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Inspiration

Die Corona Pandemie hat unser aller Leben nachhaltig verändert. Allem voran geht die Auswirkung der Kontakteinschränkungen, sowohl zwischen privaten Personen, als auch zwischen Mitarbeitern. Während sich viele Deutsche schwer tun, effektiv aus dem Home Office zu arbeiten, birgt die Pandemie hier auch ungeahnte Chancen. Durch die Einschränkung der sozialen Kontakte, sowie der Einschränkung des täglichen Lebens wurden weltweit bisher in 2020 fast eine Milliarde Tonnen weniger schädliche Treibhausgase in die Atmosphäre abgegeben (zdf) - das kommt der Umwelt zugute.

Während wir natürlich nicht möchten dass unser Leben für immer “auf Sparflamme” fährt, sind wir doch der Meinung, dass es aus dieser Situation etwas zu lernen gibt. Die Umweltorganisation Greenpeace hat errechnet dass selbst eine relativ konservative Bewegung zum Home Office (40% der Pendler arbeiten 2 mal die Woche aus dem Home Office) den CO2 Ausstoss durch das Pendeln dauerhaft um 5,4 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren könnte. Das sind knapp 4% des gesamten CO2, welches durch das Verkehrsaufkommen in Deutschland ausgestoßen wird (Greenpeace). Mit immer neuen Hiobsbotschaften aus der Klimaforschung, und immer neuen negativ-Rekorden, sind wir der Meinung dass sich jedes bisschen CO2-Reduktion lohnt - vor Allem wenn es viele positive Nebeneffekte gibt!

Problem

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts “Censuswide” hat ergeben, dass mehr als 50% der Deutschen Probleme haben, im Home Office effektiv zu arbeiten. Die fehlende oder unzulängliche Kommunikation mit Mitarbeitern spielt hierbei eine zentrale Rolle (merkur). Zuhause fehlt der spontane Austausch mit den Kollegen an der Kaffeemaschine, man ist abgeschottet vom “Flurfunk” und kreativ die Köpfe zusammenstecken geht auch nicht einfach so. Zudem ist es schwierig, die sozialen Kontakt im Büro zu pflegen. Das Teamgefühl geht verloren, und es setzt eine Einsamkeit ein. Darunter leidet die Motivation und die Kooperation. Das ist weder im Sinne der Mitarbeiter, noch im Sinne des Managements.

Unsere Sorge ist, dass diese Unzufriedenheit mit dem Arbeiten von Zuhause, dazu führen könnte dass wir die erreichten Fortschritte bei der Emissionsreduktion zum Ende der Pandemie wieder verlieren. Bereits über den Sommer war sichtbar, dass viele Unternehmen, ohne zu zögern zum alten Arbeitsalltag zurück kehrten. Nach eigener Erfahrung, Austausch mit Kollegen und vereinzelten Persona-Interviews liegt das daran, dass unsere derzeitigen digitalen Office Tools sich nur bedingt dazu eignen, das Arbeiten im Team zu ermöglichen. Teams, Zoom, Webex und Co. sind einfach nicht dazu geeignet, den frei fließenden Austausch eines offenen Büros zu replizieren oder zu ersetzen. Um den Menschen das Arbeiten und Wohlfühlen nach alten Gewohnheiten zu ermöglichen, braucht es einen neuen Ansatz.

Lösung

Wir holen den Team-Spirit ins Home Office! Durch das Anwenden von Best-Practices, Konzepten, Innovationen und Technologien aus dem Online-Gaming Sektor, schaffen wir immersive Online-Welten, in denen Mitarbeiter auch aus dem Home Office, spontan, flexibel, natürlich und nach alter Gewohnheit gemeinsam arbeiten können. Durch das Erschaffen virtueller Räume und Flächen, frei von physischen oder gesundheitlichen Restriktionen, bieten wir ein Arbeitserlebnis, wo sich Mitarbeiter im virtuellen Raum spontan begegnen, einander bei der Arbeit unterbrechen, oder auch zum sozialen Austausch verabreden können. Wir tragen so dazu bei, die permeablen Gefüge des Arbeitsplatzes im virtuellen Raum zu replizieren und ermöglichen den natürlichen Fluss von Ideen, Motivation, Inspiration und Kreativität durch die Organisation.

Unser Tool schafft es, den Arbeitsalltag soweit zu replizieren, dass das “Online Office” zu einer echten Alternative zum “Real Office” wird - für viele Mitarbeiter vielleicht sogar die bevorzugte Alternative. Wir nehmen den Menschen den Drang am Ende der Pandemie sofort zu alten Gewohnheiten und Konsumverhalten zurückzukehren. Pendeln, Reisen und die zu bewirtschaftende Bürofläche können so reduziert werden. Der reduzierte CO2 Ausstoß schont die Umwelt, die reduzierten Arbeitswege schaffen Zeit für die Mitarbeiter, der reduzierte Verkerh entlastet unsere Innenstädte, die freien Arbeitsflächen können für andere Angebote, wie flex-use Spaces, umfunktioniert werden, die Unternehmen sparen durch reduzierte Ausgaben in der Bewirtschaftung Geld.

