Gesellschaftlicher Mehrwert
Während der Corona-Krise leiden nicht nur die Menschen, sondern auch die Haustiere. Denn durch die Krankheit, aber auch die allgemeine Situation (z. B. Quarantäne) ist es manchen Menschen nicht mehr möglich sich ausreichend um ihre Haustiere zu kümmern, z. B. Futter kaufen für die Katze, Gassigehen mit dem Hund oder die Reinigung des Schildkröten-Terrariums.
In Deutschland leben rund 34 Millionen Haustiere in ca. 19 Millionen Haushalten, davon 32 % in 1-Personen-Haushalten und ca. 34 % in 2-Personen-Haushalten. In Ca. 27 % der Heimtierhaushalte sind die Tierbesitzer 60 Jahre und älter. Dieser große Personenkreis ist von der Corona-Krise jetzt (und auch künftig) besonders bedroht und kann daher sehr gut von unserer Lösung profitieren.
Wir wollen Menschen, die diese Aufgaben in der aktuellen Situation nicht leisten können, verbinden mit den Menschen, die sie darin ehrenamtlich und unentgeltlich unterstützen wollen. Wir wollen ein Portal bieten, das Tierbesitzer und Freiwillige zusammenbringt, sodass die Zeit für die Tiere möglichst entspannt vorüber geht und hilfsbedürftige Tierbesitzer entlastet werden.
Die Plattform ist so angelegt, dass sie nicht einzig auf die derzeitige Krise zugeschnitten ist. Sie soll generell den Kontakt zwischen Freiwilligen und Menschen, die Unterstützung bei der Versorgung ihrer Haustiere benötigen, herstellen. Dabei ist das Ziel weniger, die komplette Kommunikation zu leisten, sondern es soll lediglich die Plattform zur ersten Kontaktaufnahme geboten werden durch eine spezialisierte Suchfunktion für beide Parteien. Es wäre auch denkbar, dass die Plattform in Zukunft durch Tierheime (Suche von Pensionsstellen) oder Tierpensionen als Unterstützer in Krisenzeiten (oder auch kommerzielle Anbieter von Pflegeplätzen) genutzt wird.
Es herrscht ein reger Austausch mit dem Landestierschutzverband Hessen e. V., um das Projekt bekannt und einsatzreif zu machen.
Die Lösung ist komplett Open Source und verwendet nur Tools die auch unter einer Open Source Lizenz veröffentlich wurden.
Innovationsgrad
Es gibt bereits Portale, die eine ähnlichen „Plattform zur Verbindung von Hilfesuchenden und Helfenden“ bieten (z. B. nebenan.de). Oft wird das Problem einfach auch ohne Plattform gelöst durch direkte Kontakte. Wir sehen die Innovation des Projektes besonders darin, dass es bisher kein spezialisiertes Tool gibt für genau dieses aktuelle und besonders große Problem. Eine Plattform mit einem kleineren, aber genauer definierten Klientel bedeutet, dass Anfragen nicht im Wust der 1000 anderen irrelevanten Anfragen zu ganz anderen Themen untergeht, sondern jede Anfrage für jeden Nutzer relevant ist und zielgerichtet in kürzester Zeit beantwortet werden kann.
Durch die aktuelle Situation mit dem Corona-Virus besteht die Chance, dass die Plattform eine höhere Aufmerksamkeit bekommt als sonst, was die Chance bietet, zum Standard für Haustiervermittlung für Freiwillige & Hilfsbedürftige zu werden.
Skalierbarkeit
Einsatzrahmen Auf jeden Fall ist unsere Lösung nicht auf aktuelle Corona-Pandemie beschränkt. Mithilfe der Unterstützung von Offiziellen Trägern wäre es möglich, das Projekt über mehrere Bundesländer oder sogar ganz Deutschland zu unterstützen. Während der Projektphase sind aber schon einige Problemstellungen aufgefallen, die mit einem größeren Einsatz auftreten können. Dazu gehört unter anderem die Identitäts-Überprüfung der Helfenden, um Tier- Diebstahl oder Missbrauch zu vermeiden. Hier wäre eine Hilfestellung durch einen Entwickler sinnvoll, der derartige Lösungen bereits entwickelt hat und auch die Einhaltung der Auflagen aus der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) garantieren kann.
