Prototyp
Problem:
In vielen Bereiche drohen Insolvenzen. Mit kreativen, schnell umsetzbaren Lösungen könnten bestimmte Bereiche vorübergehend online existieren. Bspw. Konzerte, Theater, Unterricht, Fitness etc.Wenn es gelingt dies per Livestream verfügbar zu machen und die Zuschauer zu überzeugen, Tickets zu kaufen, könnten zahlreiche Existenzen gerettet werden.
Herausforderung:
Wie können wir das Internet nutzen, um Veranstaltungen am Leben zu halten?
Lösungsansatz:
Erste Anbieter nutzen Streaming, aber es fehlt eine breite Lösung dies auch gegen Bezahlung umzusetzen: Technik, PR, Marketing etc.!
Unser Konzept:
Das Netflix der deutschen Kulturszene. StreamArt bringt Live-Veranstaltungen zu euch ins Wohnzimmer auf der gesamten Welt. Die Erlöse gehen direkt an die Künstler. So bleibt die Kreativität erhalten. Damit Kunst wieder mehr Wertschätzung erfährt. Be smart - StreamArt!
Das Coronavirus hat unser Leben auf den Kopf gestellt. Gerade viele kulturelle Bereiche mussten durch das Versammlungsverbot komplett eingestellt werden. Mehrere tausend Veranstaltungen mussten bereits abgesagt werden. Musiker*innen, Kleinkünstler*innen, Schauspieler*innen, bildende Künstler*innen - alle beklagen finanzielle Einbußen. Organisierte Fördermittel sind momentan schwer zu bekommen. Mit kreativen und schnell umsetzbaren Lösungen können bestimmte Bereiche online existieren. Konzerte, Theater, Comedy, Vorträge, Performances und Ausstellungen könnten auch digital zugänglich gemacht werden. Hier kommt StreamArt ins Spiel.
StreamArt richtet sich an Künstler und Kulturliebhaber zugleich. Künstler werden unterstützt, ihre Arbeit online zu präsentieren. Kulturliebhaber finden alle verfügbaren Live-Veranstaltungen auf einer intuitiv zu bedienenden Plattform. Darüber hinaus bringen sich auch Tonstudios und Veranstaltungsstätten ein und stellen ihre Infrastruktur für Streams zur Verfügung. Dadurch gewährleisten wir eine hohe Qualität der Inhalte.
Aus der Not bieten viele Künstler*innen derzeit Livestreams auf Basis von Spenden an. Erste User-Tests haben ergeben, dass Fans bereit sind, bis zu 50% des eigentlichen Ticketpreises für einen Live-Stream zu bezahlen. Mit einfachen und sicheren Zahlungsmethoden (bspw. PayPal) wird StreamArt diese Interessen zusammenbringen. In Form von fixen Ticketpreisen für einzelne Streams oder Abomodellen wird eine direkte Unterstützung an den/die jeweilige*n Künstler*in weitergegeben. Weiterhin sind Spenden während des Auftritts für eine besonders gelungene Show möglich. Künstler*innen können außerdem Bücher, CDs oder anderes Merchandise bewerben.
Auch für Fans und Kulturliebhaber*innen ist StreamArt attraktiver als andere Streaminglösungen von Live-Events. Die Website gibt eine Übersicht aller anstehenden Events. Eine Suchfunktion und Kategorisierung ermöglichen, neue Veranstaltungen zu entdecken. Durch wenige Klicks im Kundenkonto können sich User*innen die Website auf ihre Interessen zuschneiden. Eine private Chatfunktion im Livestream ermöglicht, das Event gemeinsam mit Freunden zu erleben. Sogar eine Interaktion mit Künstler*innen ist hier denkbar. Der Code wird Open Source zur Verfügung gestellt. Weitere Features können somit entwickelt werden. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Um StreamArt schnell auf den Markt zu bringen, möchten wir ein Netzwerk von Partnern in der Veranstaltungsbranche etablieren. Neben freiwilligen Entwicklern von der wirvsvirus Hackathon, bestünde auch die Möglichkeit, bereits existierende Plattformen via API-Schnittstelle in StreamArt einzubinden.