Machbarkeit

Online Gaming Stark Gewachsen

Die Online Gaming Industrie hat in den letzten Jahren einen immensen Aufschwung erlebt. Dieser Trend wurde in der Corona-Pandemie nochmal deutlich bekräftigt (Washington Post). Neu ist hierbei, dass Gaming nun nicht mehr ein “Nischen” Markt, mit einer relativ engen Zielgruppe ist. Einer der großen Gewinner dieses Trends ist der Nintendo Titel “Animal Crossings”. Die virtuelle Lebenssimulation wurde seit März dieses Jahres mehr als 22 Millionen mal heruntergeladen (Games Wirtschaft) und generierte so den zweit-höchsten Umsatz eines Videospiels nach “Call of Duty” (npd). Während Call of Duty jedoch bereits seit mehr als 10 Jahren ein weltweites Kult-Following hat, ist Animal Crossing ein relativ neuer Titel und somit eine wichtige Erscheinung.

Echtes Leben im Virtuellen Raum

Das Erfolgsrezept von Titeln wie “Animal Crossing” aber auch anderen Titeln, die in einer immersiven virtuellen Welt spielen, wie etwa “Minecraft” oder “World of Warcraft” ist das replizieren einer möglichst nah an der Realität angelehnten sozialen Erfahrung. Spieler können online miteinander Abenteuern erleben, kreativ werden, Sachen tauschen oder einfach quatschen. Immer gleich ist der permeable Charakter der sozialen Interaktion. Man trifft sich spontan, wenn man gerade gemeinsam online ist, die Avatare laufen einander über den Weg, man kann sich physisch im virtuellen Raum treffen. Tatsächlich erfuhr Animal Crossings seinen Erfolg unter Anderem deshalb, weil ein großer Querschnitt der Bevölkerung in verschiedensten Ländern, sich zum Anfang der Pandemie dazu entschied, seine sozialen Kontakte in dieser unanstößigen virtuellen Welt der Bauernhöfe und Campingplätze zu pflegen (Zeit).

Wichtig sind bei diesen Spielen die resultierenden Verhalten der Nutzer. In Minecraft werden zum Beispiel in kreativer Zusammenarbeit von teilweise mehreren hunderten von Spielern ganze Paläste gebaut (t3n). In Animal Crossing pflegen Spieler untereinander die sozialen Kontakte, die in der Pandemie verloren gingen (Zeit). In Mass Multiplayer Online Role Playing Games (MMORPG), wie “World of Warcraft” bauen Spieler teilweise über Jahre tiefe Freundschaften mit Teams auf, die sie “IRL” noch nie gesehen haben.

Online Gaming ist Massentauglich

Titel wie “Minecraft” ziehen mittlerweile 130 Million Nutzer monatlich an (PC Mag). Selbst “World of Warcraft”, ein Titel bei dem eine Monatliche Gebühr zur Teilnahme gezahlt werden muss, zieht 5 Millionen Monthly Active Users an (Statista). Animal Crossings wurde, wie gesagt, seit März mehr als 20 Millionen mal geladen (Games Wirtschaft). Diese Zahlen zeigen, soziales Gaming ist längst keine Neuheit mehr. Server Technologien, Chat, Handel und das kreative, konstruktive Zusammenarbeiten sind von der Industrie verstanden und viel erforscht. Nur in den Office-Alltag wurden diese Technologien noch nicht überführt.

Technologien sind Marktreif

Die Zeit ist reif dafür. Während Spieler bis vor Kurzem noch teure Gaming-PCs und schnelle Internetleitungen kaufen mussten, um Titel wie World of Warcraft ruckelfrei zu spielen, gibt es nun das sogenannten Cloud Gaming. Die Rechenleistung passiert hierber nicht mehr dezentral am heimischen PC, sondern auf einem hochleistungsfähigen Server in den Rechenzentren der Cloudanbieter. Lediglich das Bild wird in 4K und mit 60fps an den Bildschirm zuhause gestreamt. Bei Cloud Gaming Plattformen wie Google’s Stadia ist es deshalb möglich höchst rechenintensive 3D Spiele über einen herkömmlichen Streaming Stick am Smart TV, zu spielen (Stadia).

