Hintergrund
Unser Beitrag widmet sich der Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit von Schülerinnen und Schülern zu Zeiten von Schulschließungen. Seit dem Beschluss, die Schulen wegen Covid-19 zu schließen, folgen Schülerinnen und Schülern dem Unterricht von zu Hause aus (Homeschooling). Die Schulen und auch wir als Gesellschaft müssen jetzt gemeinsam dafür sorgen, dass das Recht auf Bildung aller Kinder gewahrt wird. Da der Unterricht nun aber vermehrt über E-Learning stattfindet und die Interaktion mit dem Lehrpersonal digital gestaltet wird, werden viele Schülerinnen und Schüler ausgeschlossen: nicht alle Schülerinnen und Schüler sind ausreichend mit Hardware ausgestattet, um am Unterricht von zu Hause aus teilzuhaben und ausreichend betreut zu werden (vgl. unsere Umfrage März 2020). Es ist dringend notwendig, diese Schülerinnen und Schüler mit einfach zu bedienender, leistungsfähiger Hardware auszustatten, um ihr Recht auf Bildung auch in Zeiten von Schulschließungen zu wahren und ihre Bildungschancen nicht nachhaltig zu gefährden.
Was unsere Lösung kann
Unsere Lösung ist schnell, günstig, unbürokratisch und nachhaltig: Lehrerinnen und Lehrer identifizieren und melden Bedarfe ihrer Schülerinnen und Schüler unkompliziert über ein Formular. Die Bedarfe werden an uns übermittelt. Parallel nehmen wir über ein weiteres Formular Sach- sowie Geldspenden an. Um auf unser Projekt aufmerksam zu machen, verwenden wir Crowdsourcing-Plattformen wie StartNext, auf denen wir für unser Projekt werben. Die bei uns eingehenden Geldspenden setzen wir zur Finanzierung von Hardware ein; Sachmittel bereiten wir auf und machen sie einsatzfähig. Die angeforderten Geräte verschicken wir inklusive einer einfach zu verstehenden Bedienungsanleitung und versorgen so Schülerinnen und Schüler mit der Grundausstattung für die Teilhabe am E-Learning zu Zeiten der Schulschließungen.
Wie haben wir das geschafft
Wir haben zuerst Lehrerinnen und Lehrer zur Teilnahme an einer Umfrage aufgerufen, um herauszufinden, was die größten Probleme der Beschulung von zu Hause aus sind. Die Ergebnisse: 68% der Lehrerinnen und Lehrer*insgesamt geben an, dass die größte Herausforderung darin besteht, dass viele Schülerinnen und Schüler keinen Zugang zu Computern haben. Unsere anschließende Recherche ergab, dass Raspberry Pi Computer eine günstige und nachhaltige Lösung für dieses Problem sind, da diese Geräte sowohl leistungsfähig genug für E-Learning sind als auch eine günstigere Alternative zu Tablets. Außerdem ist die Hardware, die zum Arbeiten mit Raspberry Pi benötigt wird, millionenfach im Umlauf (Raspberry Pi 3 und darunter, Monitore, Tastaturen, Mäuse und Handynetzeile). Wir pilotieren das Projekt daher über Sach- und Geldspenden. Unsere Formulare und mehr unter www.chancefueralle.org.
Herausforderungen vor denen wir stehen
Wir können aktuell nicht sicherstellen, dass pro Kind nur ein Bedarf angemeldet wird. An einer Lösung dafür arbeiten wir. Eine Idee ist die Entwicklung einer Plattform, auf der Schulen Bedarfe sammeln und zunächst prüfen, bevor sie bei uns angemeldet werden können.
Worauf wir stolz sind
Wir haben einen technischen Lösungsansatz für ein akutes Problem der Bildung in Zeiten der Schulschließung aufgrund von Covid-19 gefunden. Wir sind stolz, dass wir in so kurzer Zeit einen Lösungsansatz erarbeitet haben, der schnell und nachhaltig ist, weil er bestehende Ressourcen mit akuten Bedarfen verknüpft.
Was wir gelernt haben
Es ist möglich, in nur zwei Tagen ein Pilotprojekt entwickeln, das durch die Verteilung von günstiger und leistungsfähiger Hardware an bedürftige Schülerinnen und Schüler einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit beiträgt!
Wie soll es weitergehen
Wir pilotieren unser Vorhaben mit einer Schule und einer Kampagne auf Startnext und werden dann die Skalierung angehen, um möglichst viele Schülerinnen und Schüler in kurzer Zeit zu versorgen.
Built With
- googleform
- raspberry-pi
- raspian
- typeform
- wordpress





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