Herausforderung:
Personen im adoleszenten Alter leiden oft unter psychologischen Problemen, so wie Problemen in dem Familien- und oder Freundeskreis. Solche können unter anderem aus der Pubertät oder dem schulischen Leistungsdruck resultieren. Teilweise werden solche Auffälligkeiten von Mitschüler:innen oder auch den Lehrkräften erkannt, allerdings wird nur sehr selten Hilfe geleistet, da es nicht in deren Aufgabenbereich fällt, sich mit der mentalen Gesundheit der jeweiligen Person auseinanderzusetzen. Kinder und Jugendliche werden dementsprechend mit ihren Problemen noch viel zu häufig allein gelassen. An dieser Stelle muss den Betroffenen gezielt professionelle Hilfe zur Seite gestellt werden und das im günstigsten Falle in der Institution Schule. Derartige Konzepte lassen sich bereits in den Niederlanden und Skandinavien finden.
Lösung und Zielgruppe:
Dieser Aufgabe wollen wir uns stellen, indem Schüler sich einer psychologischen Betreuung unterziehen müssen, wodurch ihre Gesundheit gefördert werden kann. Hierunter fällt ebenso die Prävention von eventuellen Missbrauchsfällen. Die Herausforderung stellt die Koordination, sowie die Finanzierung dar. Nach unserem Konzept würde jede Schule circa acht Schoolworker/Schulpsychologen benötigen, welche sich mit jedem einzelnen Schüler unterhalten würden. Geht man von 8-9 Klassenstufen an einer erweiterten Schule aus mit je 100 Schülern und 40 Schulwochen, also 200 Schultage im Jahr, so könnte in den Klassenstufen 7-10 jeder Schüler alle 50 Tage zu einem Gespräch gehen, also zweimal in einem Schulhalbjahr. Die Klassenstufen 5,6,11 und 12 würden somit alle 100 Tage zu einem Gespräch gehen also einmal pro Schulhalbjahr. Das würde bei acht Schoolworkern/Schulpsychologen bedeuten, dass diese pro Arbeitstag mindestens 1-2 Schüler in einem Gespräch hätten. Bei auffallenden Leistungseinbrüchen würden spontane Gespräche hinzukommen. Die Gespräche würden wahrscheinlich sehr verschieden ablaufen und somit auch unterschiedlich viel Zeit beanspruchen, jedoch nur unwahrscheinlich mehr Zeit als eine Schulstunde. Ein bis Zweimal diese Zeit aufzuopfern stellt für Schüler in der Regel keine sonderlich große Einschränkung dar, zumal der Unterrichtsstoff von Mitschülern weitergegeben werden kann, was hinzu noch die Gemeinschaftsfähigkeit der Schüler stärkt. Außerdem würde bei aufgefallenen Problemen mit dem Schoolworker/Schulpsychologen ein gemeinsamer Termin bei einem Psychologen außerhalb der Schule festgelegt werden, sodass gerade jüngere Kinder hier nicht an ihr Elternhaus gebunden sind und Optionen kennenlernen, sowie die Hemmschwelle für das Aufsuchen eines Psychologen deutlich sinkt. Die Gelder für das hinzukommende Personal, muss das Land bzw. der Bund aufbringen. Hierbei ist zu beachten, dass die Investition in die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, zeitgleich eine Investition in eine zukünftige effektive, gewinnbringende Wirtschaft und Gesellschaft ist.
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