Das Wichtigste vorab

Dies ist eine Idee, die übergreifend eine immense Anzahl anderer Projekte betrifft, innerhalb der #WirVsVirus-Bewegung, aber auch darüber hinaus und grundsätzlich in allen technischen Lösungen, in denen eine Interaktion mit Usern stattfindet.

Dies ist also in seinem Wesen kein Einzelprojekt, sondern eines, das sich durch alle anderen Projekte zieht. Grundlage unseres Handelns ist die BITV, die Barrierefreie Informationstechnikverordnung der Bundesrepublik Deutschland, und die WCAG, die Web Content Accessibility Guidelines, auf denen die BITV basiert. Schon als soziales WirVsVirus-Projekt müssen wir die Barrierefreiheit berücksichtigen, um unsere Lösungen ALLEN Menschen gleichermaßen zur Verfügung zu stellen. Dies umso mehr, weil wir die Bundesregierung als übergeordnete Instanz haben, für die es eine gesetzliche Vorschrift ist.

Also: Wie unterstützen wir uns gegenseitig, dass alle in Arbeit befindlichen Lösungen barrierefrei sind. Wie sorgen wir also dafür, dass unsere Lösungen von allen Menschen selbstbestimmt und ohne fremde Hilfe genutzt werden können? Wie sichern wir diesen Prozess im User-Interface-Design und in der Umsetzung ab?

Worum geht es im Detail?

Zurzeit werden wir Menschen in die Isolation verbannt. Einige von uns kommen damit gut zurecht, andere weniger. Es hilft besonders, den Kontakt zur Außenwelt und zu anderen Menschen zu behalten, Unterstützung übers Internet zu organisieren, Lebensmittelbestellungen online vorzunehmen und mehr. Vor 30 Jahren in dieser Form noch undenkbar, hilft uns dabei heute die Technologie des Informationszeitalters. Doch schon als nichtbehinderter Mensch, aber mit mancher Sonderform in der technischen Ausstattung, sind bestimmte Apps oder Webdienste usw. nicht für mich nutzbar, wenn Designerinnen und Programmiererinnen (m/w/d) ihre Benutzerschnittstellen nicht barrierefrei gestalten (Eines der kuriosesten Beispiele: Eine Webseite, die mich auf meinem quadratischen Display anweist, die Ansicht ins Querformat zu drehen, damit sie dargestellt wird.)

Ältere Menschen, Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen und andere besondere Menschen haben in noch größerem Umfang Probleme, Benutzerschnittstellen moderner IT zu nutzen. Im Webdesign ist Barrierefreiheit schon lange ein großes Thema und aus Sicht vieler bereits gut umgesetzt. Mitnichten. Es gibt viel zu tun, und das nicht nur in Websites, sondern ganz besonders auch in Apps oder selbst bei der Benutzung von Offline-IT.

Die Fragestellung ist: Wie können wir die Menschen, die großartige Hard- und Software zur Vernetzung, zur Informationsbereitstellung und -beschaffung und zur Kommunikation erschaffen, so mit dem Gedanken der Barrierefreiheit vertraut machen, dass es für sie selbstverständlich wird, diese in ihren Projekten zu berücksichtigen. Ich wünsche mir ein flächendeckendes Bewusstsein und die Bereitschaft, die eigenen User Interfaces so hürdenarm wie nur irgend möglich zu konstruieren. Konzepte für barrierefreies Design gibt es. Sie werden aber vielfach nicht verwendet. Wäre das so, dann hätten Menschen mit Beeinträchtigung (in unserem Channel 030 berücksichtigt) viel leichter, vernetzt zu bleiben und sich mit Hilfe der Technik auch in Quarantäne- oder Ausgangssperre-Zeiten selbst zu organisieren, mit allen Apps und Technologien, die für Nichbehinderte so selbstverständlich sind.

Ob aus diesem "ThinkTank" später die Entwicklung konkreter IT-Tools, Präsentationen, Workshops usw. folgt, wird sich dann herausstellen, wenn wir die Ideen konkretisiert haben.

Einige der Herausforderungen, die seit dem 20. März 2020 in unseren Slack-Channels besprochen wurden, gäbe es heute in wesentlich geringerem Umfang, wenn die IT bereits in größerem Umfang barrierefrei wäre.

What's next for 1_30_b_Barrierefreie-Benutzerschnittstellen

Team finden

Challenges I ran into

Finding a team was the first and perhaps will be the last challenge, because I already failed that one so far. :)

Trotzdem: Wer noch Interesse hat, kann mich über Slack anschreiben. Username ist auch dort "@Wolf Smith".

Submission paused

Viele Designer, viele Web- und App-Projektideen, aber zu wenig Interesse an einer zentralen Absicherung von digitaler Barrierefreiheit in den User Interfaces eben dieser Designer und ihrer Entwicklungen.

Meine Einschätzung: Diejenigen, die davon besonderen Nutzen hätten, können sich wegen existierender Barrieren in unseren Hackathon-Werkzeugen nicht selbst am Hackathon beteiligen. Und diejenigen, die sich beteiligen, sind mit Plänen und Umsetzen neuer Funktionalitäten und Interaktionen beschäftigt und haben keine Ressourcen, sich um die Projektplanung eines für sie fremden und eher abstrakten Themas zu kümmern.

Alles nicht schlimm. Ist ansich wie schon die letzten 20-25 Jahre meiner Barrierfreiheits-Arbeit. :-)
Allen laufenden Projekten viel Erfolg!
Seid produktiv!


Built With

  • denkfabrik
  • offlinekonzept
  • thinktank
  • umsetzungsvorbereitung
Share this project:

Updates

posted an update

Viele Designer, viele Web- und App-Projektideen, aber zu wenig Interesse an einer zentralen Absicherung von digitaler Barrierefreiheit in den User Interfaces eben dieser Designer und ihrer Entwicklungen.

Meine Einschätzung: Diejenigen, die davon besonderen Nutzen hätten, können sich wegen existierender Barrieren in unseren Hackathon-Werkzeugen nicht selbst am Hackathon beteiligen. Und diejenigen, die sich beteiligen, sind mit Plänen und Umsetzen neuer Funktionalitäten und Interaktionen beschäftigt und haben keine Ressourcen, sich um die Projektplanung eines für sie fremden und eher abstrakten Themas zu kümmern.

Alles nicht schlimm. Ist ansich wie schon die letzten 20-25 Jahre meiner Barrierfreiheits-Arbeit. :-)
Allen laufenden Projekten viel Erfolg!
Seid produktiv!

Log in or sign up for Devpost to join the conversation.