Wir sind Corona-PathFinder!

(ehemals Corona-Wegweiser oder Corona Hilfe Wegweiser)

1. Gesellschaftlicher Mehrwert

Die Rahmenbedingungen

Zur Zeit entstehen im Rahmen des Hackathons (aber auch unabhängig davon) sehr viele Einzelinitiativen, um die Herausforderungen, die sich durch COVID-19 ergeben haben zu adressieren.

Viele Menschen möchten sich engagieren und tun dies, indem sie ganz konkrete Probleme im Rahmen der Nachbarschaftshilfe anpacken. Einige sind jedoch orientierungslos und müssen zum passenden Hilfsprojekt angeleitet bzw. geführt werden.

Andere Mitbürger benötigen Hilfe und sind bereits frustriert, sprichwörtlich den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen, oder es fehlt ihnen die Affinität zum elektronischen Medium.

Zuletzt haben auch diejenigen, die sich bereits zu Initiativen zusammengefunden ein Problem: es gibt keine einheitliche "Annahmestelle" für ihre Ideen. In der aktuellen Lage hat niemand einen Überblick, welche Einzelinitiativen es schon gibt und welche davon Früchte tragen werden.

Wir sind weiter davon überzeugt, dass es zu Beginn nicht möglich sein wird, die Komplexität der gesellschaftlichen Problemstellungen über eine einzige Gesamtlösung abzubilden. Gerade deshalb ist es wichtig, den Bürger schnell und unkompliziert zur passenden Einzel- bzw. Speziallösung weiter zu vermitteln.

Unsere Mission:

Wir möchten die oben genannten Punkte auf unserer Webseite als Use Cases abbilden. So können wir diesen Themenkomplex hoffentlich auf einen einfachen Einstieg reduzieren. Wir beabsichtigen, unseren Corona-Wegweiser (engl. Corona-Pathfinder) zunächst auf deutscher, dann auf europäischer und ggf. später internationaler Ebene anzubieten.

Wir verfolgen zu diesem Zweck folgende Einzelziele:

  • Es soll eine Datenbank aller vorhandenen Einzellösungen entstehen.
  • Hilfsbereite Bürger sollen ihre Hilfsangebote und ihre Fähigkeiten hinterlegen können.
  • Hilfsbedürftige Bürger sollen Ihre konkrete Nachfrage hinterlegen können.
  • Die Informationen der vorangegangenen Schritte sollen klassifiziert und verschlagwortet werden.
  • Sofern die Verschlagwortung sowie Klassenmerkmale übereinstimmen soll die Anwendung aus der Datenbank die entsprechenden Einzelinitiativen vorschlagen.
  • Der Dienst soll in Funktionsweise und Bedienung möglichst unkompliziert gehalten sein und eine effektive Vermittlung zwischen bestehendem Angebot an Initiativen und individueller Anfrage abbilden.

2. Innovationsgrad

Soweit wir es in der kurzen Zeit überblicken können, gibt es mit "Corona Compass" und "Krisenbewältigung" ähnliche Vorhaben. Diese Vorhaben verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, der neben der Strukturierung der Einzelaktivitäten auch bspw. ein Informationszentrum zum Thema Covid-19 abbilden soll.

Wir haben uns bewusst gegen einen ganzheitlichen Ansatz entschieden. Eine Applikation mit ganzheitlichem Ansatz erfordert hohe Investitionen und großen Zeitbedarf. Unser Ziel ist es, eine möglichst einfache Applikation mit hohem Wirkungsgrad zu entwickeln, die den Bedarf nach Struktur und Koordination von Einzellösungen jetzt löst. Der Bedarf an Menschen, die dringend Hilfe aller Art benötigen, wächst täglich. Daher ist höchste Eile geboten!

Sollte die Krise länger andauern, so wäre es denkbar das Konzept, nach einer ersten lauffähigen Version, modular zu erweitern. Hier wären folgende Schritte denkbar:

  • Die Anwendung könnte durch ein Telefonmentoring unterstützt werden, das älteren und benachteiligten Menschen bei mangelnder Affinität zur IT unter die Arme greift.
  • Eine nach Schlagworten filterbare Liste der Projekte darstellen
  • Entwicklung einer Mobile App
  • Verbesserung des Matchmaking mit einem KI-Algorithmus
  • Erweiterung des Registers um offizielle Nachrichten (in Abgrenzung zu "Fake News"), sodass auch dort die Bürger schnelle Orientierung zu zuverlässigen Nachrichtenmedien finden
  • Ergänzung des Dialogs um Hinweise zur medizinischen Vorsorge (Kontaktvermeidung usw.)

3. Skalierbarkeit

Skalierbarkeit könnte in unseren Augen zunächst einmal durch eine Ausweitung des Einsatzgebietes gegeben sein. Zwar ist das Internet international, doch ist unsere erste Lösung zunächst auf Deutschland und deutschsprachige Länder zugeschnitten. Es wäre jedoch relativ einfach, auch weitere Sprachen zu integrieren und das Einsatzgebiet beispielsweise auf die EU zu erweitern. Hier wären Einzellösungen nach Landesgesetzen usw. aufzubauen, aber da das Konzept sehr einfach gehalten ist, könnte unsere Anwendung auch in anderen Ländern gute Erfolge erzielen.

