Schon bei der Kennenlernphase im Team stellten wir schnell fest, Unterschiede zwischen den Schulen und den Bundesländern sind deutlich. Nicht selten liegt die Berufsorientierung in der Verantwortung einer Lehrkraft oder eines Berufsberaters, Angebote der Länder sind unterschiedlich. Die Anzahl der digitalten Portale ist gewaltig und selbst das Bundesministerium für Bildung und Forschung (www.bildungsketten.de) mischt mit. Vereinfachungen und sachgerechte Gliederung wäre also das nahe „Digitalangebot der Zukunft“ mit dem sich unser BERUFSORIENTIERUNGS Satellit beschäfitgen möchte. Die zahlreichen Einzelpunkte, die sich beim Nachdenken über Berufs- und Studienorientierung zwangsläufig ergeben, müssen einfach klarer nach Interessengruppen strukturiert sein (SuS, Eltern, Schulen, Unternehmen). Potentialanalysen, Berufs- und Studienorientierung gibt es in derart zahlreichen Konfigurationen, das selbst Bildungs- und Digitalaffine Gruppen schnell die Übersicht verlieren. Mit dem BERUFSORIENTIERUNGS Satellit möchten wir dazu beitragen mit klarer Gliederung, die zahlreichen Links einfacher zu finden und somit die Grundlagen besser abzubilden und auffindbar zu machen. Mehrere Lösungen im Bereich Potentialanalyse werden zu unterschiedlichen Ergebnissen führen, ein Vergleich der Ergebnisse SuS besser die richtige Wahl treffen lassen. Bei etwa 325 Ausbildungsberufen (anerkannt) und 20.359 Studiengängen wird ein Überblick nur mit digitaler Unterstützung möglich sein. Feedback und eventl. Ranking durch die Benutzer (der einzelnen Angebote) verbesseren einen schnellen Zugang zu tragfähigen Lösungen. Wir hoffen auf eine engere Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern, Synergiepotenzial ist sicher vorhanden. Diversität ist durch die zahlreichen Angebote im Markt auch zukünftig sicher vorhanden. Schul- Berufs- und Studienwege sind nicht immer geradeaus zum Ziel. Die Durchlässigkeit und Möglichkeiten sollten klarer dargestellt sein. Damit kann Fehlentwicklungen effizienter vorgebeugt werden. Multiprofessionelle Teams sollten Schulen deutlich entlasten und mehr Qualität und Support abbilden. Lehrkräfte müssen ihrer eigentlichen Tätigkeit nachgehen und nicht noch zusätzlich belastet werden. Sicher sind gerade Meilensteine wichtig, eine Kontrollfunktion der Lehrkräfte wünschenwert und zu gewährleisten. Deutlich weniger zeitintensiv, als Gesamtkonzepte umzusetzen und auf alte analoge Unterlagen z.B. Bewerbungsprozessen zurück zu greifen, oder gar Bewerbertrainings durchzuführen. Das durchschnittliche Alter von Lehrkräften geht Richtung 50tes Lebensjahr und die eigenen Bewerbungsprozesse liegen nicht selten Jahrzehnte zurück. Berufspräsenztage in Schulen tragen zusätzlich zu den Digitalangeboten zu einem Gesamtkonzept bei. Fachhochschulen und Universitäten sollten auch mehr Veranstaltungen in Schulen anbieten. Auch Verbände wie IHK und Handwerkskammern dürfen Schulen mehr in die Verbandsarbeit rücken. Die Angebote der Bundesagentur für Arbeit könnte gut in multiprofessionelle Teams implementiert werden. Für Berufsorientierung in Schulen sollte deutlich mehr Zeit als bisher aufgewand werden, insgesondere von unabhänigen Akteuren.
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