Inspiration and Vision

In der Corona-Krise fehlen den Landwirten in dieser Saison rund 300.000 Erntehelfer auf dem Feld. Deswegen wollen wir Landwirten helfen den Arbeitskräfte-Mangel zu kompensieren und sicherzustellen, dass bereits bestellte Felder auch abgeerntet werden können.

Viele Landwirte suchen derzeit über Facebook, Ebay-Kleinanzeigen, Jobportale, eigene Webseiten, etc. nach Saison-Arbeitskräften und Erntehelfern. Leider gibt es in Deutschland wenig Freiwillige für diese schwere Arbeit. Trotz durch Kurzarbeit theoretisch verfügbare Arbeitskraft, haben uns viele Landwirte erzählt, dass sie nicht daran glauben genügend geeignete und motivierte Erntehelfer für ihre Felder zu finden. Viele gehen davon aus, dass Freiwillige nur für ein paar Tage und nicht planbar verfügbar sind.

Aus diesem Grund möchten wir Landwirten alternative Möglichkeiten bieten ihre Ernte einzufahren und gleichzeitig direkte Einnahmen für ihren Betrieb zu generieren. Dazu helfen wir ihnen mit wenig Aufwand ihre Felder auch zahlenden Endkunden als Selbstpflücker zugänglich zu machen.

Heute spielen Selbstpflücker-Felder bei den meisten Betrieben nur eine untergeordnete Rolle. Zum Einen sind Selbstpflücker-Felder aufwendig in der Vermarktung (Eigene Webseite, Zeitungsartikel oder Schilder am Straßenrand), zum Anderen müssen sich Landwirte selbst um die Infrastruktur kümmern. Dies ist oft mit hohen Kosten für Verkaufsstände, Lohnkosten für Standpersonal und Ausstattung wie Waagen verbunden.

Mit Ernte-Radar wollen wir das ändern. Jedes Feld kann mit wenigen Klicks zum Selbstpflücker-Feld gemacht werden ohne dass Ausstattung vorhanden sein muss. App-Nutzer können im Radar sehen, wo in der Umgebung frische Lebensmittel direkt vom Feld geerntet und bezahlt werden können.

Warum Ernte-Radar?

Unsere Vision ist es, dass mit Ernte-Radar frische Lebensmittel von jedermann direkt vom Feld geerntet werden können und Selbsternter die Erntehelfer durch ihren Eigenbedarf entlasten. Wir nennen das #crowdharvesting.

Ernte-Radar ist ein app-basierter Marktplatz der beide Parteien miteinander verbindet. Die App hilft Landwirten Umsatz mit Direktkunden zu generieren, indem sie einfacher denn je Selbstpflücker-Felder anbieten können und so gleichzeitig einen Teil der fehlenden Erntehelfer ersetzen können.

Auf der anderen Seite bietet Ernte-Radar Verbrauchern neue Freizeitmöglichkeiten mit Lehrcharakter: Jeder Naturinteressierte und nachhaltig orientierte Bürger kann sich bequem und einfach direkt vom Feld selbst versorgen und erfahren wie Lebensmittel produziert werden. Ernteanleitungen in der App helfen selbst wenig Erfahrenen die Ernte richtig und umsichtig durchzuführen.

Was ist das Innovative an Ernte-Radar?

Durch die bargeldlose Zahlung in der App und die Möglichkeit Abrechnungen nicht wie sonst üblich nach Erntegewicht vorzunehmen, kann das Selbstpflück-Feld einfach skaliert werden. Statt in Werbung zu investieren bekommt der Landwirt mit Ernte-Radar automatisch Zugang zu einer großen Kundengruppe. Auch braucht er keinerlei Infrastruktur am Feld bereit stellen. Ohne Waagen erfolgt die Abrechnung nach Stück oder Referenzvolumen, z.B. Erdbeerschale, Milchpackung, Wasserkiste.

Unser Team

Wir sind ein kleines Team, dass sich spontan entschieden hat am Wochenende gemeinsam am #WirVsVirus-Hackathon teilzunehmen. Für alle ist es der erste Hackathon, jedoch haben wir alle schon mal digitale Produkte für die Landwirtschaft gebaut.

Wir fühlen uns der Landwirtschaft sehr verbunden, sind teils selbst Landwirte und arbeiten in der regulären Arbeitszeit an der Digitalisierung der Landwirtschaft. Matthias' Familie bewirtschaftet einen landwirtschaflichen Betrieb in der 14. Generation @schlagmuehle.

In unserem Projekt haben sich Matthias, Fabian und Boris um das Produktkonzept, die User Experience, Screen Designs und den Click-Dummy gekümmert, Tim hat sich der Vermarktungsstrategie und unserer Social Media Präsenz angenommen und Beate hat Kundeninterviews geführt, Insights gesammelt, die Value Praposition geschärft und das Team koordiniert.

Wie haben wir Ernte-Radar gebaut

Wir haben uns in den letzten zwei Tage vor allem darauf konzentriert, die Kundenprobleme gut zu verstehen und eine User Experience zu entwickeln, mit der wir im nächsten Schritt ein erfolgreiches Produkt bauen können.

Dazu haben wir mit vielen Betrieben Kundeninterviews geführt - natürlich von zuhause und remote ;) - um das derzeitige Problem genau zu verstehen. Dies waren Betriebe, die bereits Selbstpflücker-Felder haben, aber auch solche, die nur reguläre Obst- & Gemüse-Felder für den Handel haben.

Basierend auf dem Kundenfeedback haben wir eine User Journey entwickelt. Die User Journey haben wir in einem UX Design und animierten App Prototyp umgesetzt. Als Teaser für potenzielle Kunden haben wir eine Landing Page erstellt, in der sich Betriebe für die App vorregistrieren können. Um die Idee und App bekannt zu machen haben wir unsere Social Media Präsenzen (Instagram, Facebook, Twitter) aufgesetzt um auch über diesen Kanal mit der Kundenakquise anzufangen.

Herrausforderungen die wir gemeistert haben

  • Verbraucher wissen nicht wie man erntet und Landwirte fürchten, dass Kunden die Felder ggf. beschädigen - In-app Videos für den perfekten Einstieg ins #selbstpflücken
  • Landwirte haben keine Infrastruktur am Feld - Mit Ernte-Radar ist keine Infrastruktur notwendig weil wir den Kaufvorgang vollständig digitalisiert haben
  • Bezahlung der Waren und Rechnungsstellung an den Kunden - Abrechnung erfolgt direkt in der App mit digitalem Beleg nach gesetzlichen Auflagen

Leistungen, auf die wir stolz sind

  • Wir haben uns die Zeit genommen Kunden zu interviewen und zunächst zu validieren ob und in welchem Rahmen das Problem tatsächlich existiert
  • Einige Kunden, die wir interviewt haben, haben sich direkt als Beta-Tester angeboten
  • Wir haben unseren ersten Hackathon erfolgreich gemeistert, trotz technischer Hürden, komplett Remote und mit einem Team in zwei Zeitzonen (Deutschland-Singapur)

Was sind die nächsten Schritte

  • Entwicklung der App
  • Growth Hacking über Social Media

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