ORCC.Challenge_2.4:

Unsere Challenge hat sich dreimal gewandelt. Die Turning Points waren:

  1. Wie können wir Kunststoffe im Bereich der Verklebung, Verstärkung und Versiegelung durch biobasierte und kompostierbare Lösungen ersetzen, beispielsweise in der Herstellung von Wassersportgeräten oder im Bootsbau?

  2. Wie können wir ein Expertenteam zusammenstellen, das die Kompetenzen mitbringt, die es braucht, einen biobasierten Klebstoff zu entwickeln?

  3. (final) Wie können wir eine App entwickeln, die es Menschen ermöglicht, schnell die wissenschaftlichen Publikationen zu finden, die sie benötigen?

What it does

Die Sciencelando-App funktioniert nach dem Prinzip des Zalando Online-Shops. Nicht in Hinblick darauf, dass die Artikel gekauft werden sollen, sondern darauf, dass die Algorithmen, die uns während des Online-Shoppings ähnliche und unserem Geschmack entsprechende Produkte vorschlagen, auf unserer ersten Suchanfrage oder unserem Suchverlauf basieren.

Das kann folgendermaßen aussehen: Ich suche nach wissenschaftlichen Papern zu "Lignin". Dabei habe ich die Möglichkeit, verschiedene Filter einzustellen, z.B. Datum der Veröffentlichung, Sprache, Verfasser. Wenn ich beispielsweise den Filter "Verfasser ´Dr. Max Mustermann´" geschaltet habe, werden mir alle Artikel angezeigt, die Dr. Mustermann zu "Lignin" verfasst hat. Zusätzlich werden mir weitere Artikel vorgeschlagen, die Dr. Mustermann zu ähnlichen Themen verfasst hat oder die andere Wissenschaftler zu Lignin veröffentlicht haben.

Der große Unterschied zu vergleichbaren Anwendungen ist, dass Sciencelando in seinem Literaturangebot nicht auf Nutzer*innen angewiesen ist, die ihre Arbeiten hochladen. Natürlich erweitern selbst hochgeladene Dokumente das Verzeichnis. Die Basis des Literaturangebots bildet aber das Verzeichnis der Bibliotheken. Sciencelando vereint das digitale Literaturangebot der Bibliotheken (je mehr, desto besser). Sofern ich das Sciencelando in der Vergangenheit bereits benutzt habe, hat es außerdem ein Nutzerprofil von mir erstellt, das mir basierend hierauf weitere Vorschläge unterbreitet.

Die Finanzierung funktioniert über das Schalten von Werbung oder das Anbieten von Premiumaccounts.

Neben der Bereitstellung von Fachliteratur soll die App außerdem das Netzwerken unterstützen. Nutzer*innen sollen sich gegenseitig kontaktieren und austauschen können. Auch die Verfasser*innen der Paper sollen kontaktiert werden können, um Fragen zu beantworten und die Diskussion anzuregen.

How we built it

Wir haben mithilfe der ORCC-Crew und der großen Unterstützung des Mitglieds eines anderen Teams, das sich besser in der Materie auskennt als wir, ein Business Model Canvas erarbeitet. Auf dieser Basis haben wir mithilfe von miro.com die Nutzeroberfläche der App gestaltet. Optisch haben wir uns von dem Zalando Online-Shop inspirieren lassen.

Challenges we ran into

Das Problem des nicht-nachhaltigen Klebstoffs existiert schon viele Jahre. Da wir selbst keine Experten auf dem Gebiet sind, haben wir beschlossen, unsere Challenge insofern zu modifizieren, dass wir nicht mehr selbst nach dem Verbundstoff suchen, sondern ein Expertenteam zusammenzustellen, dass alle notwendigen Kompetenzen mitbringt.

