Herausforderung
Vielen Menschen fehlt in Zeiten von Corona und häuslicher Isolation eine Tagesstruktur sowie sinnvolle, abwechslungsreiche Aufgaben oder Herausforderungen. Zudem wünschen sich viele in ihren eigenen vier Wänden eine Aufmunterung und eine Verbindung zur Gemeinschaft. Zwar werden über verschiedene Websites Anregungen bereit gestellt, diese sind jedoch verstreut, unstrukturiert und es erfordert viel Zeit diese Angebote zu sichten. Räumliche und soziale Isolation sowie mangelnde Tagesstruktur kann zu Frustration, Einsamkeit und Unzufriedenheit führen und den Weg für eine psychische Abwärtsspirale ebnen. Dem wollen wir mit corobuddy entgegenwirken.
Lösungsansatz
Worum geht´s? corobuddy ist eine Webapplikation, die eine sinnvolle Tagesstruktur in Zeiten schafft, in denen sich Menschen primär zuhause aufhalten (müssen). Die User können entscheiden, ob sie eine, zwei oder drei Challenges am Tag bewältigen möchten. Es warten spannende Challenges aus den Kategorien Body & Mind, Nachhaltigkeit, Kreativität, Heimarbeit, Miteinander und Lernen. Die meisten Challenges dauern zwischen 5 und 30 Minuten. Es werden bis zu drei Mal am Tag Push-Nachrichten für Challenges verschickt: um 9, um 13 Uhr sowie um 18 Uhr. Während es sich bei den ersten beiden Challenges am Tag um zufällige Herausforderungen aus den Kategorien handelt, wird die Challenge am Abend durch die ganze Community gleichzeitig bearbeitet. Wenn ein User nur eine Challenge am Tag erledigen möchte, wählt er*sie automatisch die Gruppenchallenge. Begleitet werden die Challenges von dem Maskottchen corobuddy, ein Klorollenmännchen, das abhängig von den geleisteten Challenges mehr Blätter erhält. So sollen die Spielenden motiviert werden, immer wieder zur App zurückzukehren.
Welchen Mehrwert stiftet corobuddy? Noch nie war ein Gemeinschaftsgefühl so wichtig, wie in dieser Krise. Die corobuddy-WebApp leistet dazu einen spielerischen Beitrag. Sie trägt zur körperlichen und geistigen Fitness der User bei und unterstützt sie*ihn in der Tagesstrukturierung. Ein positives Wir-Gefühl kann positive Effekte auf die Gesellschaft haben, in der sich gegenseitig unterstützt, zugehört und geteilt wird. Und natürlich schafft die Webapplikation einen starken Anreiz, zu hause zu bleiben in Zeiten, in denen wir gesamtgesellschaftlich versuchen sollten, Infektionen zu vermeiden.
Ein Großteil der Aufgaben fördert den Flow-Effekt: Dabei erfährt man Erfüllung durch eine Tätigkeit, die herausfordernd und gleichzeitig gut zu bewältigen ist. Durch die kontinuierliche Verteilung über den Tag unterstützen sie außerdem die neu zu entwickelnden Tagesstrukturen. Dadurch wirkt die App präventiv in Bezug auf Psychopathologien wie Depressionen und ist hilfreich für die Verbesserung der Psychohygiene.
An wen richtet sich corobuddy? corobuddy richtet sich an all diejenigen Personen, die aktuell viel Zeit zuhause verbringen (müssen) und sich eine gewisse Aufmunterung und Strukturierung wünschen. Dabei spricht die App alle Generationen an. Die Challenges können grundsätzlich von jeder Altersgruppe bewältigt werden.
Entwicklungsprozess
Zu Beginn haben wir Ideen generiert, um eine einheitliche Vorstellung der angestrebten WebApp zu schaffen. Im nächsten Schritt teilte sich die Gruppe kompetenzbasiert den Teams “Design”, “Technik” und “Content” zu. Nachdem die Mindestanforderungen an den Prototypen definiert wurden, arbeiteten die Teams an ihren Meilensteinen. Im Team “Content” wurden Challenges entwickelt und für die WebApp ausgearbeitet, das Team “Design” entwarf verschiedene Vorlagen, beispielsweise das Logo oder das UX-Design und das Team “Technik” setzte die Vorschläge durch einen lauffähigen Prototypen, in dem viele der erdachten Features bereits funktionieren, sowie einer Android-App, die das Design implementiert, um. Ein kontinuierlicher Austausch fand durch die Nutzung verschiedener Tools wie Skype, Trello, Jamboard, Jitsi und Google Drive statt.
Während unserer Projektarbeit sind wir verschiedenen Schwierigkeiten begegnet: Das Team “Content” stand vor der Aufgabe originelle und dennoch zugängliche, gut in den Alltag integrierbare Challenges zu entwickeln. Die Tätigkeit des “Design”-Teams charakterisierte sich durch viele Schnittstellen zu den anderen Teams, weshalb intensive Abstimmungsarbeit erforderlich war. Zu Beginn hatte das Team “Technik” keine*n Experten*in zum Thema App-Entwicklung und die Expertise der Teammitglieder war breit gestreut. Daher musste vieles from scratch erlernt werden.
Gerade solche Schwierigkeiten bieten jedoch die Möglichkeit eines gemeinsamen Lernens und Weiterentwickelns. Uns wurde bewusst, dass die Auswahl eines geeigneten Kommunikationskanals und eine regelmäßige Abstimmung den Prozess enorm erleichtern und zusätzlich für eine gesteigerte Motivation sorgen. Dabei haben wir vor allem die crossfunktionale und diverse Teamkonstellation als bereichernd erlebt. Besonders erstaunlich war, wie schnell wir - einander vollkommen fremde Menschen - effektiv zusammenarbeiten konnten. Wir haben von unserer regelmäßigen, zielführenden und in sinnvollen Konstellation umgesetzten Kommunikation profitiert. Gemeinsam haben wir an einem Strang gezogen und den corobuddy auf die Beine gestellt!
Skalierbarkeit
Weiterentwicklung des Prototypen zu einer Smartphone App für die gängigen Betriebssysteme von Apple und Google. Die App entwickelt sich zukünftig hauptsächlich durch die Community, die die App mit Leben füllt, wodurch ein Gemeinschaftsgefühl etabliert wird. Durch die Einbindung von anderen sozialen Netzwerken, in denen sich die Community zielgerichtet zu Challenges, durch das Posten von Bildern und Videos der Ergebnisse austauscht, generieren wir Reichweite.
Darüber hinaus wird der Austausch innerhalb der App über eine Chat-Funktion möglich sein. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Community zu aktivieren und durch Vorschläge für neue Challenges den Aktivitäten-Katalog, nach einem Review, zu erweitern und somit eine Hilfe zur Selbsthilfe zu schaffen. Auf diese Weise entwickelt sich eine Bindung, die den Gemeinschaftsgedanken stärkt, weil die App durch die Community inhaltlich weiterentwickelt werden kann.
Links
Zum Ausprobieren:
Zum Nachlesen:





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