren zu können und beispielsweise andere zu informieren etc.

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How we built it

Wir haben auf einem Miro-Board begonnen, Ideen zu sammeln, zu clustern und zu entwickeln. Anschließend wurde skizziert und ein Brainstorming gestartet. Daraufhin haben wir u.a. einen digitalen Prototyp der Smartphone App gestaltet und prototypisch (in Teilen) entwickelt und Paper Prototypes der Hardware-Komponenten gebaut, um unser Konzept zu simulieren und zu überprüfen. Daneben haben wir mit der Entwicklung der Frontends (Mobile für End-User sowie Tablet für stationäre Scans) begonnen, und auf Basis der Amazon AWS-Infrastruktur ein Backend daran angekoppelt. Die anfallenden Daten werden dabei anonymisiert in der Cloud in Amazon DynamoDB gespeichert, welche auch für große Nutzerzahlen gut skaliert werden kann. Es existiert ein funktionaler Teil der Mobile-App auf Basis von reactnative, sowie eine funktionale Webanwendung für die “analoge” Tablet-Lösung auf Basis von vue.js. Das System ist über REST APIs schnell an andere Systeme wie z.B. Gesundheitsämter anbindbar. Geplant sind u.a. noch Datenauswertung via AWS Diensten für “Matching” und erweiterte Kontakt-Score-Berechnung. Die mobile App sammelt dabei Positions- und “Begegnungsdaten” unter Verwendung von WLAN- und Bluetooth-Scans, GPS und auch manuellen Barcode-Scans / Checkins, zum Beispiel wenn sich persönlich bekannte App-Nutzer treffen. Diese Daten werden an das Cloud-Backend übermittelt und auf potentielle Begegnungen mit infizierten Personen hin ausgewertet. Daraufhin kann die App oder Tablet-Station Benutzer warnen, wenn sie entsprechende Symptome entwickeln und sie dazu ermutigen, einen Arzt zu kontaktieren oder vorsichtshalber ihre Kontakte zu anderen Menschen einzuschränken. Geplant für die Zukunft sind u.a. noch Datenauswertung in den Backend-AWS-Diensten für “Matching” und erweiterte Kontakt-Score-Berechnung.

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Challenges we ran into

Die heutige, technische Infrastruktur ermöglicht das zeitnahe Aufzeichnen der Verbreitung von Infektionskrankheiten. Leider sind viele der aktuell besonders betroffenen Personen nicht besonders gut in diese Infrastruktur integriert. Dieser tote Winkel in der Datenerfassung wirkt sich sowohl auf die ausgeschlossenen Personen als auch auf die weitere Fähigkeit, Infektionsketten zu identifizieren, aus. Um Infektionswege möglichst vollständig und genau abzubilden sind viele Daten notwendig. Daher versuchen wir ebenso nicht-digitale Personen durch unsere Gretel-Station einzubinden. Außerdem möchten wir dem Nutzer ermöglichen, diese Informationen weiter anzureichern. Der Nutzer wird involviert, Mängel der automatischen Aufzeichnung werden manuell ausgebessert. Die Herausforderung bei der Datenvisualisierung der vergangen Kontakte und Begegnungen bestand darin, dass sich die Situation sehr dynamisch ändern kann. Daher war es wichtig, dass Nutzer immer über ihren aktuellen Status benachrichtigt werden werden sobald sich dieser verändert. Eine weitere Challenge war das Nutzererlebnis unserer Gretel-Station speziell an digital-unerfahrene Menschen anzupassen. Eine barrierefreie Gestaltung sollte den Nutzer bei der Bedienung anleiten. Mit Hilfe eines Schildes zeigen wir dem Nutzer die genaue Position, an die er seine Karte halten soll. Anschließend bekommt er eine kurze Info. Andere Interaktionen als das Scannen der Karte sind mit dem Gerät selbstverständlich nicht vorgesehen. Man kann sich folglich an keiner Fläche infizieren. Um im Falle einer Infektionswarnung den Nutzer nicht zu verunsichern, wird dieser bereits beim Onboarding durch eine Broschüre aufgeklärt, was im Falle einer solchen Meldung zu tun ist. Die Mitteilung auf unserer Gretel-Station weist den Nutzer darauf hin, sich nun an das in der Infobroschüre beschriebene Vorgehen zu halten.

alt text Gretel-Station, mit der auch ohne Smartphone App das Bewegungsprofil getrackt werden kann

alt text Der Gretel Flyer mit austrennbarer Karte informiert über das Projekt und das Vorgehen bei Infektion

Accomplishments that we are proud of

Wir sind sehr stolz auf das, was wir innerhalb der letzten 48h erreicht haben. Am Anfang gab es bis auf einige Ideen noch recht wenig. Die vorhandene Zeit haben wir uns optimal eingeteilt. Das Team und der Spirit der letzte Tage war überwältigent.

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What we learned

Wir haben viele Erfahrungen über die Remotearbeit gesammelt. Obwohl wir in ganz Deutschland verstreut waren, haben wir fast 48h gemeinsam am Projekt gearbeitet. Mit Tools wie Miro für Ideation oder Fimga für Design war uns uns möglich gemeinsam Inhalte und Designs zu erarbeiten.

What's next for Gretel

Zur besseren Wahrnehmung unserer Gretelstationen sollten diese am besten direkt am Eingang bzw. Ausgang platziert werden. Hierfür sollen die Geräte speziell als Eingangs- oder Ausgangsgerät konfiguriert werden können. Auch der in Supermärkten für die Paybackkarte verwendete Scanner könnte die Aufgabe des Ausgangsgerätes übernehmen. In diesem Zuge sollte der Kunde vom Kassenpersonal direkt angesprochen werden, ob er sich mit seiner Gretelkarte abmelden möchte. Kassenscannern, die für Payback etc. genutzt werden, könnten ebenfalls genutzt werden. Besonders viel Potential sehen wir auch in der Anwendung für andere Infektionskrankheiten.

How we worked

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TEAM

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