Imf und Firus - Eine Spannende Reise
Eltern und Erziehungsberechtigte stehen momentan vor dem großen Problem: Was mache ich mit meinen Kindern, wenn ich im Home-Office arbeite. Dabei können wenige Minuten Beschäftigung wahre Wunder wirken. Je mehr die (Selbst-) Quarantäne fortschreitet, desto größer wird das Problem. Kinder werden unruhig und brauchen Aktivitäten, sind nicht ausgelastet und langweilen sich schnell. Ihnen nur einen Bildschirm vor zu setzen ist die sich aufdrängende, aber nicht befriedigende Lösung. Wir wollen digitale Aktivitäten der Kinder mit analogen Aktivitäten verbinden und dabei Eltern entlasten. Daneben fehlen Familien momentan auch die Alltagsroutinen. Kinder stehen auf und denken es seien Ferien. Dabei soll das Konzept des Abenteuerkalenders helfen, den Kindern zu vergegenwärtigen, dass am Ende des Tunnels auch Licht ist – eine Zeit ohne Quarantäne, also Weihnachten, nur im Sommer. Jedes Abenteuer soll eine eigene Challenge darstellen, die man alleine zuhause mit den dort verfügbaren Mitteln bewältigen kann. Dabei legen die einzelnen Challenges Wert darauf, für die angesetzte Altersgruppe zugänglich zu sein. Gleichzeitig sind alle Aufgaben die gestellt werden, ohne großen Aufwand und vorherigen Materialeinkäufen sowie in jedem Haushalt umsetzbar. Es gibt einfache Anleitungen und für auch Alternativvorschläge für Material, falls nicht alles vorhanden ist. So lernen die Kinder, dass sie auch mit einfachem Material oder leeren Behältern neues Spielzeug, wie beispielsweise Musikinstrumente eigenständig herstellen können. Natürlich können die Aufgaben auch von den Kindern in Zusammenarbeit mit den Eltern gelöst werden und fördert somit eine gemeinschaftliche Kreativzeit innerhalb der Familie. Die Kinder können also im Team oder alleine an den Aufgaben arbeiten.
Die zusammenhängende Geschichte sorgt bei den Kindern für Motivation, sich der Herausforderung des aktuellen Tages zu stellen, um am nächsten Tag direkt zu erfahren, wie die Geschichte weitergeht. Im Idealfall ist der Nachwuchs so jeden Tag der Quarantäne mehrere Stunden beschäftigt.
Auch sollen innerhalb der App auftauchende Probleme im Zusammenhang mit einer Pandemie auf ein leicht verständliches Maß heruntergebrochen und für Kinder zugänglich gemacht werden. Beispiele dafür sind:
Wieso ist es so wichtig sich gründlich die Hände zu waschen? Warum kommt es zu Hamsterkäufen, welchen negativen Effekt haben diese und wieso ist Solidarität eine bessere Lösung für alle? Warum müssen gerade die älteren Menschen und solche mit Vorerkrankungen gerade besonders geschützt werden?
Betroffenengruppe
Die App richtet sich vor allem an Kinder im Alter zwischen 5-9, die mit der ungewohnten Situation überfordert sind. Darüber hinaus soll es Eltern im Home-Office entlasten. Davon am meisten betroffen sind Alleinerziehende, da sie sich nicht mit der Partnerin/dem Partner in der Kinderbetreuung abwechseln können.
Gesellschaftlicher Mehrwert - Was bringt die Umsetzung des Projektes der Gesellschaft
Kinder lernen mit dieser App sich selber zu beschäftigen und mit einfachen Mitteln, beispielsweise leeren Plastikflaschen, Korken etc. recyceltes Spielzeug herzustellen und lernen in ihrer Zeit ihr zuhause, die Wohnung als Spielort nochmal neu kennen. Kinder können sowohl alleine als auch im Team mit Geschwistern oder Eltern die einzelnen Spiele und Herausforderungen die aus der Geschichte heraus an die Nutzer*innen gegeben werden, umsetzen. Daher hat dieses Projekt einen Mehrwert für sowohl Kinder als auch alle Eltern, Alleinerziehend oder nicht Alleinerziehend, die vor allem momentan auf Homeoffice angewiesen sind. Die App Imf und Firus bringt in dieser besonders herausfordernden Zeit für zuhause Spiel und Spaß, Kreativität und Lerneffekte.
