Das Projekt FLinK (Forschen Lernen in Koblenz) des Instituts für Grundschulpädagogik der Universität Koblenz konstituiert sich aus Studierenden und Dozierenden der Universität die gemeinsam mit Kindern und deren Eltern die erfolgreiche Lehrmethode „forschendes und entdeckendes Lernen“ erproben. Ziel des seit Sommersemester 2018 erprobten Lehr-Lern-Konzeptes ist es, nachhaltiges Interesse an vielfältigen Themen der Grundschule bei allen Beteiligten zu wecken bzw. auszubauen „Mein Kind bekommt Zugang zu Themen, mit dem es sich bisher noch nicht beschäftigt hat“ (dt. Mutter) und gleichsam eine Vernetzung in die Stadt und Region Koblenz herzustellen. FLinK besteht aus facettenreichen Teilprojekten. So werden durch die Kooperation mit den Projekten GeKOS (Gemeinsam entdecken Kinder mit Fluchterfahrung ihren Ort mit Studierenden) und KONECS (Koblenzer Netzwerk Campus, Grundschulen, Studienseminare und Kindertagesstätten) sowie durch die Vernetzung in die Region zahlreiche heterogene Kindergruppen im Alter von 4-12 Jahren erreicht. Und dann kam Corona … Gemeinsam mit dem Lockdown kam auch das Absagen aller geplanten Aktionen ab März 2020 (vorbereitet waren die Kooperation mit dem Experimentierlabor, ein Experimentiertag an einer Partnergrundschule, eine Aktion an der Kinderuni, einen Tag der offenen Tür in der Waldökostation und mehrere Veranstaltungen im Löhr-Center). Die Projektleitung stand nun vor der Herausforderung, wie die angestrebten Ziele dennoch erreicht und konsequent weiter verfolgt werden können. Es entstand schnell die Idee, die noch kaum gefüllte Projekthomepage (www.uni-ko-ld.de/flink) als Plattform für LehrerInnen, Eltern und Schüler zur Verfügung zu stellen. Insgesamt knapp 185 Studierende, mehrere Seminare unter der Leitung von J. Misterek und Dr. U. Eschrich und drei studentische Hilfskräfte erarbeiteten und konzipierten Experimente2go und stellen diese nach und nach auf der Homepage zur Verfügung. Durch Werbung in den sozialen Medien und KONECS konnten die Besucherzahlen von anfänglich 10 (April 2020) auf nunmehr ca. 1100 (Mai 2020) innerhalb eines Monats gesteigert werden. Das Ziel ist es, die Seite für Lehrer, Eltern und Schüler auszubauen und die dort zur Verfügung gestellten Materialien zu optimieren. In der Woche des Hackathons wurden bereits Ideen für eine digitalen Lernwelten Deutsch sowie eine mediale Lernlandschaft Wasser entwickelt und erste Materialien eingefügt, Erklärvideos sind entstanden und die Anzahl der Experimente wächst täglich. Die Herausforderung der nächsten Wochen wird es sein, die bisher konzipierten Angebote zu ergänzen. Etwa an die Bedürfnisse von jüngeren Kindern die noch nicht lesen können, Kinder mit Leseschwierigkeiten und/ oder Deutsch ale Zweitsprache Angebote mit Bildanleitungen, weniger Text, Tondateien per QR-Codes, usw. Auch soll das Begleitmaterial für die Lehrerinnen und Lehrer erweitert werden. Die Vorschläge des bisherigen Brainstormings im Team sind vielfältig und reichen von der Erstellung eines Maskottchens über interaktive Arbeitsblätter und Rätsel bis zum Anlegen von Sammelmappen bis hin zum Erreichen von Forscherpässen und Urkunden. Die meisten der Vorschläge sind relativ leicht umsetzbar. Zur Zeit laufen Erkundigungen, wie es rechtlich mit einer Kommunikationsplattform aussehen würde und ob diese mit der DSGVO und den Anforderungen der Universität konform sind. Das Projektteam ist sehr daran interessiert, das Projekt weiter zu verwirklichen. Zur Zeit gibt es keine Finanzierung, lediglich eine Finanzspritze der chemischen Industrie für Sachmittel. Die Möglichkeit der Finanzierung zweier fester studentischer Hilfskräfte für das Projekt FlinK, würde die Arbeit unterstützen und nach vorne bringen. Da auch im kommenden Wintersemester die Seminarveranstaltungen zumindest als Kombination aus analoger und digitaler Lehre stattfinden werden und sicher auch in den Schulen noch nicht der normale Schulalltag einkehrt, soll zukunftsweisend das bestehende Angebot stetig ausgebaut und differenziert werden, durch mehr Werbung weitere interessierte Kinder, Eltern und Schulen auf die Aktionen aufmerksam werden. Und auch wenn der Regelunterricht und die die Präsenzlehre nach der Pandemie zurückkehren, kann FLinK neben den dann wieder stattfindenden regulären Aktionen durch seine Onlinepräsenz einen starken Beitrag zur Realisierung eines stärker auf neue Medien ausgerichteten Unterrichts leisten.

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