Was ist aus unserer Sicht das größte Problem/die größte Herausforderung, das es hier zu lösen gibt?

Im Moment fängt jede Schule, jede Steuerungsgruppe neu an zu denken, und findet – wenn sie etwas findet – nur Standards, die nicht für sie umsetzbar sind. Das hemmt das Starten von Veränderung, wenn die nächsten Schritte nicht gangbar scheinen.Wie kann man also Schulen und den Verantwortlichen etwas an die Hand geben, womit sie ihre Schulentwicklung dort ansetzen können, wo sie gerade stehen, und sich auf das fokussieren können, was sie möchten und brauchen?

Wer ist von dieser Problemstellung betroffen? Alle Gruppen, die an der Schulentwicklung partizipieren (SL, Lehrer, Eltern, Schüler), und gleichzeitig insbesondere die, die eine Schulentwicklung aufsetzen (Schulleitung, Steuerungsgruppe, Basisinitiativen, Hochschulen, Wissenschaft).

Was ist unser Lösungsansatz? Wir bauen eine Blaupause als Vorlage für Transformation und Entwicklung. Individuell nutz- und anpassbar.
Dazu bedienen wir uns dem Bild des Hauses, in dem Schule gemeinsam stattfindet, mit verschiedenen Räumen, mit unterschiedlichen Funktionen, mit seiner Umgebung, dem Standort außenherum. Diese Räume können einzeln betreten werden, ich kann eine Tür nach der anderen öffnen und mich dem jeweiligen Zweck des Raumes widmen. Das Schulhaus bekommt seine innere Landkarte, damit Zugang zu seinen Ressourcen.

Wir zeichnen ein virtuelles Haus, in dem die einzelnen Zimmer für Themenbereiche stehen, in denen sich die Schule entwickeln möchte – von Vision über Struktur bis Weiterbildung. Die Nutzer können die “Tür” zu den Zimmern öffnen, die sie gerade interessieren (die sie also renovieren wollen) und bekommen dort eine Antwort auf Fragen wie: Was sind die Herausforderungen? Was sind mögliche Ziele? Wie könnte man vorgehen? Wer und was ist dafür hilfreich oder notwendig? Wo finde ich weitere Ressourcen und Hilfen? Es wird einen Steckbrief zu jedem Raum geben, der darüber hinaus zu anderen Projekten oder Netzwerken verlinkt oder in Zusammenarbeit mit einer Organisation zur Verfügung gestellt wird (wird noch ausgearbeitet).

Dieser “Guide-to-Resources” ist ein prototypischer Leitfaden, der in seinen Handlungsschritten Elemente des Barcamp enthält. Die Lösungswege sollten erprobte Elemente für Changemanagement und Organisationsentwicklung enthalten. Der Guide fügt sich in den Alltag von Schule ein – nicht als einmaliges Projekt –, er wird zum Prototyp für prozessuales Vorgehen, welches kontinuierliche und anpassbare Anwendung ermöglicht.

Weitere Punkte zur Lösung Unsere Lösung ist erst einmal unabhängig von der momentanen Situation sowie von dem Thema Digitalisierung. Sie gibt Perspektiven, ermöglicht gezieltes ausprobieren, vermeidet hoffentlich Fehler, beschleunigt. Dabei haben wir noch nicht geklärt in wie weit wir diese Lösung skalieren wollen. Wir können uns aber gut vorstellen, wenn wir uns an eine Organisation andocken, daß daraus ein “lebendes Haus” wird, daß immer weiter gefüllt und ergänzt wird. Dafür ist aber wichtig, daß dauerhaft jemand den Inhalt strukturiert und “überwacht” damit es noch leicht zugänglich bleibt.

Vorgehen und Fortschritt/ Wie sind wir vorgegangen? Wir haben uns gefragt: Wo gibt es Defizite? Wo besteht Nachholbedarf? Wie kann man angepaßt auf die spezifische Situation helfen? Ein allgemeines Brainstorming und eine Clusterung der Ideen ergab 8 Bereiche, die aus unserer Sicht eine bedeutende Rolle spielen auf dem Weg zur Schule von morgen. Dabei haben wir uns an den Bereichen von Edusense orientiert und diese etwas angepasst: Visionen entwickeln, Netzwerke bilden, Lernen neu denken, Weiterbildung verankern, Strukturen bilden, Strategien entwerfen/Kultur verändern, Unterrichtsorganisation optimieren, Finanzierung sicherstellen. (Diese Bereiche können sich aber noch verändern). Dann haben wir angefangen uns für die einzelnen Bereiche die Leitfragen zu stellen (Wo stehen die Schulen/ Herausforderungen, wo wollen Schulen hin/ mögliche Ziele,...) Hier stehen wir erst am Anfang, da das Thema sehr weit ist.

Prototyp Wir haben nur allererste Skizzen, die wir als Dokument sharen können

Nächste Schritte Für uns als Gruppe ist der Hackathon nur ein Auftakt gewesen. Wir möchten in den Wochen danach noch unsere Lösung ausarbeiten und bleiben als Team bestehen. Wir suchen zum einen, wo es schon Informationen und Ansätze gibt, die wir bei uns einbinden können, um keine Doppelarbeit zu machen oder um unsere eigenen Inhalte zu ergänzen und zu vertiefen. Zum anderen suchen wir eine Organisation, mit der wir unseren Entwurf aufbereiten und breiter zur Verfügung stellen können. Zum dritten suchen wir Gesprächspartnerinnen aus verschiedenen Schulen, die sich gerade mit Schulentwicklung beschäftigen, mit denen wir unsere Lösung im Gespräch reflektieren können - finden sie das, was sie suchen? Wir als Gruppe haben noch nicht geklärt, wer in welchem Umfang längerfristig das Thema begleiten möchte.

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