Inspiration

Durch das Coronavirus müssen die Menschen weltweit ihren gewohnten Lebensstil in nie dagewesener Form ändern. Dazu gehört auch die Einschränkung jeglicher sozialen Aktivität aufgrund von Social Distancing, wodurch eine Verbreitung des Virus verlangsamt werden soll. Dadurch wird allerdings das menschliche Grundbedürfnis nach sozialem Austausch nicht mehr erfüllt, welches besonders in von Unsicherheit geprägten Zeiten größer den je ist.

Durch die fehlenden sozialen Interaktionen fühlen sich die Menschen mit ihren Gefühlen und Gedanken, die geprägt sind von Unsicherheit und Ängsten, allein. Wir machen uns Gedanken dazu, wie geht nach der Coronakrise weitergeht, fürchten uns vor einer möglichen Ansteckung, aber erleben auch tagtäglich positive Erlebnisse trotz sozialer Isolation.

Wir stellen uns Fragen wie: Mit wem kann ich diese Gedanken teilen, insbesondere, wenn ich ein nicht so dichtes soziales Netzwerk habe, mit dem ich in regem digitalen Austausch stehe? Bin ich allein mit diesen Gefühlen? Wie kann ich damit am besten umgehen?

What it does

Moodometer ist eine voll funktionsfähige Webplattform, die Menschen in Deutschland und auf der ganzen Welt hilft, ihre aktuellen Gefühle, zum Beispiel Sorgen und Nöte mitzuteilen, gemeinsam einzuordnen und Ratschläge zur Bewältigung zu finden.

Die Plattform verfolgt den Grundsatz „Geteiltes Leid ist halbes Leid und geteilte Freude ist doppelte Freude“. Sie nimmt die aktuelle Stimmungslage sowie spezifische Emotionen wie Angst, Wut, Trauer und Freude der Anwender entgegen und stellt sie in den Vergleich mit allen anderen. Darüber hinaus bietet sie crowdbasierte Unterstützung bei der Bewältigung.

Dadurch bekommen wir die Möglichkeit, uns mit anderen über unsere Gefühle und Gedanken auszutauschen und zu sehen, welche Themen andere beschäftigen, und können so besser mit der aktuellen Situation umgehen.

Zugehörigkeit und Zusammenhalt auch mit Social Distancing!

Das Moodometer kann dabei dank des wissenschaftlichen Hintergrunds einiger Teilnehmer aus den Bereichen Soziologie und Psychologie auf anerkannte Modelle und Konzepte der Emotionsforschung zurückgreifen. So ist auf der einen Seite ein hoher Mehrwert für die Nutzer gewährleistet, zum anderen können die durch hoffentlich breite Anwendung entstehenden Daten einen erheblichen Beitrag zur Erforschung von Gefühlskulturen, Formen der Emotionsregulation sowie sozialen Dynamiken leisten.

How I built it

Für die Entwicklung der Plattform wurde Firebase mit React zum Einsatz gebracht. Für die Visualisierungen verwendeten wir JS Libraries sowie R Shiny.

Challenges I ran into

Die größte Herausforderung stellte die Wahl der passendsten Infrastruktur dar. Schließlich müssen die Eingaben der Nutzer in einer Datenbank gespeichert werden und grafisch aufbereitet in der responsiven Web App gezeigt werden.

Es stellte sich die Frage, ob eine bereits am Markt befindliche Lösung wie SurveyMonkey als Basis in Einsatz kommen kann. Da dies jedoch sowohl spezifische Einschränkungen für die Gestaltung der anfragenden Variablen bedeutet als auch anfallende Kosten für die Nutzung der API für den Datenabgriff, ist eine Individualentwicklung auf Basis Firebase und React de facto flexibler, gezielter skalierbar und günstiger.

Mit R Shiny lässt sich die geplante Weltkarte für die Visualisierung der globalen Stimmungslage sehr charmant umsetzen. Eine Herausforderung kann hierbei die Einbindbarkeit in Firebase und React darstellen.

Zwei Tage sind für die vollständige Umsetzung einer lauffähigen Anwendung wie geplant ehrgeizig. Um sowohl die Usability als auch die Eignung der Anwendung zu verproben, macht die parallele Erstellung eines sprechenden Click Prototyps durch einen Teil des Teams sinnvoll.

Accomplishments that I'm proud of

Der entwickelte Click-Prototyp verhalf zu einem frühen Zeitpunkt zu der Erkenntnis, welche Funktionalitäten für den Nutzer sinnvoll sind, so dass ausreichend Zeit blieb, das Manuskript entsprechend anzupassen. Darauf basierend konnten wir auch noch in der gegebenen Zeit eine funktionsfähige responsive Web App zu erstellen.

What I learned

Es war eine großartige Erfahrung, wie schnell aus einzelnen, nicht miteinander verbundenen Personen verschiedenster Expertise ein voll funktionierendes, enorm harmonisch und kreativ agierendes Team werden kann.

Es waren phantastisch intensive zwei Tage, die nicht nur für unser Land in diesen schweren Zeiten sondern insbesondere auch für die Beteiligten eine echte Bereicherung darstellen.

What's next for Moodometer

Wir als Team sind von der Relevanz und dem potentiellen Nutzen der Webapp überzeugt und wollen den jetzt entwickelten Prototypen im Nachgang zum Hackathon in eine produktiv nutzbare Plattform transformieren.

Zudem bestehen bereits Überlegungen, die implementierte Funktionalität durch den gezielten Einsatz künstlicher Intelligenz aus dem Bereich NLP (Natural Language Processing) zu erweitern: So würden die angegebenen Gedanken aus der Freitexteingabe durch NLP-Methodik in sinnvolle Cluster gruppiert.

Further Links

Klickbarer Prototyp

GitHub

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Updates

posted an update

Wir müssen uns auf einen Technologiestack einigen. Dafür steht als erstes die Entscheidung an, wie weit wir bestehende Platformen wir zB Surveymonkey für einen Prototypen nutzen können. Gibt es dazu Erfahrungen und Meinungen?

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