Die Herausforderung

Warum soll ich bei dem schönen Wetter zu Hause bleiben? Wen geht es etwas an, ob ich mir die Hände wasche oder nicht? Und ist es nicht völlig übertrieben, gleich alle Schulen zu schließen? Die Maßnahmen gegen die Verbreitung von COVID-19 sind ein Eingriff in die Freiheitsrechte jeder und jedes Einzelnen. Ihr Einfluss auf das Krankheitsgeschehen ist leicht zu unterschätzen und teils schwierig zu verstehen. Menschen können sich kaum vorstellen, dass ihr eigenes Verhalten Auswirkung auf eine ganze Gesellschaft haben kann - genau so ist es aber. Wie können wir das veranschaulichen und die Leute selbst ausprobieren lassen, was ihr Verhalten bewirkt?

Die Idee

Wir alle lieben es, Knöpfchen zu drücken, Schalter umzulegen und zu sehen, was passiert. Das wollen wir nutzen und mit einem Gamification-Ansatz erlebbar machen, wie das eigene Verhalten einerseits und politische Maßnahmen andererseits die Entwicklung der COVID-19-Pandemie beeinflussen. Inspiration dafür war der Corona-Simulator der Washington Post (https://www.washingtonpost.com/graphics/2020/world/corona-simulator/). Diesen wollen wir weiterentwickeln, konkreter und verständlicher machen.

Dazu entwickeln wir eine Simulation, die mit einfachen Symbolen die Verbreitung der Krankheit in einer Stadt und ihre verschiedenen Stadien (unterschiedlich schwere Verläufe bis hin zum Tod) darstellt. Wir stellen verschiedene Gegenmaßnahmen auf individueller und politischer Ebene dar, die der User aktiv ein- und ausschalten kann. Die Maßnahmen wirken sich sofort auf das Geschehen in der Stadt aus. Leicht verständliche Texte erläutern die Maßnahmen und zeigen auch deren Risiken bzw. Nachteile auf. Außerdem ergänzen einfache Grafiken die Darstellung, sodass jede und jeder die Folgen seiner/ihrer Entscheidung sehen und begreifen kann.

Das Ergebnis

Wir haben eine funktionsfähige Simulation an den Start gebracht, die acht wichtige Schutzmaßnahmen von Hygieneregeln über Homeoffice bis Schulschließungen darstellt und diese mit Texten und Grafiken ergänzt.

Der Weg dorthin ...

... hat Spaß gemacht! Die Kompetenzen im Team - Entwicklung der Simulation, Frontend-Entwicklung und Kommunikation/Redaktion - haben sich hervorragend ergänzt und wir kamen schnell voran. Dazu haben vor allem die Dauerschalte per Skype und die Unterstützung und Inputs der Mentor*innen beigetragen. Die Arbeitsschritte kurz zusammengefasst:

  1. Aufsetzen der Grundfunktionen der Simulation
  2. Festlegen der Einflussfaktoren, die abgebildet werden sollen, und deren Auswirkungen
  3. Ausarbeiten der Simulation und Texterstellung (parallel)
  4. Einbinden der Simulation und Texte in eine Website
  5. Testing und Feinschliff

Was noch fehlt

Natürlich haben wir in der kurzen Zeit nicht alles umsetzen können. Es gibt noch viele weitere Szenarien, die die Simulation darstellen könnte. Unsere Ideen dazu:

  • Eine stärkere Ausdifferenzierung der Stadt, z. B. Unterscheidung verschiedener Freizeitstätten, Ergänzung um Universitäten, Pflegeheime etc.
  • Eine stärkere Ausdifferenzierung der Maßnahmen, z. B. die Schließung von Geschäften, Versammlungsverbote, Maßnahmen für bestimmten Anteil der Personen etc.
  • Eine Anzeige vordefinierter Szenarien, beispielsweise wenn alle Maßnahmen ergriffen werden, wenn nur das Individuum handelt, aber die Politik nicht, etc.
  • Die Simulation längerfristiger bzw. perspektivscher Szenarien, z. B. die Entwicklung eines Impfstoffs, die Mutation des Virus, sodass immune Personen noch einmal erkranken etc.
  • Die Simulation anderer Modelle wie bspw. des Modells, nur Risikogruppen zu isolieren und die anderen kontrolliert zu infizieren, um Immunität zu schaffen
  • Die Möglichkeit, auch Faktoren anzupassen, die sich in der Realität nicht steuern lassen, z. B. der Anteil alter Menschen in der Bevölkerung, der Anteil schwere Verläufe der Krankheit. Das wäre eher als Hintergrundwissen bzw. zur Förderung des epidemiologischen Verständnisses interessant und weniger bezogen auf die konrekte aktuelle Situation.

Weitere Aufgaben wären:

  • Gegencheck der zugrundeliegenden epidemiologischen Parameter in der Simulation, da diese noch auf unseren eigenen Annahmen bzw. unserem eigenen Hintergrundwissen beruhen
  • Faktencheck aller Texte, da diese bisher auf unserem Hintergrundwissen basieren und noch nicht verfiziert wurden
  • Optische Weiterentwicklung der Seite und textlicher Feinschliff
  • Erstellen einer Einstiegsseite, die die Userin bzw. den User abholt und besser ins Thema einführt
  • u.v.m.

Wie es weitergehen soll

Wir wünschen uns, dass der Simulator sich weiterentwickelt und zu einem echten Tool zur Aufklärung über COVID-19 wird. Auf dem Weg dorthin haben wir viel geschafft, aber es ist auch noch viel zu tun. Wir werden selbst fleißig weiter an diesem Projekt arbeiten, verstehen es aber definitiv als Open Source und Gemeinschaftsaktion und freuen uns über jede und jeden, die oder der hier mitdenkt und sich einbringt!

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