Auch die Idee der 3-Dimensionalen Räume zum sozialen Austausch im Arbeitskontext wird bereits umgesetzt. Anbieter wie Mozilla Mixed Reality bieten im Browser laufende 3-D Lobbies an, in denen Menschen ihre Avatare bewegen und sich frei untereinander unterhalten können. Erst kürzlich wurde mit dieser technologie die erste virtuelle Pressekonferenz deutschlands abgehalten. Ein wichtiger Meilenstein (Code Bavaria). Da diese Angebote derzeit noch im Browser laufen, ist die Auflösung und die liebe zum Detail noch schwer abzubilden. Ein überführen dieser Ansätze in das Cloud Gaming würde ganz neue Erlebnisse ermöglichen.

Immersive Erlebnistechnologien, wie VR Brillen sind bereits am Markt und etablieren sich langsam. Neue Spielekonsolen, wie Sonys PS5 kommen mittlerweile Serienmäßig mit solchen Periphertechnologien auf den Markt. Erst kürzlich verkündete Samsung einen wichtigen Fortschritt, der es ermöglichen soll solche Brillen auch dauerhaft ohne negative Nebenwirkungen zu tragen. Mittelfristig wäre es unerlässlich das Erlebnis auf solchen Endgeräten zu ermöglichen, und könnte zu noch eindrucksvolleren Ergebnissen führen.

Nachhaltig ist es auch noch

Die zusätzliche Rechenlast, die durch Millionen von Menschen im Homeoffice verusacht werden würde, wäre hierbei kein Problem. Während ein herkömmlicher Arbeitstag im Büro knapp 15Kg CO2 pro Person verursacht, kommen 8 Stunden Cloud Gaming von Zuhause auf gerade mal auf ca. 3,5Kg pro Person (BBC). Führt ein attraktives Angebot eines Online Arbeitsplatzes also zu weniger pendeln, wäre eine Einsparung von 75% CO2 pro Person möglich.

Vision

Unsere Vision ist es die kollaborative, sozialen, immersiven und interaktiven Ansätze der am Markt etablierten Titel und Technologien auf die neue innovative Plattform des Cloud Gaming zu bringen. Wir sind überzeugt, dass es möglich ist über hochqualitative und liebevoll gestaltete Cloud Angebote, den Menschen einen virtuellen Arbeitsplatz zu bieten, der der realen Arbeitserfahrung in wichtigen Belangen so nahe kommt, dass er zu einer attraktiven Alternative zum bisherigen Arbeitsalltag wird.

Für Unternehmen und Arbeitnehmer öffnen sich hierbei gleichermaßen viele Möglichkeiten. Mitarbeiter können mehr Zeit Zuhause und weniger Zeit auf Reisen / beim Pendeln verbringen. Das senkt das Stress-Level und stellt die wichtige Work-Life balance wieder her. Dadurch, dass dem Büro eigens ein virtueller Raum zugeteilt wird, wird auch eine gewisse Distanz und Abschottung zwischen der “Zuhause Welt” und der “Arbeitswelt” wiederhergestellt - eine Erosion, die viele an der neuen Home Office Paradigme bisher bemängelten. Im virtuellen Raum können Mitarbeiter lockerer und spontaner miteinander agieren, es kommt zu mehr kreativem Austausch, das teamgefühl wird gestärkt.

Auch der Arbeitgeber profitiert. Statt imposanter Glaspaläste, kann er nun digitale Luftschlösser erschaffen (lassen), die den Mitarbeitern nicht nur viel Raum zur kreativen Entfaltung und der Abenteuer Erkundung im Netz bieten, sondern eben auch die Unternehmenswerte und die Marke widerspiegeln. Wie würde beispielsweise das digitale, global HQ von IBM aussehen? Träfe man online, spontan, Kollegen aus Singapur? Kunden aus Südafrika? Lieferanten aus Kanada? Würde man sich in einem Gebäude aus Glas, Beton und Stahl aufhalten, wie dem in New York? Oder wäre das gebilde in der Cloud ein ganz anderes? Etwas magisches, was auf andere Weise mit unseren Sinnen spielt?

Schluss

Die Technologie schreitet mit großen Schritten voran. Wirklich immersive Welten sind nun schon länger das Ziel verschiedener digitaler Player. Machbar sind sie heute schon. Angewendet werden Sie jedoch in relativen Nischenmärkten, wie dem Markt für Online Spiele Eben, in der Industriellen Fertigung oder beim Militär. Der Kostenpunkt und die Akzeptanz bewegen sich, unter Anderem durch Disruptionen wie die Corona Pandemie eben, Jedoch in eine Richtung, wo diese Technologien nun auch breitere Anwendung finden können.

Das Homeoffice ist ein erster, fast optimaler Anwendungsfall. Die positiven weiterführenden Effekte die CO2 Einsparung, Verkehrsreduktion und verschiedener anderer Aspekte, geben dieser Entwicklung Substanz. Wir hoffen, mit unserem Ansatz einen wichtigen Beitrag zu unserem neuen Arbeitsalltag leisten zu können.

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