Problembeschreibung

Im normalen Alltag teilen wir (unbewusst) vielen Menschen unsere Stimmung mit. Dies dient als Auslassventil, damit wir unsere Emotionen nicht in uns Hineinfressen. So kann ein gemeinsames Ärgern über das schlechte Wetter mit der Kassiererin im Supermarkt den Tag gleich verbessern. Diese Emotionen werden absichtlich nicht mit guten Freunden und Familie geteilt, sondern mit nächstmöglichen zufälligen Menschen. Sind sie noch so klein, so sind diese Interaktionen doch essentiell. Durch die Quarantäne verfallen diese Interaktionen jedoch größtenteils/komplett. Dies führt dazu, dass Menschen ihre Emotionen aufstauen und so vor allem negative Emotionen akkumulieren/ansammeln. Dadurch können Depressionen, Angstzustände und Abwendungen von bestehenden sozialen Kontakten entstehen.

Unsere Lösung

Um dieses Problem zu lösen, haben wir Murmel entwickelt. Eine App die trotz Quarantäne Stimmungsaustausch ermöglicht.

Hierbei steht zunächst die unkomplizierte Interaktion mit anderen Menschen im Vordergrund. Um die Hemmschwelle zur Interaktion zu senken, findet diese anonym statt. Zunächst besteht die Möglichkeit, seine Stimmung aus einer bekannten fünf smiley Skala auszuwählen. Um diese zu diskretisieren, muss ein hashtag eingefügt werden. Dieser kann entweder eine Emotion oder ein Ursache/Begründung der Stimmung darstellen. Beispiel: fröhlicher grüner Smiley mit #workoutgeschafft, schlecht gelaunter roter smiley mit #keinklopapier.

Man wird täglich mehrmals zur Abgabe der Stimmung erinnert (und täglich grüßt das Murmeltier). Diese Information wird dann als Murmel in einem Radar dargestellt. In diesem werden alle Stimmungen im Umkreis angezeigt. Durch Klick auf ein Murmel kann dann eine Unterhaltung mit dem Ersteller gestartet werden. Diese Unterhaltungen können für x archiviert werden. Als User hat man die Möglichkeit den Umkreis des Radars einzustellen.

Natürlich spielt Sicherheit, wie bei jeder sozialen Plattform, auch eine Rolle. Trotzdem sollen Anforderungen an eine private Unterhaltung erhalten bleiben. Um beides zu vereinen, können Nutzer gemeldet und blockiert werden. (Weiteres zu den Sicherheitsmaßnahmen für die Zukunft im Sicherheitspapier)

Geplante Features

  • persönlicher Stimmungstracker, dies kann helfen seine Stimmung zu analysieren und besser zu verstehen
  • Filtern nach Hashtag in der Radaransicht. So kann man sich z.B. Leute mit dem gleichen Hashtag anzeigen lassen
  • Validation von Stimmungen. Z.B. 50% der Leute die gerade Nachrichten gesehen haben fühlen sich auch traurig
  • Vorschläge zu Aktivitäten. “50% der Murmel mit #sport haben gute Laune, mach doch mal wieder eine Runde Sport” oder “neue wissenschaftliche Erkenntnisse haben gezeigt dass regelmäßige Meditation die Stimmung hebt. Wie wäre es mit einer Meditation?” oder “Ich habe gesehen dass du dich seit 3 Murmeln einsam fühlst. Wie wäre es mit einem Videochat mit deinen Freunen?”
  • Anzeige wieviele Reaktionen ein Murmel schon bekommen hat. bzw Limit wieviele Reaktionen ein Murmel bekommen kann. So hat jeder Murmel die Chance auf Interaktionen.

Technologische Umsetzung

Ein Prototype von Murmel wurde als Web App umgesetzt.

Als Frontend kommt dabei das JavaScript-Framework Vue/Nuxt zum Einsatz, während das Backend auf einem in Python implementierten flask Server basiert. Dieser Ansatz erlaubt einen Zugriff auf die App über alle gängigen Web Browser (z.B. Firefox, Google Chrome) sowohl von mobilen Endgeräten als auch von einem PC aus.

Frontend und Backend kommunizieren dabei über ein REST Interface. Zu Demonstrationszwecken wird eine Version des Backend-Server von Murmel auf einer EC2 Instanz bei Amazon Web Serices (AWS) gehostet. Informationen zur Stimmung und geographischen Position der Nutzer werden in einer PostgresSQL Datenbank vorgehalten. Persönliche Daten wie Email-Adressen oder Telefonnummern werden dabei nicht gespeichert und die Nutzer von Murmel sind grundsätzlich anonym. Die Datenbank wird durch den Relational Database Service von AWS gehostet.

