Unsere Vision

Schüler*innen aus ganz Deutschland bekommen von ihren Lehrer*innen Aufgaben gestellt, die sie während der Schulschließungen bearbeiten sollen. Vielerorts stehen die Schüler*innen vor der Herausforderung, diese Aufgaben zu bewältigen und haben dabei teilweise nur wenig Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit ihren Lehrer*innen. Chancenungleichheit wird verstärkt, indem gerade sozial Benachteiligten (insbesondere ab Klasse 7) oftmals nicht mehr von ihren Eltern bei der Bearbeitung der Aufgaben geholfen werden kann. Unser Ziel ist es, eine barrierearme Kommunikationsplattform zu schaffen, auf der engagierte Lehrer*innen als Experten in ihren Fächern für Rückfragen der Schüler*innen zu den Aufgaben zur Verfügung stehen und damit schnell und unkompliziert helfen.

Wie wir sie umsetzen

Auf unserer Plattform können Schüler*innen eine Frage zu den Aufgaben, die sie zu Hause bearbeiten sollen, stellen. Engagierte Lehrer*innen und Lehrer aus ganz Deutschland können die Fragen in ihren Fächern sehen und in einem Chat in die 1:1-Kommunikation mit dem Schüler/ der Schülerin treten, um Impulse zu geben und bei der Klärung der Frage zu unterstützen. Im Anschluss bewertet der Schüler/ die Schülerin die Qualität der Hilfestellung durch die Lehrkraft, sodass langfristig die Qualität der Antworten gesichert ist.

Unsere Vorgehensweise während des Hackathons

Durch unser bunt gemischtes Team (Programmierer, UI-Designer, Schüler, Lehrer), das sich erst während des Hackathons gefunden hat, war es uns möglich, möglichst viele Schritte in der Entwicklung unser Anwendung zu bedenken. Nach einem Brainstorming der Lehrer und Schüler via googledocs bezüglich der Anforderungen an eine solche Anwendung, wurden Userstories geschrieben (Dinge, von denen manchen von uns bis dato noch nie etwas gehört haben) und bei GitHub als Issues hochgeladen. Wir haben uns hier für eine Unterteilung in Issues entschieden, die wir während des Hackathons in Angriff nehmen, und Issues, die wir gerne nach dem Hackathon weiterführen würden. An Ideen für letzteres mangelte es uns dabei nicht. Um den Überblick nicht zu verlieren, haben wir unseren Arbeitsprozess in GitHub mit einem Kanban-Board organisiert. Mit Hilfe von figma haben die UI-Designerinnen die Userstories in Mock-Ups übersetzt, von welchem ausgehend die Programmierer die entsprechenden Codes geschrieben haben.

Ein bunter Haufen wird zum Team

Aus einem bunten Team heraus haben wir eine schnelle und einfache Lösung für eines der aktuell bestehenden Kommunikationsprobleme zwischen nahezu allen Schüler*innen und ihren Lehrer*innen geschaffen. Dabei haben wir die Zielgruppe von vornherein in die Prozesse mit einbezogen und voneinander gelernt. Unser Tool ermöglicht eine barrierefreie Kommunikation zwischen Fragenden und Antwortenden, die verlässlich und überregional nutzbar ist. So unterschiedlich unsere Expertisen vor dem Hackathon waren, so vielfältig ist auch das, was wir in diesem Hackathon gelernt haben. Gemeinsam ist uns allen aber, dass wir es unglaublich finden, in welch kurzer Zeit ein Projekt durchdacht und mit der Umsetzung begonnen werden kann, wenn alle Teammitglieder an einem Strang ziehen und Bock haben, etwas zu bewegen.

Besondere Herausforderungen

Die Zusammenarbeit mit Menschen, die wir vorher nicht kannten, an einem Thema, das wir alle aus unterschiedlichen Perspektiven wahrgenommen haben, stellte sich als eine der größten Challenges dar. Doch die Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Projekt mit einem gemeinsamen Ziel sorgte dafür, dass wir uns schnell organisieren konnten, pragmatische Lösungen fanden und den anderen für Fragen zu unserem "Gebiet" immer zur Verfügung standen.

Ausblick

In Zukunft sollen immer mehr Lehrer*innen dazu kommen und den Pool an Experten*innen erweitern, sowie die Reichweite erhöhen, mit der die Lernenden auf zuverlässig Antwortende treffen. Es wird einen überzeugenden Anreiz durch die Vorteile im Kontext des E-Learning auch über die Krise hinaus geben. Zudem sollen erfahrende Lernende auch in die Rolle von Tutoren*innen und Antwortenden hineinwachsen, um selbst ihre Expertise weiterzugeben. Auch hinsichtlich der Funktionen sind viele Erweiterungen denkbar: Voice- und Videochat, Profilerstellungen oder das Archivieren und Markieren von Posts. Unsere Vision ist es, dass ask&te@ch nach dem Hackathon so weiterentwickelt wird, dass jeder Schüler und jede Schülerin in Deutschland Hilfestellungen bei der Bearbeitung der schulischen Aufgaben erhält und zwar unabhängig vom Engagement des eigenen Lehrers und unabhängig davon, ob die eigenen Eltern zu Hause helfen können. Für mehr Chancengleichheit in Zeiten von Corona und darüber hinaus.

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