Selbstverständlich feilen wir auch an ersten Vermarktungsstrategien und haben uns mit rechtlichen Anforderungen wie DSGVO und Rundfunklizenzierung auseinandergesetzt.
Wir freuen uns darauf, StreamArt für Künstler*innen und Fans aller kulturellen Bereiche an den Start zu bringen. Den offiziellen Kick-off der Plattform wollen wir mit einem StreamArt Festival feiern.
-- Damit Kunst wieder mehr Wertschätzung erfährt. Be smart - StreamArt! --
Informationen zur weiteren technischen Umsetzung:
Komponenten: - Webapp / SmartTV App / App - API-Dienst (GraphQL / REST) - Authentifizerungsserver (JWT) - Streamingserver (evtl in Kooperation mit Streaminganbietern) Bei der technischen Umsetzung ist im besonderen auf den Aspekt der Barrierefreiheit zu achten (http://www.gesetze-im-internet.de/bitv_2_0/BJNR184300011.html)
Was bisher geschah
Detaillierte Vorgehensweise des Projektteams während des 48h #wirvsvirus Hackathons 20. - 22. März 2020
Schritt 1: Problem verstehen
Das Coronavirus hat unser Leben auf den Kopf gestellt. Gerade viele kulturelle Bereiche mussten durch das Versammlungsverbot komplett eingestellt werden. Mehrere tausend Veranstaltungen mussten bereits abgesagt werden. Musiker*innen, Kleinkünstler*innen, Schauspieler*innen, bildende Künstler*innen - alle beklagen finanzielle Einbußen. Organisierte Fördermittel sind momentan schwer zu bekommen. Aus der Not bieten viele Künstler*innen derzeit Livestreams auf Basis von Spenden an. Doch dies kann einen Auftritt mit festgelegten Eintrittsgeldern nicht ersetzen.
Auch für Fans und Kulturliebhaber*innen ist dies eine schwere Zeit. Unser Leben wird auf unser zuhause beschränkt und einzigartige Erlebnisse auf Kulturveranstaltungen sind derzeit unmöglich. Zwar bieten manche Künstler*innen nun Live-Streams über ihre Social Media Profile an, doch diese sind nicht zentral gelistet. Dadurch verpasst man Live-Veranstaltungen.
Weiterhin sehen wir die fehlende Interaktion mit anderen Fans aus dem Publikum als Problem dar. Kulturveranstaltungen sind auch soziale Zusammenkünfte, die uns allen in dieser Zeit fehlen.
Schritt 2: Wer hat dieses Problem?
Selbstständige Kulturschaffende wie (um nur einige zu nennen) Musiker*innen, Schauspieler*innen, Kabarrettist*innen, Comedians, bildende Künstler*innen, Speaker, Artist*innen sowie deren Crew (Tontechniker*innen, Bühnenpersonal, …). Aber auch kleine und mittelständige Betriebe in der Veranstaltungsbranche wie Museen, Aussteller, Messen, Veranstaltungshallen, Veranstalter, Ticketingdienstleister, Technikfirmen, Theater- und Opernhäuser.
Konsument*innen jeglicher Art von Live-Veranstaltungen, Museen und Ausstellungen.
Schritt 3: Entwickle Hypothesen
Digitale Live-Musik ist spannender als Youtube Videos und übertragen mehr Emotionen. In der sozialen Interaktion liegt ein Mehrwert für den Kunden. Kunden wollen mit Sänger interagieren. Kunden wollen während des Streams mit Freunden interagieren.
Es finden sich genug interessierte Musiker. Künstler sind bereit gegen Provision Merchandising über die Plattform zu vertreiben Den Musikern kann eine angemessene Entlohnung angeboten werden.
Tonstudios haben freie Kapazitäten, die sie gegen Entgelt zur Verfügung stellen wollen. Es können kostengünstige Aufnahmearten zur Verfügung gestellt werden.
