Lokal Viral informiert, wo Corona infiziert.
Schnelle und einfache Verbreitung wichtiger und aktueller Nachrichten in deiner Nachbarschaft durch ansteckende Solidarität.
Ab wann gibt es bei uns eine Ausgangssperre? Wo gibt es Corona-Test-Drive-Ins für meinen fetten SUV? Wo kann ich noch eine traumhaft-antiseptische Einkaufserfahrung haben? Wann hat mein Lieblingsbäcker um die Ecke jetzt noch auf? Und liefert meine Eckkneipe auch Quarantini-Cocktails? Viele unserer Fragen drehen sich gerade um die einfachen Dinge im Leben, die vor unserer Haustüre passieren.
Wir leben in der Nachbarschaft, aber unsere Medien sind global. Ständig erfahren wir über Neuigkeiten, wie sich Corona auf das Leben in anderen Teilen der Welt auswirkt. Für manche ist das eine ganz schöne Überforderung, denn sie wollen eigentlich nur wissen, wohin sie sich wenden können und wo noch eingekauft werden kann.
Warum von Lokal Viral infizieren lassen?
Lokal Viral ist ein Chatbot, der es möglich macht, schnell und einfach lokal relevante Informationen rund um den aktuellen Stand der Corona-Situation abzufragen. Als Community-gestütztes Projekt bietet er engagierten Nachbarschaftsvereinen und -projekten sowie engagierten Einzelpersonen eine niedrigschwellige Möglichkeit der Informationsweitergabe und -bereitstellung.
Durch Lokal Viral sollen Bürger.innen die wichtigsten lokalen Informationen zur Verfügung gestellt werden: Über einen WhatsApp-Chatbot geht das so einfach, als würde man einen Freund fragen. Lokal Viral – das Kurzstreckenticket in der Informationsbahn.
Funktionsweise
Zuerst müssen die Nutzer.innen die Nummer des für Ihre Region zuständigen Chatbots erfahren. Hierfür gibt es einen vorgeschalteten zentralen Chatbot mit einer allgemeingültigen Nummer, dem die eigene Postleitzahl gesendet wird. Daraufhin antwortet dieser mit der Nummer des lokalen Chatbots. So sieht das aus: https://www.youtube.com/watch?v=lbmgC7uZyhc
Der lokale Chatbot bietet Informationen aus derzeit 6 verschiedenen Kategorien: aktuelle Zahlen zu Corona-Infektionen, -Toden und -Genesungen, Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit, Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr, Informationen zur Versorgungslage, Anlaufstellen für Inanspruchnahme oder Zurverfügungstellung sozialer Unterstützung und Happy News, ein paar der schönen Dinge, die in der Umgebung passieren. Die Kategorien sind nummeriert, die Inhalte lassen sich mit dem Senden der jeweiligen Zahl abrufen. Hier sieht man unseren Moabiter Bot an der Arbeit: https://www.youtube.com/watch?v=Iz2JosOi1h4
Bereitgestellt werden diese Informationen von Vertreter.innen von Nachbarschaftsvereinen und anderen engagierten Personen. Auf einer zentralen Website können sich Menschen unter Angabe ihrer Ressourcen und Beweggründe registrieren, die an der Aktualisierung lokaler Informationen interessiert sind. Nach einer Prüfung der Registrierung können diese Personen dort die Inhalte ihres lokalen Chatbots bearbeiten. Zur Vorbeugung von Falschinformationen werden nicht alle Inhalte zur Bearbeitung freigegeben. Einige Informationen können nur von spezifisch qualifizierten Personen aktualisiert werden (z. B. Mitarbeiter.innen der kommunalen Verwaltung), andere sollen automatisch aktualisiert werden (z. B. aktuelle Zahlen des Robert Koch Instituts).
Projektstatus
Aktuell existiert der in den Videos gezeigte Prototyp des WhatsApp-Chatbots und Mockups der Website. Der Bot wurde mit DialogFlow erstellt und über Twilio an die WhatsApp-API angebunden. Die Inhalte des Bots wurden von uns zusammengestellt und mittels CSV-Import eingepflegt. Eine funktionierende Schnittstelle über eine Website gibt es noch nicht. Der Bot funktioniert für Testzwecke, bedarf aber noch professioneller Entwicklung.
Wie geht es weiter?
Unsere Konzeptualisierung in den vergangenen 2 Tagen hat genau das hervorgebracht: ein Konzept. Wir haben mittlerweile ein relativ gutes Bild davon, wie wir dieses Projekt umsetzen möchten und auch schon konkrete Herangehensweisen dafür. Wir haben einen halbwegs funktionierenden Prototypen auf die Beine gestellt, alles andere sind aber noch (umwerfend gut aussehende!) Pappkulissen. Deshalb bedarf die eigentliche Entwicklung und Erprobung eines deutschlandweit einsetzbaren Chatbots noch einiges an Arbeit.
Hier ist eine Liste von Dingen, die getan werden müssen bzw. die wir gerne umsetzen würden:
- Ausarbeitung des Chatbots
- Ausarbeitung des Designs
- Schnittstelle von Informationsgeber.innen und Chatbot erstellen (Mockups in echte Website überführen)
- direkte Verlinkung der Informationsdatenbank mit den Chatbot-Antworten
- interessiertes Netzwerk von Personen einbinden, die sich lokal engagieren möchten
- Prototypen mit Verteiler.innen (z. B. Nachbarschaftsvereinen) und Empfänger.innen (Bürger.innen) testen, um den Bedarf erneut abzufragen und die Usability zu verbessern
- Aufstellen erster Pilot-Projekte in Potsdam/Berlin als Prototypen-Test
- ggf. Verbreitung/Bekanntmachung
langfristig:
- Ausweitung auf andere Messenger, z. B. Signal und Telegram, und SMS
- Ausweitung auf Sprachanrufe
- Web-Scraper zum automatischen Aktualisieren bestimmter Informationen
- Konzept für kontrollierteres Vorbeugen von Falschinformationen
Built With
- dialogflow
- miro
- twilio



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