Die ersten Schritte in diese neue Richtung bestanden daraus, die notwendigen Kompetenzen zu erarbeiten, die ein Expertenteam vereinen sollte, welches unsere Ursprungschallenge bewältigen könnte. Im Anschluss daran haben wir das Netzwerk der Mentoren und ORCC-Teilnehmer genutzt, um mögliche Teammitglieder ausfindig zu machen und nach Kompetenzen zu sortieren. Beispiele für Kompetenzen sind Kenntnisse in Physik, Chemie und Materialwissenschaften. Als potentielle Teammitglieder kamen Unternehmen, Vertreter von Projekten und Wissenschaftler in Frage. Diese Recherche war sehr aufwendig. Und je länger wir uns damit beschäftigten, desto deutlicher wurde uns, dass wir auf eine andere Challenge gestoßen waren, die auf einer früheren Ebene ansetzt: Es braucht eine App, über die wissenschaftliche, für Nutzer*innen relevante Publikationen unter geringem Arbeits- und Zeitaufwand gefunden werden können und deren Verfasser einfach kontaktiert werden können.

Accomplishments that we're proud of

Wir haben trotz teils widriger Umstände, wie keiner festen Teamstruktur und fehlender Expertise in entscheidenden Feldern, nicht aufgegeben, sondern uns den wechselnden Herausforderungen gestellt und diese bestmöglich und unter Einbeziehung verschiedener Experten bearbeitet. Obwohl wir selbst als Team nicht an diesem Projekt weiterarbeiten werden, haben wir alles gegeben, um es anderen Personen, die Interesse an dem Thema haben, möglichst leicht zu machen, unsere Ergebnisse als Basis zu benutzen.

What we learned

Es ist von großem Vorteil, auf ein interdisziplinäres Team zurückgreifen zu können. Außerdem lohnt es sich, vor Wettbewerben wie diesem, den genauen Ablaufplan zu erfragen. Unser Team ist zu Beginn davon ausgegangen, aus mehr Personen zu bestehen. Das aktuelle Dreier-Team hatte sich im Voraus so abgesprochen, dass nur eine Person Vollzeit an der Challenge arbeiten würde, die beiden anderen nicht so viel Zeit zur Verfügung haben. Hätten wir vorher eindeutiger mit dem Orga-Team kommuniziert, hätten wir uns ein größeres Team für unsere Challenge zusammengestellt.

Keine bahnbrechend neue Erkenntnis, aber eine, die uns noch einmal sehr deutlich gemacht wurde, ist die, dass das Web zwar unendlich viele Informationen bietet, es aber eine echte Herausforderung sein kann, die für sich relevanten herauszufiltern.

What's next for Sciencelando

--> Übergabe des Konzepts an ein Team, das sich sich für die Thematik interessiert und über die Fähigkeiten verfügt, es zu fortzuführen. Wir hoffen sehr, dass unsere Ergebnisse aufgegriffen werden, weil wir unser Konzept für sehr vielversprechend halten.

Mögliche weitere Schritte für dieses Team könnten sein:

  • Absprache mit dem GEOMAR, da dieses gut mit dem TMT vernetzt und über breite Forschungsergebnisse verfügt. Über dieses könnte der erste Prototyp erstellt werden, indem es seine Daten-Paper zur Verfügung stellt. In diesem Prototyp würde also erst einmal nur um Meeresforschung gehen.

Außerdem könnte der Kontakt zur north.io GmbH gesucht werden, welche in Kiel ansässig ist und spezialisiert ist auf das Verarbeiten großer Datenmengen. Hinzu könnte sie in einem weiteren Projektschritt hilfreich sein: Dem Einpflegen von bislang nicht digitalisierten Forschungsergebnissen. Daran arbeitet north.io bereits in Bezug auf die Ortung von Weltkriegsmunition. Hierfür müssen analoge Dokumente ausgewertet und digital eingepflegt werden. Ähnliche Verfahren könnten auch für Sciencelando wertvoll sein, in Bezug auf diverse noch nicht digitalisierte Forschungen.

Sofern der Prototyp auf Basis der GEOMAR-Literatur gut funktioniert, kann die App weitere Forschungsfelder bedienen. Es können nach und nach weitere Institute und Bibliotheken aufgenommen werden, deren Fachliteratur in die App mit einfließt. Langfristig soll die App auch international anwendbar sein, um den Pool der Literatur auszuweiten und noch vielfältigere Netzwerke erschaffen zu können.

Built With

  • rocket.chat
  • zoom
Share this project:

Updates