Technisch Da die Applikation Cloud Native entwickelt wurde, ist sie grundsätzlich sehr gut skalierbar. Das derzeitige docker-compose müsste für ein Server Deployment mit Kubernetes umgewandelt werden, der nginx Container kann als Load balancer verwendet werden. Damit wäre es möglich beliebig viele Container der Anwendung in einem Cluster zu erzeugen. Als db wird derzeit eine kleine Version der google cloud sql verwendet, welche grundsätzlich erweiterbar ist.
Mit einer genaueren Nutzergruppenanalyse kann auch über die Entwicklung einer Hybrid App nachgedacht werden.
Fortschritt
Das Projekt wurde ohne eine Vorarbeit in jeglicher Form gestartet. Erst mit Beginn des Hackathons wurde ausgearbeitet, welches Problem wir genau lösen wollen, für welche Zielgruppen und was für ein Produkt dafür geeignet wäre. Wir haben uns für eine Website entschieden, um einerseits für alle Geräte erreichbar zu sein (mit dem Hintergedanken, dass vielleicht nicht alle aktuell hilfsbedürftigen ein Smartphone haben), und andererseits, weil die App-Entwicklungs-Erfahrung der Gruppenmitglieder relativ gering war und wir nach den 48 h sicher einen Prototypen zur Verfügung stellen wollten. Den Techstack haben wir hauptsächlich gewähltum eine sortierbare Anwendung zu schaffen
Der Prototyp besteht aus einer navigierbare Website mit angeschlossener Datenbank, sodass bereits Daten geladen und verarbeitet werden können. Dazu gehört bspw. das dynamische Laden der Tierarten oder der angebotenen Services. Dennoch befindet sich der Prototyp noch nicht in einem Stadium, in dem er produktiv genutzt werden kann.
Für die Plattform an sich müssen noch folgende Sachen implementiert werden, um unserer Ansicht nach ein lauffähiges Produkt zu haben:
- RatingSystem für die Nutzer (um zu verifizieren, dass ein Nutzer vertrauenswürdig ist -> Sterne, Rezensionen,„Approved“ Badge)
- Filtersystem (auf Suche und Angebotsseite) für das Finden von relevanten Einträgen
- Session Management vervollständigen (Einloggen von Nutzern und konsistentes speichern der Sessions)
- Lokalisierung der Inhalte (derzeit sind alle Inhalte auf Deutsch und statisch in den hbs Dateien eingetragen)
- Positionierung der Angebote (bspw. durch Koordinaten und eine Karte). Derzeit ist kein positionsbasiertes Filtern möglich
- Kontaktaufnahme zwischen den Usern (das senden der Kontaktdaten bei einem akzeptierten Angebot via email o.ä.)
- Rezensionen der Tiere (um auch den Helfen die optimalen Informationen zu geben, sind Rezensionen in Text oder Sternform hilfreich)
- Anpassung der Inhalte und Parameter auf generalisierte Tiere (derzeit starker Fokus auf Hunde & Katzen)
- Responses Anpassen der Inhalte (vornehmlich für Desktop optimiert bisher)
- SSL Zertifikat
- Domain anlegen
- Bezahlung der SQL & Compute Instance für weiterführenden Betrieb
- Ggf. Continuos Integration
- Sicherheit der Plattform prüfen
Verständlichkeit
Die Plattform ist zwar im Rahmen des Corona Hackathons entstanden, soll aber später generell für alle sein, die Probleme haben, sich ausreichend um ihre Haustiere zu kümmern. Sie soll einen Verbindungskanal zwischen diesen Menschen und den vielen tausend Freiwilligen herstellen, die Hunde zum Gassigehen mitnehmen würden, weil sie eigene Hunde haben, die zusätzliches Katzenfutter kaufen oder frischen Salat für Schildkröten mitbringen. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Plattform mit der richtigen Aufmerksamkeit und ein wenig Weiterentwicklung das Potential hätte zur Standard-Anlaufstelle für solche Situationen zu werden.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor der Plattform ist die Nutzerbasis. Wenn möglichst viele Menschen von der Plattform erfahren, steigt die Chance für jeden einzelnen Hilfsbedürftigen, dass Ihnen geholfen wird. Ein wichtiger Schlüssel dazu können Tierheime, Tierschutzorganisationen oder ähnliche sein, auf dessen Homepages die App z. B. verlinkt werden könnte.
Built With
- docker
- gcp
- materialize-css
- mysql
- nestjs
- typescript

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