SOLVER - Solidarität und Vertrauen​

Sicher durch die nächste Krise dank belastbarer Beziehungen

Ein Lösungsansatz zur Herausforderung "Monitoring der Corona-ad-hoc-Maßnahmen" (Care hackt Corona; Kategorie: Menschen mit Behinderung)

Gesellschaftlicher Mehrwert​

In Krisenzeiten werden sämtliche Prozesse und Ressourcen von sozialen Organisationen auf die Probe gestellt. Auch in einer solchen Stressphase ist die Erbringung der Kernleistung, in diesem Fall vor allem Assistenz und Begleitung von Menschen mit Behinderungen, unter gesetzten Qualitätsstandards dringend zu gewährleisten. ​Dazu ist es wichtig, im Normalbetrieb die nötigen belastbaren Beziehungen und dazu vor allem das Vertrauen zwischen den beteiligten Akteuren aufzubauen und zu pflegen. Diese Basis wird im Krisenfall „aufgebohrt“ und übernimmt eine zentrale Rolle für ein vernetztes und solidarisches Krisenmanagement. ​Damit verhindern wir eine existenzielle Systemschwächung, deren Folgen weit über den Organisationsalltag hinaus reichen würde. Es geht auch darum, gesundheitliche Risiken für Personal und Kunden/Klienten zu vermeiden und eine Überlastung der Verantwortlichen zu verhindern. Hierzu ist wichtig, auch in einer dynamischen Situation stets Rechtssicherheit und Handlungssicherheit herstellen zu können.​

Der Verband ist der zentrale Agent zur Koordination und Anstifter dieser Prozesse und Strukturen in den Organisationen. Unsere Lösung „SOLVER“ bietet genau das: ​

  • SOLVER stärkt im Normalbetrieb das Vertrauen unter den Akteuren, um im Krisenfall eine professionelle Leistung für die Menschen, um die es geht, zu sichern.​
  • SOLVER hält im Normalbetrieb jene Prozesse lebendig, die im Krisenfall dringend benötigt werden. Sie professionalisieren die Arbeit auch im Normalbetrieb.​
  • SOLVER ist damit die Basis für ein vertrauenswürdiges, solides und schnelles Berichtswesen, damit Politik und Verwaltung die systemrelevanten Dienste schnell und richtig stützen und schützen können.​
  • SOLVER vernetzt Organisationen und Akteure, damit existenzielle Ressourcen (materiell und personell) nachhaltig und solidarisch eingesetzt werden können.​
  • SOLVER fördert den Austausch und die Verbreitung von innovativen praktischen Lösungen für mitunter unvorhergesehene gesellschaftliche Probleme.​
  • SOLVER entlastet gerade in Krisenzeiten Organisationen durch gesteuerten Informationsfluss und die Bereitstellung von Checklisten und Werkzeugen, damit die ohnehin unter Druck geratenen Ressourcen bestmöglich für die Kernleistung eingesetzt werden können.​

Skalierbarkeit​

SOLVER nimmt zunächst Prozesse und Netzwerkstrukturen in den Blick und ist daher als „Offline“-System für Verbände jeder Größe geeignet. Es ist für jedes Arbeitsfeld der sozialen Dienstleistung einsetzbar, weil es lediglich mit den jeweils fachlich und sozialpolitisch relevanten Inhalten gefüllt werden muss. Die technische Lösung unterstützt die benötigten Prozesse und hält das Gerüst sowie Werkzeuge für den Krisenfall bereit. Als Cloudlösung mit Rechte- und Rollenmanagement dockt sie an die realen Prozesse an und benötigt nur eine vergleichsweise schlanke Architektur. Die “Offline”-Maßnahmen zum „Engagement“ lassen sich in bestehende Meetingstrukturen und Gremienzyklen auf Verbandsebene einbinden.​

Innovationskraft und Nachhaltigkeit​

Der neuartige Grundgedanke von SOLVER ist, Vertrauen unter Organisationen als die wichtigste Ressource des Risiko- und Krisenmanagements ernst zu nehmen und gezielt zu fördern. Nur so stehen im Krisenfall belastbare Daten und Informationen über Problemlagen bereit und nur so entsteht die Solidarität unter den Organisationen, wenn sie am dringendsten gebraucht werden – dann, wenn alle mehr oder weniger unter Druck geraten. Solver ist eine Haltung wie soziale Dienstleistungen im Verband erbracht werden und ist insofern nachhaltig als sie auch in Normalzeiten zur schonenden Ressourcenverwendung und Professionalisierung im Dienste der Menschen beiträgt.​

Tragfähigkeit​

Mit einfachen Mitteln lässt sich eine bereits vorbereitete Cloudanwendung ausbauen. Beginnend mit aktuell kritischen Fragen des Beschaffungswesens zur Aufrechterhaltung notwendiger Prozesse (Schutzkleidung etc.) und Austausch von bereits erfolgreich erprobten Lösungen für plötzlich häufig auftretende Probleme lässt sich schnell eine erste Entlastung der Fachkräfte und Organisationen vor Ort erreichen. Lessons Learned können jetzt gesammelt werden, um im ruhigeren Fahrwasser in den „Offline“-Maßnahmen die Basis für einen auch nach der Krise vertrauensvollen und solidarischen Austausch und kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu bilden. Kleinere Krisen können so künftig sogar aufgefangen werden, bevor sie zu einer solchen werden.​

Problemlöser: Katja Duckek, Benedikt Englert, Mario Fehmer, Kathrin Schwanz (Coach), Britta Wagner

Herausforderer: May Blombach, Manfred Trautwein, Holger Wilms

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