Story
Das kleine Imf wohnt mit seiner heißgeliebten Oma in einem abgelegenen Dorf. Doch, dann, eines Tages ist seine Oma plötzlich nicht mehr aufzufinden. Alles was das kleine Imf herausfinden kann ist, dass möglicherweise ein Bösewicht namens Firus dahinter steckt, von dem allerding niemand so recht weiß wie er aussieht. So zieht das Imf los, um seine Oma zu finden. Zuvor muss es jedoch Verpflegung backen, da die Kekse seiner Oma bereits leer gefuttert sind. Dies gestaltet sich besonders schwer, da es weit und breit kein Mehl gibt. Dann folgt Imf einer Mehlspur, die es im Wald findet. Dort muss es mit einem Boot einen kleinen Fluss überqueren und findet auf der anderen Seite eine Stadt an einem Berg, auf dessen Spitze ein Schloss thront. Nachdem Imf der Stadtwache hilft einzuschlafen und einen Pakt mit den Postboten schickt, findet es schließlich einen Weg in das Schloss. Dessen Herr, der Hamsterkönig, hat alles angesammelt und seinen Untertanen Nichts übrig gelassen. Aber auch diese Herausforderung kann das Imf meistern und so macht es sich nach den ersten 7 Episoden auf den weiteren Weg seine Oma zu finden. Dabei begegnet es noch einigen Helfer*innen und zum Schluss auch dem Bösewicht Firus selbst.
Schwierigkeiten
Zu Beginn gestaltete es sich sehr schwierig Illustratoren zu finden. Sobald dann Illustratoren gefunden waren, unterstützten diese Tatkräftig. Es war allerdings nicht so ganz einfach sie in das bestehende Projekt so einzugliedern, dass sie reibungslos mitarbeiten konnten. Auch bei anderen Rollen, die neu hinzu kamen stellte dies eine Herausforderung dar. Insgesamt war der Umfang größer und anspruchsvoller als gedacht. So wurden die Geschichten beispielsweise nicht so schnell fertig wie es in der Planung erwartet wurde und auch die Formulierung der Challenges war aufwändiger als anfangs vermutet.
Skalierbarkeit
- Neue Aufgaben können über das Backend/eine separate Web Applikation jederzeit hinzugefügt werden und somit kann die Story erweitert werden.
- Auch Erweiterungen im Spielaufbau sind angedacht, so können zum Beispiel Beispielsweise Trophäen für gemeisterte Herausforderungen gesammelt werden
- Komplette Vertonung der Geschichte
- Umsetzung als E-Book/Printed Matter
- Applikation kann für weitere Plattformen portiert werden (iOS, Web, Amazon Fire usw.)
- Durch die Bereitstellung über den Playstore ist die Distribution auch an größere Mengen von Menschen möglich und leicht umsetzbar
- Die App kann in verschiedene Sprachen übersetzt und damit auch international angeboten werden, die Herausforderungen vor denen die Familien in Deutschland stehen sind überall auf der Welt die gleichen.
- Das Backend skaliert durch die vollständige Serverless Architektur automatisch je nach Auslastung und verhält sich insbesondere bei Projektstart durch minimale Fixkosten, Pay-by-Use sowie die Ausnutzung von kostenlosen AWS Standardkontingenden (z.B. 1Mio kostenlose Lambda Calls) kostenoptimal
Wie viele Personen in dem Problemkontext würden eine Verbesserung erfahren?
Imf und Firus ist im besten Falle eine App, die sowohl für Eltern als auch ihren Kindern Spaß bringt. Eltern werden entlastet, weil die Kinder, angeleitet durch die Geschichten und Aufgaben sowie Ideen ihre Zeit zum großen Teil alleine aber auch in Teams kreativ nutzen können. Gleichzeitig bietet die App aber auch die Möglichkeit, zusammen als Familie die Herausforderungen der Reise von Imf zu lösen und gemeinschaftlich kreative Zeit zu verbringen.
