Ziel: Ich will wissen, wann ich potenziell Erkrankte wie lange getroffen habe, um mein eigenes Krankheitsrisiko per App zu berechnen und daraus sinnvolle persönliche Verhaltensempfehungen abzuleiten: Sollte ich mich oder Menschen in meinem Haushalt in Quarantäne begeben? Sollte ich getestet werden? So können auch Testkapazitäten optimal genutzt werden.

Problem: Eine naheliegende, aber schlechte Lösung für diese Herausforderung sähe so aus: GPS-Bewegungsprofile aller Menschen werden zentral gespeichert und ausgewertet, um abzuleiten, wer wann mit wem in Kontakt war. Solche zentralen Datensammlungen sollten in unserer Demokratie soweit wie möglich vermieden werden; wenn die Daten einmal zentral zusammen liegen, können sie leicht missbraucht werden. Der*die einzelne hätte keine Kontrolle mehr darüber, wie und zu welchem Zweck die Daten (ein komplettes Bewegungsprofil aller Menschen) genutzt werden.

Das hier entworfene Design beruht auf der Erkenntnis, dass zentrale Bewegungsprofile für das Ziel gar nicht nötig sind. Jede*r einzelne muss nur wissen, wann sie selbst mit infizierten, potenziell ansteckenden Personen in Kontakt war.

so erreichen wird das: Beschreibung siehe github: link

  • Mein eigenes Smartphone sendet per Bluetooth Low Energy eine zufällig generierte, periodisch wechselnde ID aus.
  • Mein Smartphone registriert die IDs von anderen Personen in meiner Nähe und speichert diese in einer Liste, die ID, geschätzte Entfernung und Dauer des Kontakts enthält. Hier wird nichts auf einen zentralen Server übertragen.
  • Wenn ich selbst als positiv (= ansteckend) diagnostiziert werde, sendet mein Smartphone nur die Liste meiner eigenen IDs an den Server, die ich während der Inkubationszeit hatte.
  • Andere können diese Liste abrufen und mit ihrer lokalen Kontakthistorie abgleichen. Bei einem Treffer kann die App berechnen, wie hoch dadurch (Dauer des Kontakts, Entfernung) mein eigenes Ansteckungsrisiko war und ob ich mich an einen Arzt wenden sollte, mich testen lassen sollte, mich in Quarantäne begeben sollte.

Die Funktion kann als eigene App bereitgestellt werden (Vorteil: Maximale Kontrolle über App-Berechtigungen und Datenschutz) oder als optionales Feature in bestehende Apps integriert werden (Vorteil: Schnelle Verbreitung, erreicht schnell viele Menschen für eine große Datenbasis) - zum Beispiel Messenger-Apps, NINA, KatWarn, nebenan.de, ...

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Updates

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Wir haben uns nach dem Wochenende weiter um das Projekt gekümmert und uns mit anderen Teams zusammengeschlossen, die ähnliche Ansätze haben, um schneller zu dem gewünschten Ziel zu gelangen. Diese Projekte arbeiten aktuell zusammen an der Lösung:

Weiterer kommen laufend dazu - das werden wir hier aktualisieren.

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