Inspiration

Wir sind die Gesichter des Unternehmens BotPoint, welches sich auf die Automatisierung von Prozessen mithilfe von Chatbots spezialisiert. Als wir von der #WIRVSVIRUS-Challenge gehört haben mussten wir nicht lange überlegen wie wir dazu beitragen können Deutschland im Kampf gegen den Corona Virus zu unterstützen: Wir tun das was wir am besten können, wir entwickeln einen Chatbot! Wir sind davon überzeugt, damit essentielle Prozesse automatisieren und das Gesundheitssystem entlasten zu können.

Der Chatbot ist hier zu finden und kann jederzeit getestet werden! Außerdem können der Webseite alle Vorteile und Funktionalitäten des Chatbots entnommen werden. Hier ist die Verlinkung zum Github Repository.

Was kann der Chatbot?

Der Chatbot erfüllt 4 Aufgaben, die dabei helfen können die Corona-Krise zu bewältigen:

  1. Krankheitsanamnese: Wenn sich ein Patient auf Corona untersuchen lässt, muss dieser mehrere Fragen beantworten, was hochgerechnet wertvolle Zeit in Anspruch nimmt. Wenn ein entsprechender Leitfaden entwickelt wird, lassen sich die Antworten auf diese Fragen automatisiert erfassen. Unser Chatbot richtet sich an den Anamnese-Leitfaden des Robert Koch Instituts um essenzielle Informationen für die Krankheitsanamnese zu erfassen. Die Daten werden in Form eines Interviews erfasst und schließlich in einer pdf-Datei gespeichert. Diese Datei kann entweder ausgedruckt oder direkt an den zuständigen Arzt geschickt werden, damit dieser alle notwendigen Informationen des Patienten hat bevor die eigentliche Beratung stattfindet. Wenn dies für jeden einzelnen Verdachtsfall angewendet wird, kann wertvolle Zeit gewonnen werden.

  2. Einschätzung des Risikos einer Corona Infektion: Die Angst der Bürger, sich mit dem Corona Virus zu infizieren, ist verständlicherweise groß. Allerdings kann nicht jeder sofort und ohne Komplikationen getestet werden. Daher bietet unser Chatbot die Option an, das Risiko einer Infektion für eine spezielle Person einzuschätzen. Dabei werden dem Nutzer einige Fragen gestellt, welche ebenfalls dem Leitfaden des Robert Koch Instituts entnommen worden. Für jeden einzelnen Nutzer wägt der Chatbot zwischen drei mögliche Risikoeinstufungen ab: niedriges Risiko, mittleres Risiko und hohes Risiko.

  3. Wiedergabe der aktuellen Fall- und Todeszahlen in Deutschland: Die Fall-und Todeszahlen ändern sich rapide und interessierte Bürger benötigen eine einheitliche Informationsquelle. Unser Chatbot gibt die wichtigsten Zahlen mit einem Klick wieder. Dabei wird auf diese API zurückgegriffen.

  4. Beantwortung von häufig gestellten Fragen: Viele Bürger sind besorgt über die aktuelle Situation und möchten sich bei einer verlässlichen Informationsquelle informieren. Allerdings sind mittlerweile die Informationshotlines überlastet: Die Wartezeiten verlängern sich und eine 24-stündige Erreichbarkeit an allen Wochentagen ist kaum zu gewährleisten. Unser Chatbot jedoch löst beide Probleme: Die Antwortzeit beschränkt sich auf Sekunden und der Chatbot steht den Bürgern stets zur Verfügung. Sofern ein vereinheitlichen FAQ zur Verfügung gestellt wird, lässt sich diese Problemlos in den Chatbot implementieren.

Wie wurde der Chatbot entwickelt?

Zuerst wurde nach verlässlichen Quellen recherchiert, die die grundlegenden Informationen für den Chatbot bereitstellen. Eine Auflistung der Quellen lässt sich auf der Webseite finden. Nachdem der Chatbot konzipiert wurde, wurde dieser mithilfe der Landbot-Software entwickelt. Die finale Webseite, auf der der Chatbot läuft, wurde mithilfe von Wordpress entwickelt. Zudem stellen wir auf Github Code-Schnippsel zur Verfügung, mit denen sich der Chatbot auf anderen Webseiten implementiert lässt und sofort einsatzbereit ist.

Was waren die Herausforderungen bei der Entwicklung des Chatbots?