Wie umfänglich wäre diese Verbesserung?
Aktuell ist geplant, dass die Geschichte sowie die Aufgaben die Kinder bis zu 4 Wochen jeden Tag mehrere Stunden beschäftigen kann. Der aktuelle Stand des Prototypen ist bisher auf eine Woche entwickelt, lässt sich aber problemlos erweitern. Zahlreiche kreative Ideen und Aufgaben befinden sich schon in den Startlöchern und warten darauf illustriert und beschrieben zu werden.
Wie gut baut die Lösung auf bereits bestehende Ideen auf?
Im Internet gibt es einige kreative Ideen um Kinder kreativ zu beschäftigen. In der App werden diese Ideen zusammengefasst und auf kindgerechte Weise erklärt. Somit bietet die App die Möglichkeit auch für Eltern, nicht lange im Internet nach Beschäftigungsideen zu suchen, sondern haben mit nur einer App Zugriff auf viele tolle Ideen und Aktivitäten für Kinder.
Wie trägt es zur Open Source-Community bei?
Der Quellcode aller entwickelten Applikationen ist öffentlich unter https://github.com/WirVsVirus-Hackathon-Corona-Calendar erreichbar und verwendet weit verbreitet Standards. Sowohl die Android App als auch die Web App zur Administrationen können als Plattform für neue Geschichten, Themengebiete und zusätzliche Aufgaben verwendet werden. Sie bietet den Freiraum und großes Potenzial die Geschichten weiter auszubauen. Die aktuell zur Administration entwickelte Web Applikation, könnte darüber hinaus als Portal erweitert werden, um Geschichten der Community entgegenzunehmen, zu reviewen oder zu integrieren. So können Eltern weitere Bastel- und Bauideen, Rezepte, Spiele und weitere Tipps zur Kinderbeschäftigung miteinander teilen, sodass sich die Möglichkeiten der App noch erweitern. Ferner könnte die bestehende Geschichte unter anderen Formaten veröffentlicht werden (z.B. Kinderbuch, Videoreihe, Brett-/ oder Kartenspiel).
Technische Umsetzung
Architektur
Im Rahmen des Projektes wurden zwei Frontend Applikationen entwickelt. Neben der Android Applikation für den Endnutzer, die ausschließlich dem Konsumieren der Inhalte dient, existiert eine weitere Applikation für die der Administration eben dieser Inhalte. Beide Applikationen nutzen ein AWS Cloud Backend für die Datenpersistierung bzw. das Laden von Daten-/Applikationsinhalten. Die Web App zur Administration wurde mit Vue.js umgesetzt und wird über AWS CloudFront verteilt. Ferner sind die Web Applikation und die REST API über AWS Cognito per Login abgesichert. Eine Datenmanipulation (PUT,PATCH,DELETE) im System wird dadurch effektiv verhindert. Das Abrufen der Informationen (GET) erfolgt im aktuellen Entwicklungsstadium jedoch anonym und ohne benötigte Authentifizierung.
(https://abload.de/img/bildschirmfoto2020-03cqjk6.png)
Zur Datenpersistierung wird einerseits eine AWS DynamoDB verwendet, andererseit der AWS S3 Storage Service. Ersterer persistiert Challenge-, Meta- und Storydaten. Letzter Assets wie Bilder, perspektivisch Video und Audiodateien. Die Backend Businesslogik ist vollständig serverless in Node.js Lambda Functions implementiert. Die reduziert die aktuellen Kosten auf ein absolutes Minimum und ist ebenso in der Lage am ‘Gameday’ akzeptabel zu skalieren. Bei dauerhaft hoher Auslastung des Backends wäre die Architektur zu optimieren.
Die Admin Applikation ist unter folgender URL im Internet erreichbar: https://corona-cal.auth.eu-west-1.amazoncognito.com/login?response_type=token&client_id=osupm9rc8kv7jpnhjdtsqu7vj&redirect_uri=https://d30c8b2026z1gr.cloudfront.net
Built With
- amazon-web-services
- android
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