Wir erwarten insgesamt einen mit der Zahl der Infektionen proportional ansteigenden Bedarf. Die Hochrechnungen dazu sind momentan höchst dynamisch. Wir rechnen damit, dass die gesellschaftlichen Folgen bis in die kommenden Jahre nachwirken werden. Gegenseitige Solidarität wird daher auch nach einem Abklingen der Infektionsraten in hohem Maße erforderlich sein. Unser Register könnte an dieser Stelle ein effektives Instrument werden, da es tendenziell jeder Mensch nutzen kann.

Hinsichtlich der wirtschaftlichen Verwertung stellt sich in Anbetracht der akuten Lage die Frage, inwieweit eine wirtschaftliche Verwertung sinnvoll erscheint. Theoretisch bestünde durchaus ein Markt für die schnelle Weiterleitung an wirksame Angebote (i.S. eines Makeldienstes). Es muss jedoch klar sein, dass dies die Ausbeutung von notleidenden Menschen bedeuten würde. Dies ist unserer Meinung nach nicht zu vertreten, sodass für uns ausschließlich eine öffentlich-rechtliche, oder gemeinnützige Verwertung in Frage kommt.

4. Fortschritt

Leider haben wir erst relativ spät, gegen Samstag 12 Uhr mit dem Projekt beginnen können. In der kurzen Zeit ist es naturgemäß schwer, ein abgerundetes Produkt auf die Beine zu stellen. Wir haben uns daher entschieden, ein prototypisches Design aufzubauen. Unser Ziel war, den prozedualen Aufbau unserer App anhand des Beispiels "Knappheit beim Bedarf an Saisonarbeitern in der Erntesaison" aus den jeweiligen Perspektiven abzubilden.

Den technischen und projektmäßigen Fortschritt haben wir über Google Docs Dokumente, Skizzen, Workflows und Code dokumentiert. Der Zustand dieser Dokumentation ist in Anbetracht der kurzen Zeit nicht unbedingt so sorgfältig, wie wir das im professionellen Bereich tun würden. Dennoch ist das Gesamtmaterial durchaus beachtlich wenn man bedenkt, dass das Ergebnis der Arbeit im wesentlichen einer "Drauf-Los"-Mentalität entsprungen ist. Wir sind absolut überzeugt, dass man das Thema mit einem professionell aufgestellten Entwicklerteam zügig pushen kann.

Wir möchten unsere Ergebnisse gerne OpenSource zur Verfügung stellen, haben dies in der Kürze der Zeit aber noch nicht umsetzen können. Die verwendeten Technologien möchten wir in Zukunft optimieren. Wir haben zunächst bewusst mit wenig Technologie begonnen, um uns bei einem Prototypen der Anwendung nicht zu früh festzulegen. Nach einer ausführlichen Auswertung von Bedarf und vorhandener Expertise soll dann eine Entscheidung für einen Technologiestack fallen.

Das wichtigste zuletzt: unsere Hauptleistung war, dass wir völlig fremde Menschen ohne vorherige Planung oder Strukturierung des Problems zusammengebracht haben und beachtliche Erfolge erzielt haben! Es ist wirklich erstaunlich, was motivierte Menschen, die sich einem gemeinsamen Ziel verschrieben haben, leisten können. Als Projektkoordinator bin ich unglaublich stolz, dass wir es gemeinsam so weit geschafft haben! Insofern war das Projekt so oder so -- auch wenn es vielleicht später nicht ausgewählt wird -- ein vollster Erfolg!

Dokumentation:

Unsere Google Doc Sheets (Planung und erste Datenerhebung): https://docs.google.com/spreadsheets/d/1zQmEHOFTnxvPXimPuynk44GVGldLAe_EoC42biCHNkU

Unsere Webseite: https://coronapathfinder.org

Unser Datenbank-Konzept: https://www.dropbox.com/s/s8n3w880gfd2gk9/DBDesigns.zip?dl=0

Unser Slack-Kanal: https://wirvsvirus.slack.com/archives/C010JFA80G7 (der Titel wurde mehrfach geändert)

5. Verständlichkeit

Je nach Skalierbarkeit wäre eine Übersetzung in entsprechende Fremdsprachen notwendig. Grundsätzlich ist unsere Anwendung so aufgebaut, dass ein bewusst sehr einfach gestalteter Dialog genutzt wird, um wichtige Informationen zum jeweiligen Anliegen in Schlagworten zu erfassen bzw. zu skalieren. Das Anliegen ist also, die Texte ebenfalls so einfach wie möglich zu halten, damit jeder Bürger teilnehmen kann. Wichtig ist uns darüber hinaus, dass die Barrierefreiheit der Anwendung gewährleistet werden kann.

Da wir bisher mit der Entwicklung der App ausgelastet waren hat eine Kommunikation über die Grenzen des Hackathons noch nicht stattgefunden. Neben der Verbreitung über das Internet/Social Media haben wir aber angedacht, für jeden Haushalt druckbare Flyer/Aushänge zur Verfügung zu stellen, um das Thema schnell über Mundpropaganda unter die Leute zu bringen. Selbstverständlich stünden im Fall einer offiziellen Förderung ggf. auch öffentliche Medien wie TV, Radio etc. zur Verfügung.

Das Team

  • Almin - Webdesign
  • Florian - Logodesign
  • Jorid - Datenbankkonzept
  • Konstantin - Webdesign
  • Martin - Ideengeber & Projektkoordination
  • Rainer - PR & IT-Infrastruktur
  • Sabine - PR & Mediengestaltung
  • Svenja - Backend, IT Admin & Organisation
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