Herausforderung

„Food is the single strongest lever to optimize human health and environmental sustainability on Earth.“ – EAT-Lancet Commission

Die Art und Weise wie wir Nahrungsmittel produzieren und welche Lebensmittel wir konsumieren hat entscheidenden Einfluss auf unsere Umwelt, unser Klima und unsere Gesundheit. Die Art und Weise wie wir das heute in der Regel tun, wird jedoch nicht in der Lage sein, die Menschheit in Zukunft zu ernähren ohne gleichzeitig unsere Umwelt und unsere Lebensgrundlagen zu zerstören.

Lösungsansatz

Wir möchten wieder eine solidarische Beziehung zwischen Erzeugern und Verbrauchern herstellen und übernehmen Vermarktung und Vertrieb der Lebensmittel in einem zweckorientierten Unternehmen. Der Sinn unseres Wirtschaftens sind gerechte Preise und Wertschätzung für die Erzeuger, gesunde Lebensmittel, Umweltschutz und die Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe. Wir bieten eine Möglichkeit der Direktvermarktung für regionale Erzeuger. Vor allem für diejenigen, die das selbst nicht leisten können oder wollen und keinen eigenen Hofladen haben.

Unser Vorbild ist Hansalim (KR), eine der größten Genossenschaften für Lebensmittel weltweit. Was als lokaler Zusammenschluss von Bauern begann, entwickelte sich zu einer Kooperative mit Ablegern überall in Südkorea. Hansalim versorgt heute mehr als 1,5 Millionen Menschen mit regionalen Lebensmitteln.

Warum dürfen nur Mitglieder bei LAVLI einkaufen?

  • Wir wissen sehr genau, wie viele Menschen wir versorgen müssen. Lebensmittelverschwendung und -abfälle können so von Anfang an minimiert werden.
  • Die Erzeuger bekommen Wertschätzung, Sicherheit und faire Preise, die unabhängig sind von Spekulationen und Marktschwankungen.
  • Der Verbraucher übernimmt eine konkrete Verantwortung in der Versorgungskette. Seine Entscheidung für den verbindlichen Konsum schafft die Grundlage für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion weg von reiner Effizienz. Er wird vom passiven Konsumenten zum aktiven Prosumenten.

Unsere Kernbotschaft an Erzeuger: Faire Preise für wertvolle Lebensmittel.

Hypothese

Wir müssen den Erzeugern die Sicherheit und Rahmenbedingungen geben, die sie für eine nachhaltige Erzeugung brauchen. Das ist die Grundlage für eine Lebensmittelproduktion innerhalb der planetaren Grenzen weg von reiner ökonomischer Effizienz und Gewinnmaximierung. Die Natur ist keine Fabrik. Der Erzeuger muss wieder die Möglichkeit haben so zu wirtschaften, dass es gut für Mensch, Tier und Natur ist. 

Geschäftsmodell

Unsere Erzeuger erhalten so viel wie möglich von den Einnahmen. LAVLI erhält nur den Anteil, der zum Funktionieren von Verwaltung, Logistik und Vertrieb nötig ist.

  • Abomodell: Garantierter Mindestumsatz durch die Mitgliedsbeiträge.
  • Mitglieder dürfen immer einkaufen. Unsere Lebensmittel haben faire Preise. Diese werden bezahlt, wenn das monatliche Guthaben verbraucht ist.
  • Zusatzeinnahmen durch angegliedertes Bistro/Café, das auch für Nicht-Mitglieder nutzbar ist.

Differenzierung

  • Zu Food Coops: Keine aktive Mitarbeit der Mitglieder, Mitgliedsbeitrag = Einkaufsguthaben.
  • Zu Abokisten: Stationärer Handel, verbindliche und solidarische Verantwortung auf Seiten des Verbrauchers.
  • Zur Solidarischen Landwirtschaft: Lebensmittel-Vollsortiment („One-Stop-Shopping“), Bündelungsfunktion.

Zudem wollen wir ein modernes und digitales Einkaufserlebnis bieten, das erst durch die Mitgliedsstruktur möglich wird, z.B. 24/7 Shopping mit eigenem Zugang zum Laden.

Vertrieb

Stationärer Handel + E-Commerce => Pro Standort ein Laden mit Bistro/Café („Dritter Ort“, Reduzierung von Lebensmittelabfall durch Weiterverwertung vor Ort) + min. 3 Abholstationen in der Umgebung.

Skalierung

MVP in der Region (LK Miesbach oder Rosenheim). Wenn das Konzept funktioniert, Skalierung als Open/Social Franchise. Idee: gGmbH in Verantwortungseigentum als Dachorganisation, einzelne Standorte als Genossenschaften.

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