Herausforderung

Schüler*innen brauchen Personen, an die sie sich mit Lernfragen wenden können.

Durch die von Corona verursachten Schulschließungen müssen Schüler*innen ihre Schulaufgaben von zu Hause aus bearbeiten und fühlen sich zunehmend allein gelassen. Viele Eltern können ihre Kinder vor allem in höheren Klassen kaum unterstützen. Außerdem müssen sie in der heutigen Situation meist im Homeoffice arbeiten und haben nur wenig Zeit zur Verfügung. Hinzu kommt, dass die Schulen auf diese Situation nicht angemessen reagieren können, da ihnen für die digitale Schülerbetreuung die Mittel, Ressourcen und auch meist die Kompetenzen fehlen. Schüler brauchen Personen, an die sie sich mit Lernfragen wenden können. In ganz Deutschland gibt es eine Vielzahl an Wissensträgern aus unterschiedlichsten Bereichen, die insbesondere in der aktuellen Krise, willens und in der Lage wären die Lernenden als freiwillige Lernhelfer virtuell zu unterstützen.

Motivation

Wir wollen eine Plattform schaffen, die diese Suchenden und Helfenden zusammenbringt – einfach und schnell!

Aus eigener Erfahrung und durch Situationen im persönlichen Umfeld wissen wir um dieses Problem und möchten mit einer niedrigschwelligen und einfach zu bedienenden Plattform eine Möglichkeit der schnellen und erfolgsversprechenden Vernetzung bieten. Durch unseren Einsatz konnten wir im 48h Hackathon einen ersten Prototypen entwickeln, der im Laufe der nächsten Wochen und Monate gut weiterentwickelt werden kann (siehe unten Zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten).

Lösungsansatz

Über eine App und einen Webservice soll eine Plattform angeboten werden, über die Schüler*innen bzw. allgemein Lernende ihre Fachfragen mit niedrigsten Hürden und möglichst geringem Aufwand an fachkompetente Wissensträger/Lernhelfer adressieren und somit eine schnelle Hilfe erhalten können. Erste releases sind jetzt schon verfügbar unter: https://github.com/Lernhelfer/lernhelfer-app/releases

Ablauf

Lernende und Wissensträger melden sich auf dieser Plattform an.

Der Wissensträger gibt dabei einige Informationen zu seiner Person an (Ausbildung, spezielle Kenntnisse etc.), zu den Fächern, in denen er bis zu welcher Jahrgangsstufe unterstützen könnte und auf welchem Wege er kontaktiert werden könnte (Chat, Telefon, E-Mail etc.) - damit wird er zum registrierten Lernhelfer.

Der Lernende nennt bei seiner Anmeldung seine Schulform, Jahrgangsstufe und kann damit seinen Unterstützungsbedarf bzw. seine konkrete Frage formulieren, wobei er diese einem Schulfach und ggf. auch einem expliziten Themenfeld zuordnet.

Über einen mathematischen Algorithmus (heute regelbasiert, künftig mit Hilfe von künstlicher Intelligenz) wird die Anfrage des Lernenden den geeignetsten Lernhelfern zugeordnet. Jeder Lernhelfer erhält die Anfrage mit einigen Schlüsselinformationen wie Fach, Jahrgangsstufe, Themenfeld und kann sofort entscheiden, ob er diese Anfrage annimmt oder ablehnt. Von dem Lernhelfer, der die Anfrage als Erstes annimmt, werden die Kommunikationszugänge an den Lernenden weitergeleitet.

Nachfolgend kann zwischen beiden der Kontakt eigenverantwortlich aufgebaut werden.

Die Lernhelfer, die die Anfrage zu spät angenommen haben, erhalten eine freundliche Mitteilung, dass die Anfrage bereits bearbeitet wird.

Zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten

Schrittweise Erweiterung der Plattform In unserem Prototypen starten wir mit einer Plattform für die Lernenden an den weiterführenden Schulen. In den folgenden Releases wird unsere Plattform für immer mehr Schülergruppen erweitert. Dementsprechend werden auch die Lernhelfer-Communities weiter unterteilt, um eine richtige Zuordnung der Anfragen zu gewährleisten. Mit wachsender Nutzung soll mit Hilfe von künstlicher Intelligenz der Zuordnungsalgorithmus, der Lernanfragen und fachkompentente Lernhelfer matcht, fortlaufend optimiert werden.

Qualitätssicherung Die Lernenden erhalten nach Bearbeitung der Lernanfrage die Möglichkeit den Lernhelfer zu bewerten. Hintergrund ist es auf Dauer die Qualität unserer Plattform sicherzustellen und später ggf. auch Lernhelfer für einen bestimmten Lernenden-Kreis (nach Alter etc.) zu priorisieren.

One-to-Many Implementierung Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass eine Anfrage eines Lernenden auch für andere Lernende interessant sein könnte, soll es die Möglichkeit geben die Lernhilfe auch für diese zugänglich zu machen. In einem ersten Schritt können Schüler Schlagwörter für sie interessierende Wissensgebiete in ihrem Profil hinterlegen. Falls in diesen Wissensgebieten Anfragen von anderen Lernenden durch Lernhelfer bearbeitet werden und beide Parteien es freigeben, können sie sich ergänzend dazuvernetzen.

Reflexionsansätze

Schutz der Lernenden Es ist wichtig, dass zwischen Lernenden und Lernhelfern ein Vertrauensverhältnis besteht, jedoch besteht hierbei die Gefahr, dass potentielle Täter dies ausnutzen und den Kontakt zu den Schülern missbräuchlich nutzen. Dies muss im Rahmen aller Möglichkeiten unterbunden werden. Beispielsweise soll es Eltern ermöglicht werden unterschiedliche Sicherheitsstufen für die Kontaktaufnahme des Lernhelfers zu ihrem Kind auszuwählen. Auch ist eine Elternfreigabe durch ein Passwort für jedes zustande gekommene Match denkbar. Weiter sollen die Aktivitäten und Vernetzungen der Lernhelfer dokumentiert und bei Auffälligkeiten gemeldet oder blockiert werden. Regelmäßige Kontrollen der Lernhelfer versteht sich von selbst.

Datenschutz & Rechtliche Grundlagen Berücksichtigung aller Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung ist sicherzustellen.

Reichweite Für dieses Projekt ist eine hohe Reichweite unter den Schülern entscheidend, damit möglichst viele einfach Hilfe bekommen können. Dazu könnte man in den sozialen Medien sowie Zeitungen, Lernwebsites oder direkt Schulen kontaktieren.

Um viele Themengebiete abzudecken, werden natürlich auch so viele Lernhelfer wie möglich benötigt. Die Zielgruppen sind alle Wissensträger, die gerne und freiwillig Lernenden helfen wollen. Diese können über soziale Netzwerke, Unternehmenskommunikationen und in zahlreichen Foren kontaktiert werden.

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