Wir wurden mit 3 verschiedenen Herausforderungen konfrontiert:

  1. Es sind einige Personen mit Expertise im Bereich Gesundheit & Medizin abgesprungen, mit denen wir geplant hatten ein Team zu bilden.

  2. Die Kategorisierung der Risikofälle, welche auf einem komplexen Baumdiagram beruht. Uns fehlt das Wissen um verlässliche Prognosen über den Gesundheitszustand von Personen geben zu können.

  3. Die DSGVO-konforme Entwicklung des Chatbots.

Diese Herausforderungen dämmen das Potential unseres Chatbots teilweise noch ein. Allerdings würden sich diese Problem lösen lassen, wenn wir Personen finden, die Expertise im Bereich Gesundheit & Medizin haben.

Das Beste an unserem Chatbot

Besonders stolz sind wir auf die digitale Krankheitsanamnese durch den Chatbot. Dieser Prozess bewirkt genau das was das deutsche Gesundheitssystem zur Zeit dringend benötigt: Eine Entlastung der Arbeitskräfte und die Generierung von neuen Kapazitäten für die Behandlung von kranken Bürgern. Unser Chatbot automatisiert einen redundanten Prozess und unterstützt damit Ärzte bei ihrer Arbeit. Nichtsdestotrotz haben diese bei der Krankheitsanamnese immer das letzte Wort.

Das haben wir gelernt

Während der Chatbot-Entwicklung haben wir Kontakt mit einigen Ärzten und Mitarbeitern von Stadtverwaltungen aufgenommen. Dadurch konnten wir uns etwas tiefer mit den Problemen der Krankheitsanamnese und der Informationsbeschaffung auseinandersetzen. Die wertvollsten Erkenntnisse die wir dabei gemacht haben sind folgende:

  1. Wir können mit unseren Erfahrungen in der Chatbot-Entwicklung schon mit relativ geringem Aufwand einen Unterschied machen und das Gesundheitssystem unterstützen.

  2. Was uns definitiv fehlt sind Teammitglieder mit Expertise in der Krankheitsanamnese für das Corona Virus. Auch wenn wir mit dem Anamnese-Leitfaden des Robert Koch Instituts einen guten Ausgangspunkt haben, sind wir der Meinung, dass unsere digitale Anamnese noch sehr viel Verbesserungspotenzial hat.

  3. Eng zusammenhängend mit dem zweiten Punkt: Für uns ist nicht die Technik und die Umsetzung das Problem, sondern das mangelnde Wissen in dem Bereich Gesundheit & Medizin!

  4. Eine zentrale Datenbank und ein klar definierter Leitfaden zur Beantwortung von Bürgerfragen würde die Arbeit der Stadtverwaltungen erleichtern.

Das wollen wir noch erreichen

Wir sind sehr zufrieden damit, was wir in den letzten Tagen erreicht haben. Doch nun gilt es die nächsten Schritte so schnell wie möglich abzuschließen:

Schritt 1: Mehr Gesundheitsexperten in das Team holen und den Chatbot verfeinern um die Qualität der Informationen zu verbessern.

Schritt 2: Chatbot in Zusammenarbeit mit den ersten Arztpraxen und öffentlichen Ämtern testen.

Schritt 3: Eine verlässliche IT-Infrastruktur für den Chatbot etablieren. Momentan verlassen wir uns hauptsächlich auf die Server von Landbot. Allerdings können wir nicht abschätzen, wie verlässlich diese Infrastruktur bei einer hohen Anzahl von gleichzeitigen Anfragen ist. Daher würden wir vor einer Live-Schaltung die Verantwortlichen kontaktieren und alle wichtigen Details absprechen.

Schritt 4: Live-Schaltung!

Eine Bitte an den Staat

Wir würden uns sehr freuen wenn unser Projekt in Zukunft unterstützt wird und wir dazu beitragen können die Situation zu verbessern. Doch unabhängig davon, ob der Chatbot letztendlich genutzt wird oder nicht, haben wir eine Bitte: Es gibt sehr viele Prozesse die zu viel Kapazitäten einnehmen und mit sehr wenig Aufwand automatisiert werden können. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass sich die Arbeitskräfte im Gesundheitssektor darauf konzentrieren können Menschen in Not zu helfen. Eine Automatisierung der Krankheitsanamnese ist der erste Schritt in die richtige Richtung!

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