Themenfeld: Fächerübergreifende Projektideen für die hybride Schule

Herausforderung: Wie können wir die natürliche Neugier und Begeisterung von Kindern beim Lernen bewahren und entfalten.

Problembeschreibung:

Warum habt Ihr Euch für diese Herausforderung entschieden?

Ohne Begeisterung und Neugier schwindet oft auch die Freude am Lernen. Daher gilt es diese zu bewahren und bestenfalls weiter zu entfalten. „Nichts Großes ist je ohne Begeisterung geschaffen worden.“ – Ralph Waldo Emerson

Was ist aus Eurer Sicht das größte Problem, das es hier zu lösen gibt?

Kinder gleich welchen Alters (kleine Kinder und Studierende unterscheiden sich in dieser Hinsicht kaum), gehen am Anfang mit viel Engagement und Freude in unsere Bildungssysteme. Diese anfängliche Neugier und Begeisterung entwickelt sich bedauerlicherweise in vielen Fällen mit der Zeit zu einem notwendigen Übel. Gründe hierfür sind vielfältig. Ein essenzieller Grund ist, die fehlende individuelle Förderung der Kinder. Angesichts der großen Klassen und der schon bestehenden hohen Belastung der Lehrer, ist ein individueller Unterricht auch nur schwer umsetzbar. Die dadurch entstehende Über- oder Unterbelastung der Kinder führt zu Demotivation, Frustration und letzten Endes zu Resignation.

Wer ist von dieser Problemstellung betroffen?

Schüler, Auszubildende und Studenten.

Lösungsbeschreibung:

Was ist Euer Lösungsansatz?

Gleiche Lerninhalte werden auf drei, miteinander verlinkten Ebenen dargestellt. Das Kompetenzniveau steigt von Ebene eins nach drei. Ebene eins ist für Einsteiger, Ebene drei für besonders Motivierte. Per Mausklick gelangt man zu mehr und detaillierteren Inhalten, oder zu niederkomplexeren Darstellungen. Die Inhalte werden durch Texte, Abbildungen, audio-visuellen Beiträge und Computeranimationen dargestellt. Jede Ebene hat dabei eine, dem Kompetenzniveau angepasste Bild-, Formen- und Textausgestaltung. Das Projekt ist darauf angelegt, fächerübergreifende Beziehungen darzustellen. Es bildet also nicht nur einzelne Bereiche ab, sondern ganze Ökosysteme benachbarter Disziplinen. Mithilfe der Editorkomponente können fachliche Inhalte aufgenommen werden. Besonders spannend ist es, wenn Lehrer mit einer Arbeitsgruppe von Schülern diese Inhalte selbst gestalten. Das bedeutet, die Arbeitsgruppe muss auch die entsprechende Ebenendifferenzierung vornehmen. Dies beinhaltet, dass sich die Gruppe klar macht, mit welchen gestalterischen Mitteln Inhalte so einfach dargestellt werden können, dass sie beispielsweise sowohl von Schülern auf niedrigeren Klassenstufen als auch von Fortgeschritten verstanden werden.

Von welchen Annahmen geht Ihr bei Eurem Lösungsansatz aus?

Kinder und Lehrer haben Zugriff auf Computer und verfügen über Grundkenntnisse im Umgang mit Computern. Lehrpersonal sollte entsprechende Voraussetzungen mitbringen. Ein Austausch im Hinblick auf den fächerübergreifenden Charakter muss zwischen unterschiedlichen Fachlehrern gewährleistet sein. Beispielsweise können Designprobleme im Kunstunterricht erarbeitet werden. Die nachhaltige Pflege der Systeme muss berücksichtigt werden.

Wer profitiert von dieser Lösung? Wer nutzt diese Lösung?

Kinder, Auszubildende, Studenten und Lehrer profitieren von dieser Lösung.

Lernen erleichtern: Dem Lernfortschritt entsprechend, kann die Kompetenzebene ausgewählt und jederzeit wieder verändert werden.

Schwellenängste abbauen: Der Einstieg in ein Thema auf der ersten Ebene ist niedrigschwellig. Wenig Fachbegriffe, einfache Sprache in Text, Bildern und Formen.

Übergänge niedrigschwelliger machen: Erleichterte Bewältigung von Bildungsanforderungen unterschiedlicher Systeme (z.B. Schule/Universität) durch die vertikale Nutzbarkeit unterschiedlicher Kompetenzebenen.

Das Niveau von Lehrern/Dozenten angleichen: In einem großen Fachgebiet besitzen Lehrkräfte nicht in allen Teilbereichen die gleichen Kenntnisse.

Welchen Einfluss hat Eure Lösung auf die aktuelle Situation?

Medusys bietet eine universelle Lernplattform, die von den Nutzern durch Einbringung eigener Inhalte mitgestaltet werden kann. Weiterhin ist medusys für das Selbststudium und für den Einsatz im Onlineunterricht geeignet.

Was ist der langfristige Wert Eurer Lösung?

Medusys verbessert das Verständnis komplexer Zusammenhänge und erhält dadurch Neugier und Begeisterung von beim Lernen.

Wie bewertet Ihr selbst die Umsetzbarkeit und Skalierbarkeit Eurer Lösung?

Medusys wird derzeit schon an Universitäten getestet und evaluiert. Medusys ist fächerübergreifend und unterliegt keinen thematischen Beschränkungen.

Vorgehen und Fortschritt

Wie ist der Lösungsansatz entstanden?

Durch jahrelange Erfahrung in der akademischen Lehre.

Was waren die wichtigsten Meilensteine während der Hackathon Woche?

Ideenaustausch mit Lehreren, Schülern und Experten.

Wenn Ihr auf einer bestehenden Lösung aufgebaut habt: bitte beschreibt den Status am Anfang des Hackathons, so dass wir den Fortschritt während der Woche angemessen beurteilen können.

Wir haben unseren Prototypen in Hinblick auf die Einsetzbarkeit in der Schule mithilfe von Lehreren, Schülern und Experten weiterentwickelt.

Prototyp

Wenn vorhanden: Wo finden wir Euren ersten Prototypen (Link)?

https://titan508.startdedicated.de/login.php

Benutzername: wirfuerschule

Passwort: happyHack

Nächste Schritte:

Wie testet ihr Eure Annahmen?

Durch Einsatz und Evaluation an der Schule.

Was ist aus Eurer Sicht der nächste Schritt in Richtung Umsetzung?

Partner finden, die bereit sind das System zu testen.

Was benötigt Ihr für den nächsten Schritt (Ressourcen, Know-How, Budget)?

Kooperationspartner und finanzielle Mittel

Seid ihr als Projektteam selbst an der Umsetzung interessiert? Wenn ja, wer hat welche Rolle in Eurem Team?

In medusys steckt schon jahrelange Arbeit drin und wird auch nach dem Hackathon weiterentwickelt.

Design, Content: Wolfgang Merz

Entwicklung: Sarah Richter

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