Inspiration

Mit steigenden Fallzahlen von SARS-CoV-2 Infizierten steigt täglich auch die Zahl der Menschen in Deutschland, die getestet werden. Aufgrund begrenzter Kapazitäten werden häufig nur positive Testergebnisse kommuniziert. Zeiträume bis zur Auswertung und Mitteilung der Ergebnisse sind unterschiedlich und verändern sich ständig.Die Kommunikation der Testergebnisse läuft zur Zeit bundesweit uneinheitlich ab. Durch die steigende Anzahl von Fällen muss medizinisches Personal mehr und mehr Zeit verwenden, die Diagnosen zu kommunizieren. Dies führt unter anderem dazu, dass negative Testergebnisse nicht mehr kommuniziert - oder positive Ergebnisse so spät identifiziert werden, dass pot. infizierte weitere Menschen anstecken können. Dies bietet Fehlerpotential zb. für false negatives, sorgt für Verunsicherung und Frustration bei den Patienten.

What it does

Wir haben ein Tool entwickelt, dass die Kommunikation unterstützt, das medizinische Personal entlastet und den Status des Tests transparenter macht. Oberste Guidelines bei der Entstehung des Tools waren Datensicherheit und einfache Einbindung in bestehende medizinische Prozesse.

Das Tool besteht grob aus 2 Teilen:

Excel-Frontend

Wir haben eine Excel-Frontend entwickelt, welche die Datenaufnahme vereinheitlicht und Fehler minimiert. Die Wahl viel auf Excel, weil Office überall existiert, fast jeder es kennt und dadurch die Einsatzhürde verringert wird.

Nach der Eingabe der Daten ins Excel, werden die Daten mittels Hash-Verfahren anonymisiert. Personen Daten bleiben immer im Excel / im Krankenhaus. Weitere Daten (Teststatus, Testergebnis, Kontaktdaten ohne Name) werden direkt aus dem Excel ins Portal gesendet. Dafür nutzen wir eine Schnittstelle, welche die Daten sicher überträgt.

Das medizinische Personal kann den weiteren Verlauf des Test in dem Excel festhalten. Es unterstützt auch die MitarbeiterInnen dabei die Anruflisten für positive Ergebnisse vorzubereiten.

Web Portal für Status Übersicht und Testergebnisse

Sobald die Daten übertragen wurden ist es möglich den Status der Testprobe in einem Webinterface einzusehen. Wir haben uns für die Reduzierung auf drei verschiedene Status festgelegt: Probe angenommen & im System registriert: Informiert die Person, dass ihre Daten erfolgreich im System sind. Probe im Labor: Die Person weiß, dass die Probe noch bearbeitet wird. Dadurch denken z.B. positive Fälle nicht, dass sie negativ sind, weil sie noch keine Kommunikation erhalten haben. Ergebnis übermittelt: Es wird informiert, dass das Ergebnis übermittelt wurde.

Positive Ergebnisse werden immer persönlich durch einen Verantwortlichen am Telefon übermittelt. Erst nach dem Telefonat wird der Status im System verändert. Negative Ergebnisse werden im System direkt eingestellt. Zudem können die Personen eine Push-Benachrichtigung über SMS & E-Mail erhalten.

Accomplishments that we are proud of

Wir haben in unter 48h einen lauffähigen Prototypen entwickelt, der alle oben beschriebenen Funktionen vollständig ausführen kann. Wir haben zusätzlich bereits Kontakt ins Charité in Berlin und prüfen, ob das Tool zeitnah für einen Testlauf verwendet werden kann.

What we learned

In knappen 48 Stunden ist viel möglich. Und unser Gesundheitssystem hat eine Digitalinfusion dringend nötig.

What's next for #1896 - Kommunikation von Testergebnissen

Wir würden die Lösung gerne so schnell wie möglich testen und wenn erfolgreich auch gerne Deutschlandweit ausrollen. Dazu müssen wir noch weitere Funktionen einbauen - wie zB. eine Userverwaltung für medizinisches Personal. Auch würden wir unsere Sicherheitsmechaniken gerne von Experten prüfen lassen. Unser Tool ist zudem so konfiguriert, dass wir es für eine spezifische Klinik entwickelt haben - für weitere Standort müssten wir vermutlich den Prozess anpassen. Durch das Excel Tool ist der Einsatz sehr flexibel, weil eine händische Eingabe ermöglich wird. Mit direkter Anbindung an elektronische Systeme (KIS, Laborsysteme, etc) könnten wir den Aufwand für das medizinische Personal noch weiter verringern.

Desweiteren laufen die Server gerade auf limitierten free services - ein Wechsel der Infrastruktur auf production ready services wäre wünschenswert

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