Kunden wollen Sänger etwas spenden. Zuschauer sind bereit, für einen Stream im voraus zu zahlen. Zuschauer sind bereit für einen Stream nach einer gewissen freien Zeit zu zahlen (Paywall). Kann mit Einnahmen aus Werbung kombiniert werden. Business-Modell auch über Corona Zeit interessant
Es ist rechtlich möglich. Es kann eine kostengünstiger Abschluss mit der GEMA gefunden werden. Kann mit Einnahmen aus Werbung kombiniert werden. Es finden sich genug interessierte Musiker
Schritt 4: Verifiziert eure Hypothesen
Umfrage an potentielle Zuseher (Alter 25-60): Interessen breit gefächert, jedes Genre interessant.Die meisten wünschen sich Comedy/Kabaretts, gefolgt von Konzerten, Lesungen/Diskussionen, Ausstellungen und Theater. Alle wären bereit dafür zu bezahlen. Die Preise schwankten dabei zwischen 25 und 50% des Originalpreises einer Eintrittskarte. Spendenfunktion würde keiner nutzen. Die meisten sprechen sich für einen fixen Ticketpreis pro Stream aus, Abo können sich auch einige vorstellen. Keiner der Befragten hätte Interesse daran, mit dem Künstler direkt in Kontakt treten zu können. [Anm.: evtl. Für jüngere Zuschauer interessant] Sehr wenige hätten Interesse an Watchparties bzw. dem Teilen des Streams mit Freunden.
Künstler: Alle total begeistert. Wollen sich schon anmelden. Ihnen fehlt es vor allem an fixen Förderungen und Sponsorings. Bereitstellen der Infrastruktur (z.B. Videpackages, Tonstudio-Koops und Eventorganisation für Veranstaltungen mit mehreren Künstlern) sehen sie als Benefit. Eher weniger Bereitschaft, direkt für den Service zu bezahlen.
Medienvertreter: Newsworthy, würden gerne unterstützen. Wenn es sich um eine gemeinnützige Sache handelt, es sind auch Vergünstigungen bei Media-Bookings (Inserate, Banner Ads, Advertorials usw.) möglich.
Schritt 5: Entwickelt Ideen zur euren bewiesenen Hypothesen
Über VideoCall haben wir hier ein ausgedehntes Brainstorming gemacht. Niemand in unserem Team hat sich vor Beginn der #wirvsvirus Hackathon über das Thema Gedanken gemacht. Erste Ideen haben wir in einer Google Docs Datei aufgeschrieben. Wir sind aber schnell zu Trello gewechselt, um unsere Ideen direkt sortieren zur können. Konkret haben wir folgende Themenblöcke aufgestellt: Konzeption, Frontend Entwicklung, Zahlung, Marketing, technische Umsetzung des Streams und rechtliche Voraussetzungen.
Als nächstes wollten wir die Sicht der User einnehmen. Wie wird jemand auf unsere Plattform aufmerksam? Welche Erwartungen werden an die Plattform gestellt? Dazu haben wir aus unserer Zielgruppe drei potentielle User auserkoren und dazu jeweils eine User Story entwickelt. Dies soll eine gute Grundlage für das Frontend Design bilden. Als Tool haben wir Miro genutzt.
Darüber hinaus haben wir uns noch viele weitere Features überlegt, die die Plattform noch attraktiver für Zuseher*innen und Künstler*innen machen könnte. Dazu gehören Applaus-Buttons im Live-Stream, um dem/der Künstler*in direktes Feedback zu geben.
Alle weiteren Arbeitsergebnisse wie unsere Wireframes und ausformuliertes Konzept sind in unserem YouTube Video und auf unserer DevPost Seite erhältlich.
Schritt 6: Testet die Produktidee
Hier befinden wir uns momentan in der Erstellung eines Prototypen. Wir möchten einen Click-Dummy aus unseren bisherigen Wireframes erstellen, um diese potentiellen Nutzern zum Testen vorzustellen. Eine weitere Idee zum Validieren der Produktidee ist ein “Fake Advertising”. Beispielsweise könnten wir Anmeldungen zur Website sammeln (auch ohne fertige Website), um zu evaluieren, wie viele und wer interessiert ist.
Built With
- figma




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