Inspiration

Es gibt viele Services, welche bereits beim Einkaufen oder bei weiteren Aufgaben unterstützen sollen, jedoch findet dies meist nur online statt. Doch es gibt zahlreiche Menschen, die entweder keinen Zugang zum Internet haben oder die Affinität nicht haben mit den einschlägigen Angeboten umzugehen. Wir wollen die fehlende Schnittstelle zwischen diesen beiden Komponenten, der OFFLINE und ONLINE-Welt bauen, damit niemand hilflos zurückgelassen wird.

What it does

Hilfsbedürftige ohne Internetzugang können eine Hotline (+1 469 294 8404) anrufen. Dort werden sie durch einen Fragenkatalog geführt, der automatisch im Hintergrund eine Einkaufsliste (oder andere Aufgaben) erfasst. Diese werden auf der Homepage link dargestellt und in einer Karte für Helfer*Innen sichtbar zusammengefasst. Diese können die Aufgaben annehmen und ausführen um den älteren Personen zu helfen.

Wichtig war für uns, dass beim Erfassen der Daten möglichst wenige menschliche Ressourcen eingebunden werden, damit die Kräfte wirklich in die Ausführungsarbeiten investiert werden können.

Sobald ein/e Helfer*In den Auftrag angenommen hat werden ihm/ihr Name und Adresse der Hilfsbedürftigen angezeigt und zwischengespeichert. So können Helfer*Innen mehrere, grafisch beieinander liegende Aufträge annehmen und dennoch einen Überblick behalten.

Damit die Hilfsbedürftige eine Rückmeldung haben und wissen können, dass Ihnen geholfen wird, werden diese, sobald der Auftrag online angenommen wurde, automatisch zurückgerufen. Sie erhalten eine automatisierte Bestätigung, dass jemand auf dem Weg ist. Außerdem werden Sie darauf hingewiesen hinreichend Bargeld vorzubereiten.

Die Einkäufe werden dann, wenn möglich, auf der Treppe abgelegt, um zwischenmenschlichen Kontakt soweit es geht zu vermeiden. So werden weder Hilfsbedürftige, die einer Risikogruppe angehören, noch die Helfer gefährdet. Das Geld sollte ebenso vorbereitet und sicher abgelegt werden. Hier haben wir bewusst auf kontaktloses Zahlen verzichtet, da wir insbesondere den älteren Menschen diese zusätzliche Hürde nehmen wollten.

Am Ende des Prozesses sollen die Helfer*Innen noch bestätigen, dass Sie das Geld für den Einkauf erhalten haben.

How we built it

Wir verwenden Twilio für die Hotline und die Abfragen (Workflows) dahinter. Anschließend werden die Daten in einer Ruby on Rails App (Frontend mit Angular) aufbereitet und auf einer Website zur Verfügung gestellt.

Challenges I ran into

Wir hätten gerne eine deutsche Hotline-Nummer gewählt, doch für diese hätte ein vollständiges Personenidentifikationsverfahren durchgeführt werden müssen. Daher sahen wir uns gezwungen eine US-amerikanische Nummer zu wählen, um den Prototypen lauffähig zu bekommen.

Die automatische Sprachstimme von Twillio war zwar beeindruckend gut, doch wir wollten insbesondere die menschliche Aspekte aus dem Projekt nicht aus den Augen verlieren. Daher haben wir eigene Aufnahmen angefertigt, damit die Hilfsbedürftigen wenigstens im Rahmen der Kommunikation etwas von einem persönlichen Näheverhältnis haben. Schließlich stellt die Isolation an sich bereits eine große Herausforderung dar.

Dadurch, dass Teilnehmer*innen aus dem Team aus Übersee dabei waren mussten wir uns entsprechend organisieren, dass wir zwar den Vorteil hatten theoretisch 24/7 entwickeln zu können, doch über einen bestimmten Zeitraum waren wir nicht füreinander erreichbar. So mussten Koordinationsarbeiten und Fragen dann beantwortet und geklärt werden, wenn alle wach waren.

Viele von uns haben einen eher perfektionistischen Ansatz, so dass es wirklich eine Herausforderung war den Prototypen wirklich als Prototyp aufzubauen. Dafür mussten wir einfach akzeptieren, dass wir weder die Zeit noch die Ressourcen haben und es auch nicht realistisch ist.

Accomplishments that we are proud of

Wir haben es geschafft ohne persönlichen Kontakt und ohne uns davor gekannt zu haben ein Projekt aufzuziehen und einen großen Teil unserer Ziele zu erreichen. Wir waren von Anfang an motiviert dabei, haben uns organisiert und Aufgaben so koordiniert, als würden wir es jeden Tag machen.

What we learned

Wir haben sehr viel über Prototyping gelernt und auch über eine strukturierte Arbeitsweise. Wir haben gelernt, dass wenn man etwas wirklich will, es auch so schaffen kann. Die Zusammenarbeit kann auch ohne Präsenz und persönlicher Kontakt funktionieren.

What's next for 10_analogeunterstützung_Corony-Ihr-Telefonhelfer

technische Aufgaben

Einzelne Fehler müssten korrigiert und weitere Funktionen (Annahme mehrere Aufträge etc. ) entwickelt werden. Außerdem müsste die Webseite eine vollständige Verschlüsselung erhalten.

rechtliche Aufgaben

Impressum, Datenschutzerkläung und Cookie-Consent müssten hinterlegt werden.

Marketing und Kommunikation

Eine Kampagne zur Information der Gesellschaft müsste entwickelt werden. Hier müssten die Besonderheiten beachtet werden, dass diejenigen, die keinen Internetzugang haben, dennoch informiert werden können. Möglicherweise könnte man initiativ einzelne Gegenstände des täglichen Bedarfs bei denen abliefern, die Zielgruppe sein könnten und einen Flyer & Verpackung beifügen.

Auch die potenziellen Helfer/Innen müssten erreicht werden. Hier müsste insbesondere durch einschlägigen Informationen dafür sensibilisiert werden, wie man eine Ansteckung im Rahmen der Hilfsarbeiten vermeidet.

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Updates

posted an update

Hallo zusammen, uns ist aufgefallen, dass es ein paar Teams gibt, die an ähnlichen/gleichen Themen arbeiten. Aus diesem Grund haben wir einen Slack Channel erstellt, wo wir uns mit den betroffenen Teams treffen und austauschen können. Würden uns freuen, wenn mindestens einer von weiteren Teams mit ähnlichen Themen in den Channel reinschaut und wir uns vielleicht kurz austauschen könnten. Der Channel auf Slack heißt #10-analogeunterstützung-hotlines Besten Dank und weiterhin viel Erfolg :blush:

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