Das Quarantäne-Wochende

Am Freitag Nachmittag trafen wir uns in einer fünfer Runde um diesen Hackathon zu rocken. Die Hälfte des Teams kannte sich jeweils, komplett hatten wir aber noch nicht zusammengearbeitet. Außerdem sind wir eine gemischte Gruppe aus Hackathon-Veteranen und Newbies.

Nach dem Teambuilding haben wir uns dann gleich an die Herausforderungen gesetzt. Durch Diskussionen über unsere Interessen und generelle Ideen sind wir dann schnell im Themenbereich Mental Health gelandet. Dort haben uns viele Ideen angesprochen, aber vor allem der Mood tracker stach für uns heraus. Deshalb hier nochmal ein Dankeschön an den Inputgeber. Wir haben uns dann also auf der Basis des Begriffs “Mood Tracker” ein Problem, eine Zielgruppe und Lösungen überlegt. Der späte Abend endete dann mit einer ersten Projektskizze, einem brainstorm und der Namensgebung.

Am Samstag Vormittag haben wir die Projektskizze noch einmal diskutiert und uns auf must-have und nice-to have features geeinigt. Danach wurden die Aufgaben verteilt. Während sich eine Seite mit der technologischen Umsetzung beschäftigte, arbeitete die andere an UI Mockups, Konkurrenzsuche, dem Design und der Präsentation. Zudem haben wir feedback und Hilfe im slack channel geholt. Dafür nochmal einen großen Dank an die slack community. Ihr seid die Coolsten! Die Menge an Angeboten und gegenseitiger Hilfe war unglaublich.

Am Sonntag wurde dann weitergearbeitet. Die App wurde MVP-fähig gemacht, der Pitch wurde in Einzelteilen erstellt und verbunden und DevPost wurde geupdated.

Am späteren Sonntag Abend hieß es dann Ende für uns und wir schauten auf ein cooles Wochenende zurück.

Sicherheit

Als soziales Netzwerk, das sich vor allem auf Stimmungen konzentriert, muss auch hier Sicherheit gewährleistet werden. Dazu sind verschiedene Maßnahmen geplant.

Da die App anonym ist werden weder Telefonnummer, noch Email-Adresse oder ähnliches gespeichert.

Beim Start der App erscheint ein Hinweis dass diese App keine professionelle/psychologische Hilfe leisten kann.

Beim posten gewisser Hashtags bzw häufigem Posten von negativen Hashtags erfolgt ein Hinweis auf den sozialpsychologischen Dienst, bzw. verschiedene Telefonnummern und Websites die weiterhelfen können werden eingeblendet. Hier werden wir uns mit Psycholog:innen beraten.

Jede Unterhaltung kann jederzeit beendet werden. Jede Nutzer:in kann andere Nutzer:in blocken. Zudem können Nutzer:innen gemeldet werden, falls unangemessene oder illegale Inhalte gepostet werden. Dafür brauchen wir natürlich ein Team von Moderator:innen welches diese Meldungen bewertet. Nutzer:innen können dadurch auch komplett aus der Murmel App ausgeschlossen werden, bzw. bei kriminellen Inhalten natürlich auch angezeigt werden.

Wir können uns auch ein Arschloch-Arschloch Matching vorstellen. (Das bedeutet, dass Nutzer:innen, die mehrfach von anderen Nutzer:innen geblockt werden sich nur noch gegenseitig im Radar angezeigt werden).

Außerdem erfolgt noch eine genauere Analyse bestehender Sicherheitskonzepte von anderen großen sozialen Netzwerken (Twitter etc.).

Danke

Murmeltier Illustrationen: Nora Marleen

Logo: Kilian Nowak, René Fehrmann

Video:

Animation: Manfred Liersam

Stimme: Hendrikje Wagner

Musik: Sincerely by Kevin MacLeod Link: https://incompetech.filmmusic.io/song/5033-sincerely License: http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

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Updates

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Mock Ups UI Design

Murmel:

  1. Ebene: Skala von 1-5 Smileys - farblich von grün bis rot, auswählen
  2. Ebene: Hashtag zur Emotion bzw Kategorie, z.B (traurig, fröhlich, wütend, langeweile, homeoffice)

Auswahl Stimmung: swipen, danach hashtag hinzufügen evtl Murmeltier was nach Stimmung frage

Anzeige: Radar

Auswahl von Gesprächspartner: auf Radar anklicken, dann erscheint chat button

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